Hund ist heiß nach Sport und Spiel

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Auch Hunde haben Muskelkater (Februar 2020)

Besser regelmäßiges Training statt übermäßiger Beanspruchung

Dieser Grundsatz gilt auch für Ihren Hund.  Der Muskelstoffwechsel des Hundes ist dem des Menschen sehr ähnlich. Auch der Vierbeiner leidet nach übermäßiger Bewegung an Muskelkater.

Hunde begleiten ihre Familie immer, wenn es gestattet wird. Auch längere Ausflüge sind den Vierbeinern durchaus willkommen. Die Hunde legen dabei noch weitere Wegstrecken zurück als die Menschen. Sie laufen nach vorne und hinten und müssen auch die Seiten des Weges genau erkunden. Das geht natürlich voll in die Pfoten. Ist der Hund nicht genügend trainiert, wird seine Muskulatur überbeansprucht. 

Wie ein Muskelkater entsteht

Durch die ungewohnte Bewegung verspannen sich die Muskeln. Es entstehen kleine Risse in den Muskelfasern. Durch diese Risse dringe Gewebeflüssigkeit ein. Ödeme bilden sich. Die Muskelfasern schwellen an und dehnen sich aus. Die Faszien, die die Muskeln umgeben, werden ebenfalls gedehnt. Die feinen Nervenenden im Muskelgewebe leiten das Schmerzsignal an das Gehirn weiter. Die Schmerzen treten einige Stunden nach der ungewohnten Bewegung auf.

Welche Symptome auftreten

Ihr Hund wird versuchen, den Schmerz zu verbergen. Er steht nur zäh auf und bewegt sich steif und unwillig. Auf die Berührung der schmerzenden Muskeln reagiert Ihr Hund eventuell aggressiv. Verschwinden die Symptome nicht innerhalb von drei Tagen, muss Ihr Hund von einem Tierarzt untersucht werden.

Die Schmerzsignale

  • Zittern
  • Winseln und jaulen bei Belastung
  • Die Extremitäten werden geschont
  • Bewegungen werden vermieden
  • Verstärktes Hecheln
  • Nagen an den Extremitäten

Wie ein Muskelkater behandelt wird

  • Der Hund muss in den folgenden Tagen geschont werden. Mäßige Bewegung an der Leine fördert die Bewegung.
  • Warme Bäder mit Rosmarin und Lavendel verstärken die Durchblutung der Muskulatur. Die Schadstoffe werden schneller abtransportiert. Die Ödeme verschwinden.
  • Bestrahlungen mit Infrarotlampen fördern die Durchblutung und verringern den Schmerz.
  • Kompressen mit verdünntem Pfefferminzöl direkt auf die schmerzenden Muskeln legen.
  • Vorsichtige Massagen der Muskulatur wirken entspannend.
  • Bei starken Beschwerden kann der Tierarzt Schmerzmittel verschreiben.

Bitte lassen Sie immer vor einer Therapie abklären, ob ein Muskelkater die Ursache für die Bewegungsstörung ist.

Wie man richtig vorbeugt

  1. Achten Sie auf gesundes und tiergerechtes Futter mit einem hohen Gehalt an Kalzium und Magnesium. Sie können zum Beispiel vor langen Bewegungseinheiten Haferflocken unter das Futter Ihres Hundes mischen.
  2. Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an längere Wanderungen.
  3. Steigern Sie die Fitness Ihres Hundes bevor Sie Hundesport ausüben.
  4. Wärmen Sie sich mit Ihrem Hund vor längeren Wegstrecken gut auf.
  5. Auch Hunde brauchen nach einer Anstrengung eine Cool Down Phase. Verwenden Sie einen leichten Mantel, damit die Muskulatur Ihres Hundes nicht zu schnell abkühlt. Langsames Laufen im Kreis ersetzt die Dehnungsübungen des Menschen nach dem Sport.

Sport ist auch für Hunde gesund. Je besser Ihr Hund trainiert ist, umso seltener wird er an einem Muskelkater leiden.

 

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