Welches Futter Ihr Hund benötigt, richtet sich auch nach seiner Größe, der körperlichen Aktivität und seinem Alter.
(c) Foto: Achim Scholty auf Pixabay

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4 Tipps wie Sie hochwertiges, gesundes Hundefutter erkennen.

Hundefutter/Kauartikel/Rohprotein/Rohfett/Rohfaser/Rohasche - News am 11. Oktober 2020

  • Welches Futter Ihr Hund benötigt, richtet sich nach seiner Größe, der körperlichen Aktivität und seinem Alter.
  • In der Natur suchen sich die Hunde ihre Nahrung selbst. Sie fressen, was ihrem Körper gut tut.
  • Hochwertiges Hundefutter sollte einen Fleischanteil von mindestens 50 Prozent, Obst, Gemüse und Fette mit ungesättigten Fettsäuren enthalten.

Damit Ihr Hund ein langes und gesundes Hundeleben vor sich hat, muss er hochwertiges, tiergerechtes Futter erhalten, das alle seine Bedürfnisse abdeckt. Das Risiko für die Entstehung von Allergien und Krankheiten wird verringert. Egal, ob Sie sich für Trockenfutter, Nassfutter oder Barfen entscheiden, wichtig ist nur die richtige Zusammensetzung des Hundefutters. (Möchten Sie wissen, was Ihr Hund alles schmecken kann? Dann lesen Sie hier weiter.)

1. Arten und Sorten von Hundefutter:

Im Handel sind viele verschiedene Sorten von Hundefutter erhältlich:

  1. Nassfutter,
  2. Trockenfutter,
  3. Halb-Barf-Futter oder
  4. Barf-Mischungen,

die Auswahl ist sehr groß. An den Bezeichnungen „Premium“ oder "Qualität" können Sie nicht erkennen, ob es sich  um ein gutes, tiergerechtes Futter handelt.

Treten bei Ihrem Hund bereits stumpfes Fell, übelriechender Kotabsatz mit wechselnder Konsistenz, Mundgeruch und Lustlosigkeit auf, können der Verdauungstrakt und die inneren Organe bereits durch minderwertiges Futter geschädigt sein. 

Es ist übrigens Irrglaube, dass stinkendes Fleisch ist für Hunde verträglich ist. (Mehr dazu finden Sie im Artikel "Gammelfleisch ist tabu für Hunde).

2. petdoctors TIPP: Hundefutter sollte immer individuell angepasst werden:

Welches Futter Ihr Hund benötigt, richtet sich nach

  1. seiner Größe,
  2. der körperlichen Aktivität und
  3. seinem Alter.

Fragen Sie bei Ihrem nächsten Besuch in der Tierarztpraxis, ob Ihr Hund aufgrund seiners Alters oder von bestehenden Erkrankungen (z.B. Allergien,  Diabetes, Morbus Addison etc.)  besondere Bedürfnisse bei der Zusammensetzung des Futters hat. 

3.  Wie Sie überprüfen können, welche Inhaltsstoffe das Futter enthält:

Auf dem Etikett auf der Rückseite des Futters sind alle Inhaltsstoffe angeführt und entsprechend der enthaltenen Menge geordnet.  

Bei gutem Hundefutter liegt immer eine offene Deklaration vor, das heißt, jeder einzelne Bestandteil ist auf dem Etikett angeführt.

Minderwertiges Hundefutter hat nur eine geschlossene Deklaration. Die Bestandteile sind zu Gruppen zusammengefasst. Sie können den Anteil der einzelnen Inhaltsstoffe nicht nachvollziehen.

4. Welche Bestandteile sollten in gutem, gesundem Hundefutter enthalten sein sollten: 

  • Fleischanteil mindestens 50 Prozent
  • Obst
  • Gemüse
  • Fette mit ungesättigten Fettsäuren

Bei dem Fleischanteil muss auch auf die Hochwertigkeit des Proteins geachtet werden. Wird für die Produktion des Futters hochwertiges, gut verdauliches Muskelfleisch verwendet, kann der Fleischanteil auch etwas geringer sein.

5. Was die einzelnen Begriffe auf dem Etikett bedeuten: 

  • Rohprotein/mindestens 18 Prozent: Hier werden alle Verbindungen, die Stickstoff enthalten, zusammengefasst
  • Rohfett/mindestens 5 Prozent: Zu dem Rohfett zählen auch die fettlöslichen Vitamine. Mit einem höheren Fettanteil, wird automatisch auch der Energiegehalt des Futters höher.
  • Rohfaser/mindestens 1 Prozent: Unverdauliche Bestandteile, wie pflanzliche Fasern. Die Ballaststoffe regulieren die Darmtätigkeit und liefern Nahrung für die guten Bakterien im Dickdarm. Ist der Rohfasergehalt zu hoch, kann das Futter von Ihrem Hund nicht gut verdaut werden.
  • Rohasche/unter 10 Prozent: Alle anorganischen Bestandteile, wie Mineralstoffe und Spurenelemente

6. Was in gesundem Hundefutter NICHT enthalten sein sollte:

  1. Zucker: Dextrose, Inulin, Mannose
  2. Getreide: ein hoher Anteil an Getreide kann von Ihrem Hund nicht gut verwertet werden. Generell gilt, dass pflanzliches Eiweiß schlechter verdaut werden kann als tierisches Eiweiß.
  3. Tierische Nebenerzeugnisse: Schlachtabfälle und Pflanzenabfälle
  4. Farbstoffe
  5. Künstliche Aromen
  6. Geschmacksverstärker: Hefe

8. Qualitätsunterschiede auch bei Kauartikeln

Auch bei Kauartikeln sind große Unterschiede in der Qualität vorhanden. In China werden bei der Produktion von Kauartikel häufig Stoffe verwendet, die die Gesundheit Ihres Hundes gefährden können.

Werden die Kauartikel innerhalb der EU hergestellt, existieren für die Produktion sehr strenge Vorschrifte: ob Kaninchenohren, Rinderhaut, Knochen mit Fleischansatz oder Trockenfleisch. Werden diese in der EU hergestellt dürfen keine schädlichen Zusatzstoffe enthalten sein. 

Woran Sie gesunde Hundekekse erkennen und was  nicht in Hundekekse gehört, lesen Sie hier auf petdoctors.at.