Vor allem während der Zeit der Krötenwanderung im Frühjahr sollte man deren Pfade meiden.
(c) Foto Harald Matern auf Pixabay

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Achtung Nervengift: Kröten und Salamander sind giftig für unsere Vierbeiner.

Kröten/Salamander/Nervengift/Speicheln/Schwellungen/Krämpfe - News am 16. September 2020

  • Kröten sind für Hunde und Katzen giftig
  • Auch der Feuersalamander sondert ein giftiges Sekret ab.
  • Erdkröten stehen unter Naturschutz
  • Die 11 Zentimeter große, mit Warzen bedeckte Erdkröte zählt zu den am häufigsten vorkommenden Amphibien in Europa.
  • Die Kröten halten sich vor allem in der Nähe von Wasser auf.
  • Besondere Votsicht ist während der Krötenwanderung geboten
  • Tipps für Vorsorge und Erste Hilfe

1. Warum Kröten giftig sind:

Kröten sondern bei der Berührung ihrer Haut ein Nervengift ab, um Fressfeinde abzuwehren. Dieses wirkt ähnlich wie Digitalis des Fingerhuts. Durch Schnuppern oder Lecken nimmt Ihr Hund das Gift auf. Bereits ein kurzer Kontakt löst eine Vergiftung aus.

2. Welche Symptome bei einer Vergiftung auftreten:

Für die Vergiftung genügt ein kurzer Kontakt. Auch wenn Ihr Hund nur an der Kröte schnuppert, kommt er mit dem Nervengift in Kontakt. Die Folgen sind ernst:

  1. Die Schleimhäute schwellen an.
  2. Es bilden sich Bläschen und Pusteln.
  3. Die Schleimhaut brennt und juckt.
  4. Ihr Hund reibt immer wieder die Schnauze am Boden.
  5. Sobald die Pusteln geöffnet sind, tritt eine jauchige Flüssigkeit aus.
  6. Die Schleimhaut ist mit wunden Stellen bedeckt.
  7. Ihr Hund speichelt stark.
  8. Durch Schwellungen der Nase ist die Atmung erschwert.
  9. Die Augen sind gerötet und tränen.
  10. Die Bewegungen sind unkoordiniert.
  11. Die Extremitäten fühlen sich taub an.
  12. Ihr Hund ist ängstlich und ruhelos.
  13. Kreislaufbeschwerden,
  14. Herzrhythmusstörungen und
  15. Muskelkrämpfe treten auf. 

Hat Ihr Hund viel Schleim von der Kröte aufgenommen, bildet dieser bei Kontakt mit der Schleimhaut Schaum, der aus dem Mund austritt. Durch die Ansammlung von Schaum wird die Atmung erschwert. Ein pfeifendes Atemgeräusch ist hörbar.

3. Was  Sie tun können, wenn Ihr Hund mit einer Kröte Kontakt hatte:

  • Waschen Sie sofort die Schnauze Ihres Hundes mit reichlich Wasser.
  • Spülen Sie auch die gesamte Mundhöhle über mehrere Stunden immer wieder aus.
  • Okubaka D4 bis D6 hilft, die Vergiftungssymptome zu lindern.
  • Mit Lachesis D4 können die Schwellungen der Schleimhäute verringert werden.
  • Lassen Sie Ihren Hund immer sofort von einem Tierarzt behandeln. Ohne Behandlung kann die Vergiftung tödlich enden.
  • Vor allem, wenn Ihr Hund in eine Kröte gebissen oder diese verschluckt hat, tritt innerhalb kurzer Zeit der Tod durch einen anaphylaktischen Schock ein.

4. Wie Sie vorbeugen können:

  1. Vermeiden Sie während der Krätenwanderzeit  meist im späten Frühjahr die Wanderwege der Amphibien.
  2. Rufen Sie Ihren Hund zu sich, wenn eine Erdkröte auf den Spazierweg springt. Gleiches gilt übrigens auch, wenn Sie einen Salamnder entdecken.
  3. Was Sie wissen sollten: Das Nervengift ist auch für Menschen giftig.
  4. Wenn Sie Kröten in Ihrem Garten finden, tragen Sie zum Entfernen immer Handschuhe.

5. Auch Feuersalamander sind für Hunde sehr giftig:

Anders als bei den Kröten muss bei einer Vergiftung durch einen Feuersalamander kein direkter Kontakt erfolgen.

  • Bei Gefahr spritzt der Feuersalamander aus den Ohrendrüsen sein Gift bis zu einem Meter weit. 
  • Bei Hunden und Katzen verursacht das Nervengift eine Genickstarre durch Verkrampfung der Nackenmuskulatur und eine Maulsperre durch Krämpfe der Kaumuskulatur.
  • Kommen Menschen mit dem Gift in Kontakt, beginnt die Haut zu brennen. Übelkeit und Erbrechen tritt auf.
  • Vor allem Kinder sind durch das Gift gefährdet.

6. Empfehlung

Achten Sie bei Ihren Spaziergängen immer auf Begegnungen mit Kröten oder Feuersalamandern. Vermeiden Sie die Krötenpfade während der Krötenwanderung.