Allergisch auf Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel: Hyposensibilisierung hilft [07|22]

Allergie, Pollen, Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Hyposensibilisierung, Desensibilisierung - Petdoctors [18|07|22]
(c) Photo: Jody Parks auf Pexels
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Allergie, Pollen, Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Hyposensibilisierung, Desensibilisierung - News [18|07|22]

Wie wir können auch unsere Samtpfoten unter Allergien leiden. Egal ob Pollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze, wenn es die Katze juckt, kann man etwas dagegen tun.

2. Wie Hyposensibilisierung bzw. Desensibilisierung wirkt:

Das Immunsystem der Katze wird mit immer höheren Dosen des Allergens konfrontiert. Dadurch erfolgt eine langsame Gewöhnung. Die Überreaktionen des Immunsystems treten nicht mehr so stark auf. Die allergischen Reaktionen sind milder.

3. Wann eine Desensibilisierung sinnvoll ist:

Eine Desensibilisierung sollte bei allergischen Reaktionen auf Umweltreize durchgeführt werden:

  1. Pollen (Gräser, Bäume, Blüten)
  2. Hausstaubmilben
  3. Schimmelpilze

Eine Desensibilisierung sollte durchgeführt werden, wenn der Kontakt mit dem Allergen nicht vermieden werden kann.
Leidet die Katze unter einer Futtermittelallergie, bringt eine Hyposensibilisierung keinen Erfolg. Hier bieten Behandlungen mit Bioresonanz eine Alternative.

4. Zum Ablauf der Hyposensibilisierung:

Die Desensibilisierung verläuft in drei Schritten: Herstellungsphase, Einleitungsphase, Erhaltungsphase

Vor dem Beginn der Behandlung muss unbedingt ein Allergietest durchgeführt werden. Der Tierarzt ermittelt die Allergene, auf die das Immunsystem der Katze reagiert, und wählt die für die Behandlung relevanten Allergene aus.

Schritt 1: Herstellungsphase

Die individuelle Desensibilisierungslösung wird angefertigt.

Schritt 2: Einleitungsphase

Die Katze erhält ein Mal pro Woche eine subkutane Injektion, die Desensibilisierungslösung wird unter die Haut gespritzt. Die Dosierung wird in den folgenden Wochen gesteigert. Die Abstände zwischen den Injektionen werden vergrößert.
Nach zwei bis drei Monaten ist die endgültige Dosierung erreicht. In dieser ist meistens ein Milliliter der Allergenlösung enthalten.
Eine Rush Immunisierung kann bei der Katze nicht durchgeführt werden, da derzeit noch keine Studienergebnisse vorliegen.

Schritt 3: Erhaltungsphase

Die Katze bekommt ein Mal pro Monat eine Injektion mit der Allergenlösung. Die Abstände zwischen den Injektionen müssen von dem Tierarzt immer wieder individuell angepasst werden. Die Hyposensibilisierung sollte mindestens zwei Jahre, im optimalen Fall lebenslang, durchgeführt werden.

5. möglich Nebenwirkungen:

  • Selten anaphylaktischer Schock
  • Hautreaktion an der Einstichstelle: Rötung, Schwellung, Haarausfall

Bei einem anaphylaktischen Schock tritt Durchfall, Erbrechen, Atemnot und Schwindel auf. Es handelt sich um einen Notfall. Die Katze muss sofort von einer Tierärzt:in behandelt werden.

6. Erfolgsquote der Hyposensibilisierung:

  • 60 – 70 % der Katzen sprechen auf die Therapie an
  • Bei 20 % der Katzen treten keine allergischen Symptome mehr auf
  • Der größte Teil der Katzen zeigt nur mehr geringe allergische Symptome. Die Dosierung der Medikamente kann verringert werden.