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Die französische Bulldogge

Die französische Bulldogge ist ein leidenschaftlicher Schoßhund. Sie genießt die gemeinsame Zeit mit ihrer Familie und unterhält alle mit ihrer drolligen Art.

 

Steckbrief

Herkunft: Frankreich
FCI Standard: Gruppe 9, Sektion 11
Größe: 25 – 34 cm
Gewicht: 8 – 14 kg
Charakter: verschmust, verspielt, freundlich
Körperbau: aufrechte Fledermausohren, leicht vorstehende Augen, muskulöser Körperbau
Fell: kurz
Farbe: schwarz, braun, creme, gestromt, scheckig
Lebensdauer: 9 – 11 Jahre
 

Geschichte

Die französische Bulldogge stammt von der großen Bulldogge, die als Arbeitshund und Wachhund eingesetzt wurde, ab. Nach dem Verbot von Hundekämpfen wurde die Rasse durch Einkreuzungen von Terriern, Mops und Spitz verkleinert. 1836 stellten Textilarbeiter die kleine Bulldogge erstmals auf einer Hundeausstellung vor. Mit den Spitzenklöpplern gelangte der Hund in die Normandie. Die Gründung des ersten Zuchtvereins erfolgt 1800.  Bei der Festlegung des Rassestandards 1888 waren noch unterschiedliche Ohrformen gestattet. Unter König Eduard VII schaffte die Hunderasse den Sprung von der Unterschicht in die Adelshäuser Europas. 1896 wurde in Amerika der erste Zuchtclub gegründet. Der endgültige Rassestandard wurde 1948 festgelegt. 1954 erfolgte die Anerkennung der französischen Bulldogge als eigenständige Hunderasse durch den FCI. Die letzte Änderung des Rassestandards erfolgte 2014.

Aussehen

Die französische Bulldogge gehört zu den brachycephalen Hunderassen. Der Kopf ist breit und eckig. Die Augen stehen leicht vor. Die großen Fledermausohren werden aufgestellt, die Ohrmuschel ist von vorne gesehen vollständig sichtbar. Der Nasenrücken ist kurz, beide Nasenlöcher sind gut getrennt. Durch den kurzen, breiten Schädel kann die normale Atmung gestört sein. Die knorpeligen Nasenmuscheln können verstärkt wachsen und die Atemwege verengen.

Der kräftige Hals setzt sich in einem muskulösen, drahtigen Körper fort. Die kräftigen Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine. Die tief und breit angesetzte Rute ist gerade und kurz. Knickruten sind laut Rassestandard nicht erlaubt.  

Das Fell ist kurz, dünn und glänzend. Ein Temperaturausgleich findet durch das kurze Haarkleid nicht statt. Extreme Temperaturen kann die französische Bulldogge nur schwer verkraften.

Charakter

Die Hunderasse ist in der Regel freundlich und hat ein ausgeglichenes Temperament. Sie ist der ideale Begleit- und Familienhund, der immer absolut loyal ist. Trotzdem kann man der französischen Bulldogge eine Neigung zu Eigensinn und Sturheit nicht absprechen. Bei der Erziehung ist liebevolle Konsequenz notwendig.

Der Hund ist verschmust und benötigt engen Anschluss an seine Familie, wie alle Hunde. Kindern gegenüber verhält er sich freundlich und verspielt. Die Rasse ist nicht für Zwingerhaltung geeignet, lieber teilt sie sich das Bett mit ihrem Besitzer.  Der Wachinstinkt ist erhalten geblieben. Der ursprüngliche Jagdinstinkt fehlt vollständig.

Haltung und Pflege

Die Hunderasse ist auch für Anfänger gut geeignet.  Sie kann auch in kleinen Wohnungen gehalten werden. Treppensteigen sollte allerdings vermieden werden. Wichtig sind gemeinsame Spiel- und Schmusestunden.

Bei Spaziergängen und Outdoor- Spielen muss darauf geachtet werden, dass sich der Hund nicht überanstrengt. Da der Kopf schwer ist und die Beine kurz sind, ist die französische Bulldogge ein sehr schlechter Schwimmer. Die französische Bulldogge ist intelligent, gelehrig und kann mit Belohnungen einfach erzogen werden. 

Das kurze Fell ist einfach zu pflegen, mehrmaliges Bürsten pro Woche ist ausreichend. Zusätzlich müssen die Falten im Bereich des Kopfes gereinigt werden. Die leicht vorstehenden Augen sollten regelmäßig mit milden Augenreinigern gepflegt werden.

Die Hunderasse benötigt hochwertiges, tiergerechtes Futter. Da die Hunde zu Futtermittelallergien neigen, muss auf die Ernährung besonders geachtet werden.

Rassetypische Erkrankungen

Das Brachycephalen Syndrom kann zu Behinderungen der Atmung führen. Durch die verengten Nasengänge und das verlängerte Gaumensegel schnarchen einige Hunde. Bei hohen Temperaturen verstärkt sich die Atemnot.

Die französische Bulldogge ist anfällig für Bandscheibenvorfälle. Obwohl die Hunderasse sehr sprungfreudig ist, sollten einige Hundesportarten, die die Wirbelsäule belasten, vermieden werden.

Im Zuge des brachycephalen Syndroms kann sich zusätzlich zu einer Deformation des Kleinhirns eine Syrinx (schlauchförmige, mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Rückenmark) bilden. Die Hunde leiden unter Bewegungsstörungen und Kopfschmerzen.
Hautentzündungen im Bereich der Gesichtsfalten und Futtermittelallergien treten häufig auf.

Die französische Bulldogge ist ein guter Lebensbegleiter für Singles und Familien. Die Hunderasse ist mutig, ohne aggressiv zu sein. Sollte es nötig sein, wird der loyale, kleine Hund sich immer schützend vor seine Familie stellen.

 

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