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Pudel und ihre Erbkrankheiten

  • Ohrentzündungen 
  • Sebadenitis 
  • Entropium 
  • Mikroophthalmie 
  • Fehlender Tränen- Nasenkanal 
  • Progressive Retinaatrophie 
  • Grauer Star 
  • Hüftgelenksdysplasie 
  • Legg-Calvé-Perthes Syndrom 
  • Patellaluxation 
  • Fallotsche Tetralogie

 

Pudel sind an und für sich nicht anfällig für Krankheiten. Trotzdem werden einige Erkrankungen genetisch weitergegeben.

Egal ob kleiner Toy-Pudel oder Großpudel, die freundlichen Hunde mit dem lockigen Fell gehören zu einer der beliebtesten Hunderassen in Österreich und Deutschland. Der Pudel kommt ursprünglich aus Frankreich.Man sieht sie in verschiedenen Größen und Fellfarben. Ihre Lebenserwartung liegt bei  15 – 17 Jahre

Ende des 19. Jahrhunderts begann die systematische Zucht der Pudel in bürgerlichen Häusern. 1896 erfolgte die Gründung des ersten Münchner Pudelclubs. Ab 1946 wurde Frankreich als Ursprungsland von der FCI anerkannt und mit der weiteren Entwicklung der Rassestandards betraut.
Zusätzlich zu dem Kleinpudel wurde auch ein Zwergpudel gezüchtet, der mit dem Toy-Pudel als gemeinsame Variante geführt wurde. Ab 1985 wurde auch der Toy-Pudel als eigene Rasse anerkannt.
 

Mögliche Erbkrankheiten:

Pudel sind an und für sich nicht anfällig für Krankheiten. Trotzdem werden einige Erkrankungen genetisch weitergegeben.

1. Ohrentzündungen

Die Zeruminaldrüsen im äußeren Gehörgang produzieren sehr viel Ohrschmalz. Der Talg verstopft gemeinsam mit Härchen den Gehörgang. Schädliche Bakterien und Pilze können sich vermehren und Entzündungen verursachen.

2. Sebadenitis

Körpereigene Abwehrzellen zerstören die Talgdrüsen der Haut. Die Haare fallen aus.

3. Entropium

Das Unterlid ist nach innen gerollt. Die nach innen wachsenden Wimpern reizen den Augapfel und die Lidbindehaut. Chronische Entzündungen der Lidbindehaut sind die Folge.

4. Mikroophthalmie

Der Augapfel ist zu klein ausgebildet.

5. Fehlender Tränen-, Nasenkanal

Ist der Tränenkanal verschlossen, kann die Tränenflüssigkeit nicht abfließen. Vom inneren Augenwinkel abwärts treten Tränenspuren, braune Fellverfärbungen, auf.

6. Progressive Retinaatrophie

Durch Ablösung der Netzhaut und Einlagerung von Pigmentzellen tritt ein Verlust des Sehvermögens ein.

7. Grauer Star 

Mit fortschreitendem Alter tritt häufig eine Linsentrübung auf. Das Auge erscheint weiß, das Sehvermögen ist stark eingeschränkt.

8. Hüftgelenksdysplasie

Die Erkrankung der Hüftgelenke kann vor allem bei Großpudeln beobachtet werden. Elterntiere, die einen positiven HD- Befund aufweisen, werden nicht zur Zucht zugelassen.

9. Legg-Calvé-Perthes Syndrom

Der Oberschenkelkopf mitsamt des Knorpels stirbt durch mangelnde Blutversorgung ab und wird nekrotisch. Die Hunde lahmen stark.

10. Patellaluxation

Die Patellaluxation betrifft vor allem kleine Pudel. Durch eine Bandschwäche im Kniegelenk rutscht die Kniescheibe aus ihrer Position. Ein hüpfender Gang mit den Hinterbeinen ist sichtbar.

11. Trachealkollaps

Durch ein zu schwach ausgebildetes Knorpelgerüst fällt die Luftröhre bei Anstrengung zusammen. Der Hund leidet unter Atembeschwerden. Trachealkollaps tritt vor allem bei Zwergpudeln und Toy-Pudeln auf.

12. Fallotsche Tetralogie

Bei der angeborenen Missbildung des Herzens sind die rechte und linke Herzkammer durch ein Loch im Septum miteinander verbunden. Die Lungenvene ist verengt. Der Muskel der rechten Kammerwand ist verdickt. Die Aorta verbleibt in ihrer Position über der rechten Herzkammer (überreitende Aorta)

13. Idiopathische Epilepsie

Bei Pudeln aller Größen treten Epilepsien ohne erkennbare Ursache auf.

DAHER bitte immer nur bei registrierten Züchtern kaufen!

Hat man sich für die Aufnahme eines Pudels entschieden, sollte man diesen nur bei registrierten Züchtern erwerben. Vor der Zuchtzulassung müssen die Elterntiere auf verschiedene Erbkrankheiten untersucht werden. So haben sie die Garantie, einen möglichst gesunden Hund zu erwerben.

Eine Ausnahme bildet die Adoption eines Pudels aus einem Tierschutzheim oder von der Tiernothilfe.
Kaufen sie keine Tiere aus dem Internet oder aus dem Kofferraum auf der Straße. Meistens sind diese Hunde krank und müssen oft schon in jungen Jahren eingeschläfert werden. Sie unterstützen damit eine skrupellose Geschäftemacherei.