Schuppen & Juckreiz: Ekzem bei der Katze [01|23]

Juckreiz, Hautentzündung, Kratzen, Belecken, Haarausfall, atopische Dermatitis - Petdoctors [16|01|23]
(c) Photo: Jan Barkmann auf Pixabay
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Juckreiz, Hautentzündung, Kratzen, Belecken, Haarausfall, atopische Dermatitis - News [16|01|23]

Bei einem Ekzem handelt es sich in der Regel, um eine Entzündung der obersten Hautschicht. Das Ekzem führt dazu, dass die Haut ihrer Funktion als Schutzschicht nicht mehr zur Gänze übernehmen kann. Besonders häufig betroffene Körperstellen sind der Hals, der Rücken, die Pfoten und die Lendengegend.

1. Acht Ursachen eines Ekzems:

Ein Ekzem kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:

  1. Allergische Reaktion (atopische Dermatitis) auf z.B. Flohbiss oder Futter
  2. Hormonschwankungen
  3. Stoffwechselstörungen
  4. Parasiten
  5. Nierenerkrankungen
  6. Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
  7. Psychischer Stress durch z.B. Umzug oder neue Tiere
  8. Infektionen mit Bakterien oder Pilzen

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2. Symptome eines Ekzems:

Hinweise auf eine Ekzem sind:

  • Vermehrtes Kratzen, Reiben oder Schlecken an der betroffenen Stelle
  • Starker Juckreiz
  • Entzündete, rötlich verfärbte Hautoberfläche
  • Bläschen oder Krusten
  • Schuppen
  • Stellenweiser Haarausfall
  • Nässende Wunden
  • Offene Stellen

3. Diagnose:

Ein Ekzem erkennt man meist einfach an den Veränderungen der Haut. Allerdings ist es notwendig die Ursache für das Auftreten zu finden, um die richtige Therapie zu wählen. Hierbei muss man darauf eingestellt sein, dass es möglicherweise etwas länger dauert, den Auslöser zu finden.

Dafür können folgende Untersuchungsmethoden angewendet werden:

4. Therapien:

Ein akutes Ekzem wird mit Entzündungshemmern behandelt. Somit wird der Juckreiz schnell weniger und es kommt nicht zu weiterer Schädigung der Haut.

Zusätzlich kann auch ein Halskrause verwendet werden, um die Katze am Belecken zu hindern.

Das weiter Vorgehen hängt vom Auslöser des Ekzems ab:

  • Handelt es sich um Parasiten (z.B. Flöhe, Milben) werden Antiparasitika eingesetzt, um den Befall zu beenden.
  • Wenn Pilze die Auslöser waren, werden Antimykotika eingesetzt.  
  • Tritt das Ekzem in Folge einer Entzündung auf, können Antibiotika verwendet werden.
  • Bei einer Allergie ist es abhängig davon, wovon diese ausgelöst wurde. Hier kann eine Futterumstellung notwendig sein, wenn für die Katze Futterbestandteile unverträglich sind.
  • Weiters kann eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Hierbei werden der Katze die Allergene, auf die sie reagiert, in geringer Dosis regelmäßig gespritzt. Dies soll dazu führen, dass keine übermäßige Reaktion des Immunsystems auf das Allergen stattfindet. Die Hyposensibilisierung sollte mindestens zwei Jahre lang erfolgen, wobei aber schon nach wenigen Monaten Verbesserungen sichtbar werden.
  • Zur Regeneration der angeschlagenen Haut sollten Hautpflegeprodukte für Katzen verwendet werden. Zur Auswahl stehen hier Salben oder auch spezielle Shampoos.

Unterstützend können auch folgende Hausmittel und Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden:

  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
  • Kokosöl kann verfüttert oder zur äußeren Anwendung eingesetzt werden.
  • Calendula Tinktur unterstützt die Heilung und Reinigung der Wunde.
  • Echinacea kann zur Unterstützung des Immunsystems verfüttert werden.
  • Sulfur unterstützt die Regeneration der Haut.
  • Zur Linderung des Juckreiz sind Graphites und Arsenicum album hilfreich.
  • Mercurius solubilis bei z.B. Leckekzemen

5. Prophylaxe:

Vorbeugend hilft eine regelmäßige Kontrolle des Tieres auf jegliche Parasiten wie Flöhe oder Milben. Liegt ein Befall vor, sollte dieser schnellstmöglich behandelt werden. Des Weiteren sollte Stress vermieden werden. Stellen Sie Ihrer Katze zum Beispiel ruhige Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Außerdem sollte vermieden werden, dass in der Nähe des Tieres geraucht wird, da durch das Passivrauchen ebenfalls Ekzeme verstärkt werden können.