Teilen, verschicken oder drucken Sie diesen Artikel

So gelingt die Futterumstellung bei Katzen

Katzen lieben Abwechslung bei ihrem Futter. Da sollte eine Futterumstellung doch eigentlich kein Problem sein. Aber leider sind Katzen auch Gewohnheitstiere.

 

Obwohl das Futter in der Schüssel hochwertiger ist und mehr Fleisch enthält, verweigert der Stubentiger konsequent die Nahrungsaufnahme. Doch manchmal führt an der Veränderung der Ernährung kein Weg vorbei, vor allem wenn es nötig ist, aus medizinischen Gründen spezielles Diätfutter zu füttern.


Warum die Futterumstellung misslingen kann.

1. Mangelnde Konsequenz:

Das neue Futter wird serviert, die Katze schnüffelt und rümpft ihr Näschen. Sofort wird das Futter gewechselt und das neue Futter wandelt in den Abfalleimer.


Anderes Futter steht ständig zur Verfügung:
Ihre Katze kann ständig auf eine gefüllte Schüssel mit Trockenfutter zurückgreifen. Sie muss sich gar nicht die Mühe machen, das neue Futter zu probieren. Altbekanntes ist sowieso vorhanden.


2. Die Futterumstellung erfolgt zu schnell:

Erfolgt die Futterumstellung zu rasch, ist die Katze überfordert. Katzen sind eigentlich neugierig und probieren gerne Neues aus. Es besteht aber auch eine starke Prägung auf bekannte Nahrungsmittel, da es in der freien Natur nicht ungefährlich sein kann, Neues auszuprobieren und vielleicht krank zu werden.


3. Aufregung bei der Umstellung:

Wird das neue Futter mit Aufregung angekündigt, wird ihr Stubentiger misstrauisch. Da kann doch etwas nicht stimmen.


4. Die Umstellungsmethode passt nicht:

Jede Katze hat ihren individuellen Stil, wie sie mit neuen Dingen umgeht. Sie bestimmt die Art und das Tempo der Futterumstellung.


5. Die Katze versorgt sich bei anderen Futterquellen:

Freigänger haben oft mehrere Stationen, an denen sie sich mit Futter versorgen. Passt es zu Hause nicht, fressen sie eben woanders.


6. Das Futter verursacht Beschwerden:

Wird Futter zu schnell umgestellt, kann die Katze erbrechen oder Durchfall bekommen. Sie fühlt sich nicht wohl und macht das neue Futter dafür verantwortlich.


7. Akzeptanzverbesserer:

In den meisten, industriell hergestellten, Futtermitteln sind Akzeptanzverbesserer enthalten, die nicht in der Deklaration angeführt werden müssen. Ihre Katze gewöhnt sich an den Geschmack und fordert ihn auch bei neuem Futter ein.

 

Wie  sie die Katze an neues Futter gewöhnen


Eine Umstellung auf neues Futter stellt die Nerven der Dosenöffner auf eine harte Probe. Mit Geduld, Kosequenz und diesen Tipps wird die Umstellung voraussichtlich gelingen. Stellen sie das Futter ihrer Katze nur langsam um, damit keine Probleme auftreten. Es gibt verschiedene Methoden die Umstellung zu erleichtern.


1. Zwei-Schüssel-Methode:

Stellen sie eine kleine Portion des neuen Futters neben die Schüssel mit dem alten Futter. Geben sie ihrer Katze die Möglichkeit, zu probieren. Schmeckt ihr das neue Futter, kann die Menge des alten Futters reduziert und langsam weggelassen werden.


2. Substitutionsmethode:

Das neue Futter wird unter das alte Futter gemischt. Mit der Zeit wird die Menge des neuen Futters erhöht. Diese Form der Umstellung sollte über einen Zeitraum von mindestens 2 – 3 Wochen erfolgen, kann aber auch bis zu 8 Wochen dauern. Zuerst beginnen sie mit ¼ Teelöffel des neuen Futters, nach einigen Tagen können sie die Menge auf ½ Teelöffel steigern.


3. Immer zählt Geduld dazu:

Hat die Mutterkatze bereits verschiedene Futtermittel bekommen, ist es leichter, später Futterumstellungen durchzusetzen. Über die Muttermilch werden Geruchs- und Geschmacksstoffe weitergegeben, das kleine Kätzchen ist später Neuem gegenüber offener. Die Prägung beginnt schon vor der Geburt.
Ist ihre Katze bereits daran gewöhnt, Nassfutter und Trockenfutter zu fressen, ist es leichter, sie im Krankheitsfall auf Diäten umzustellen.
Sonst hilft nur Zeit, Geduld und viele Versuche.

4. Feste Fütterungszeiten:

Verabreichen sie Futter nur noch zu festen Fütterungszeiten und füllen sie die Schüssel mit Trockenfutter nicht automatisch nach. Ein leichtes Hungergefühl steigert den Appetit und die Lust auf Futter. Führen sie 3 – 4 geregelte Mahlzeiten/ Tag ein, bei jungen Katzen 5 – 6 Mahlzeiten. Die Hungerpausen dürfen nie 12 Stunden überschreiten, da ihre Katze sonst krank wird und eine hepatische Lipidose entwickelt.

5. Futterwürfelmethode:

Frieren sie kleine Portionen des neuen Futters ein und tauen sie eine Stunde vor der Fütterung einen Würfel auf. So müssen sie nicht ständig den Inhalt neuer Dosen wegwerfen. Steigern sie die Menge des neuen Futters langsam. Ist ein Gleichgewicht erreicht, beginnen sie damit, auch das alte Futter einzufrieren und nach dem Auftauen in immer kleinerer Menge zu füttern.

Die Futterumstellung bei Katzen benötigt viel Zeit, Geduld und Nerven. Es ist noch keine Katze vor der vollen Schüssel verhungert. Wird das neue Futter aber zu lange verweigert, kann ihr Stubentiger bleibende Leberschäden davontragen. Achten sie, trotz aller Konsequenz, bei der Futterumstellung immer darauf, dass ihre Katze frisst und nicht über Tage das Futter verweigert.