Der Biss der Milbe löst starken Juckreiz aus
(c) Foto: Katarina S auf Pixabay

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Herbstgrasmilben Alarm: es juckt, die Haut ist gerötet, Quaddeln und Pusteln sind zu sehen.

Parasit/Spinnentier/Hund/Katze/Kaninchen/Mensch - News am 3. Oktober 2020

  • Ihr Vierbeiner kratzt sich ungewöhnlich viel, leckt an den Pfoten, die Zehenzwischenräume sind gerötet und geschwollen.
  • Alles Anzeichen für Herbstgrasmilben. Ihr Biss verursacht starken Juckreiz. 
  • Erst nach einigen Tagen fallen die Milben wieder ab
  • Je wärmer und  sonniger desto aktiver sind die Herbstgrasmilben 
  • Die kleinen Parasiten treten von Juni bis Oktober auf

An warmen Herbsttagen über die Wiese zu tollen oder sich ins Gras zu legen und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen ist verlockend. Doch im Gras können Herbstgrasmilben lauern. Kleine Parasiten, die bevorzugt Menschen und Hunde befallen. Sie verursachen einen unangenehmen Juckreiz. Mit den Tipps in diesem Artikel können Sie die Milben schnell wieder loswerden.

1. Über die Herbstgrasmilbe:

Die Herbstmilben oder Erntemilben gehören zu den Spinnentieren. Die Laufmilben befallen Säugetiere und Menschen. Von April bis Oktober sind die Herbstgrasmilben in niedrigen Graslandschaften und Gärten weit verbreitet. Die rötlichen Milben haben eine Größe von 0,2 bis 0,3 Millimetern und sind mit freiem Auge kaum sichtbar. Die Milben legen ihre Eier im Herbst in den feuchten Boden ab. Im Frühjahr entwickeln sich aus den Eiern Larven, die auf Blätter und Gras kriechen, um auf vorbeikommende Wirte zu lauern. Die Larven beißen in die Haut des Hundes und lösen die oberste Schicht des Gewebes mit dem Speichel auf. Die verdauten Hautzellen dienen den Larven als Nahrung. Sie saugen nicht aktiv Blut. Schon nach wenigen Tagen lassen sich die Larven wieder fallen und entwickeln sich auf dem Boden über mehrere Zwischenstadien zu erwachsenen Milben. Diese können tief im Boden den Winter überleben.

2. An warmen, sonnigen Tagen ist das Risiko am höchsten:

Ein einzelner Hund kann gleichzeitig von einer großen Anzahl der Milben befallen werden. Es findet keine Übertragung von Tier zu Tier statt. Sobald der erste Frost aufgetreten ist, sterben die Larven.

3. Welche Symptome auftreten:

  1. Starker Juckreiz
  2. Die Haut ist gerötet
  3. Auf der Haut bilden sich Quaddeln und Pusteln.
  4. Durch das Kratzen brechen die Haare ab und fallen aus.
  5. Bei hochgradigem Juckreiz können auch Krämpfe auftreten.
  6. Obwohl die Larven abfallen, bleiben die Symptome noch mehrere Tage bestehen. 

Die Verdachtsdiagnose wird durch die klinische Untersuchung gestellt. Unter dem Mikroskop können die Milben nachgewiesen werden.

4. Therapie

Der Juckreiz und die Schädigungen der Haut werden symptomatisch behandelt. Eine Bekämpfung der Milben ist nicht erforderlich, da diese meistens schon von dem Hund abgefallen sind.

Natürliche Milbenmittel mit Kokosöl, Ylang Ylang und Kamillenextrakt lindern die Symptome:

  • Der Juckreiz wird gestoppt
  • Die Wirkung hält 24 Stunden lang an
  • Die Mittel können auch bei Welpen und Junghunden angewendet werden

5. Tipps zur Vorbeugung eines Befalls: 

  1. Vermeiden Sie Spaziergänge auf befallenen Wiesen
  2. Schützen Sie die Pfoten des Hundes mit einem Repellent Spray
  3. Mähen Sie den Rasen im Garten mindestens einmal pro Woche
  4. Sorgen Sie für eine ausreichende Durchfeuchtung des Rasens
  5. Entsorgen Sie den Rasenschnitt immer sofort in der Biotonne

6. Zusammenfassung

Herbstgrasmilben verursachen bei dem Hund und anderen Vierbeinern starken Juckreiz. Bei Menschen lösen die Milben die Stachelbeerkrankheit aus. Auf der Haut bilden sich rote, juckende Quaddeln, die den Stichen von Mücken ähneln. Nach dem Abfallen der Milben verschwinden die Symptome innerhalb weniger Tage.