Inflammatory Bowel Disease (IBD): chronische Entzündung des Magen- und Darmtrakts

Häufiger davon betroffen: Französische Bulldogge, Boxer, Deutscher Schäferhund, Irish Setter, Basenji, Norwegischer Lundehund
(c) Photo: Mylene2401 auf Pixabay

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Krankheit, Hund, Katze, Entzündung, Verdauungstrakt, Durchfall, Erbrechen - news 02/12/20

  • Die IBD ist eine chronische Entzündung des Verdauungstraktes
  • Eine genetische Veranlagung konnte noch nicht nachgewiesen werden, wird aber vermutet
  • Die Darmwand ist verdickt
  • Hunde: Dünndarm und Dickdarm sind betroffen
  • Tritt auch bei Katzen auf: Magen und Dünndarm sind betroffen.

Chronische Entzündungen der Magen-Darmtraktes kommen bei Hunden und Katzen immer häufiger vor. Eine dieser Entzündungen ist die Inflammatory Bowel Disease.

1. Definition von IBD: Inflammatory Bowel Disease 

Die Inflammatory Bowel Disease ist eine ständige oder in Schüben auftretende Entzündung des Verdauungstraktes. Kann keine andere Ursache für die Entzündung der Darmschleimhaut nachgewiesen werden, wird das Krankheitsbild als IBD bezeichnet.

2. Mögliche Ursachen von IBD

Die genauen Ursachen, die eine IBD auslösen, konnten jedochnoch nicht geklärt werden.

  1. Genetisch bedingt
  2. Parasitenbefall: Giardien
  3. Infektionen mit Salmonellen, Campylobacter
  4. Starke Vermehrung anaerober Bakterien und Verdrängung der guten Darmkeine (Dysbiose)
  5. Futtermittelunverträglichkeiten
  6. Allergien
  7. Störungen des Immunsystems

3. Welche Hunderassen häufiger von IBD betroffen sind: 

Am häufigsten erkranken Tiere im mittleren Lebensalter. In wenigen Fällen sind bereits Jungtiere betroffen.

4. Was bei einer IBD im Darm passiert: 

In der Schleimhaut des Verdauungstraktes treten unkontrollierbare Entzündungen auf. Die Darmschleimhaut ist verdickt, die Darmbewegungen sind beschleunigt. Dadurch können die Nährstoffe aus dem Futterbrei nicht mehr vollständig aufgenommen werden.

5. Symptome von IBD sind:

6. Diagnose einer chronischen Entzündung des Verdauungstrakts: 

  1. Ultraschalluntersuchung: die Schleimhaut von Dünndarm und Dickdarm ist verdickt
  2. Biopsie: bei der histologischen Untersuchung werden in der Schleimhaut entzündliche Infiltrate mit einer großen Anzahl an Histiozyten (Makrophagen) nachgewiesen
  3. Blutuntersuchung: Erhöhung von CRP und eosinophilen Granulozyten

7. Lebenslange Therapie zur Stabilisierung:

Die Inflammatory Bowel Disease ist nicht heilbar. Die Therapie muss daher lebenslang erfolgen. Es ist lediglich möglich, den Gesundheitszustand Ihres Tieres zu stabilisieren und die Lebensqualität zu verbessern.

  • Antibiotika: Metronidazol
  • Immunsuppressiva: Kortison, Cyclosporin
  • Infusionen bei starken Durchfällen und Erbrechen
  • Diätfutter mit höherem Rohfasergehalt
  • Unterstützung der Darmflora mit Probiotika und Präbiotika
  • Stuhltherapie
  • Immunsuppressiva sollten immer nur als letzte Therapieoption angewendet werden.

8. Unterstützung der Behandlung durch alternative Therapien:

  • Arsenicum album D12
  • Carbo vegetabilis D12
  • Nux vomica D12
  • Mercurius solubilis D12
  • Podophyllum D12
  • Veratrum album D12
  • Pyrogenium D12
  • Magnesium carbonicum D12
  • Sulfur D12
  • China D12

Lassen Sie sich vor der Anwendung eines homöopathischen Mittels immer von einer Tierärztin,  einem Tierarzt oder einer Tierheilpraktikerin, einem Tierheilpraktiker beraten. Nur durch ein ausführliches homöopathische Gespräch kann das richtige Simile für Ihren Vierbeiner gefunden werden.