Die Beine und Pfoten brennen und schmerzen es entstehen Gleichgewichtsprobleme
(c) Foto: Pezibaer auf Pixabay

Teilen, verschicken oder drucken Sie diesen Artikel

Axonopathie: besonders häufig betroffen sind Labradors, große und mittelgroße Rassen

Neuropathien/Nervensystem/Diabetes mellitus/Nierenschwäche - News am 7. Oktober 2020

  • Die Axonopathie ist eine Neuropathie
  • Alle Nerven außerhalb des Gehirns oder des Rückenmarks können betroffen sein
  • Die betroffenen Nerven sind durch eine Entzündung geschädigt
  • Große und mittelgroße Hunderassen sind von der Neuropathie betroffen
  • Besonders gefährdete Rassen sind Labrador (Golden Retriver, Flatcoated Retriverund Deutscher Schäferhund

Die Axonopathie gehört zu den Neuropathien. Betroffen ist ausschließlich das Nervensystem außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks. Von der Axonopathie können alle oder einzelne Nerven betroffen sein. Am Fortsatz der betroffnen Nervenzelle, dem Axon, wird keine weiße Substanz mehr gebildet. Die Enden der Nervenfasern entzünden sich.

1. Ursachen von Axonopathie:

  1. Die Neuropathie ist eine Erbkrankheit und in den meisten Fällen angeboren. 
  2. Eine Axonopathie kann aber auch bei Nierenschwäche oder
  3. Diabetes mellitus auftreten, da die Nervenenden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.

2. Symptome einer Axonopathie:

  • Die Beine und Pfoten brennen und schmerzen. (Wie Sie Schmerzen bei Ihrem Hund erkennen, lesen Sie hier.)
  • Vor allem im Ruhezustand verstärken sich die Symptome.
  • Da die Beine sich taub anfühlen, leidet Ihr Hund unter Gleichgewichtsstörungen.
  • Er muss sich auf die Laufbewegungen konzentrieren, um nicht umzufallen.
  • Mit der Zeit bilden sich einzelne Muskeln zurück,
  • Lähmungen treten auf.
  • Hautwunden heilen langsamer ab.
  • Die Haut neigt im Bereich der geschädigten Nerven verstärkt zu Entzündungen. 

3. Wie die Diagnose gestellt wird:

Bei einer neurologischen Untersuchung überprüft die TierärztIn die Hauttemperatur und die Empfindlichkeit bei Berührungen. Um eine Nierenschwäche und eine Zuckerkrankheit auszuschließen, wird eine Blutuntersuchung durchgeführt.

4. Wie Axonopathie behandelt werden kann:

Die Neuropathie kann nur symptomatisch behandelt werden. Eine Heilung ist nicht möglich. Durch die Verabreichung von Schmerzmitteln wird die Lebensqualität des Hundes verbessert. Individuell angepasste Physiotherapie verlangsamt die Rückbildung der Muskeln.Können die Schmerzen nicht mehr mit Medikamenten verringert werden, ist die Lebensqualität des Hundes massiv beeinträchtigt. In diesem Fall sollten Sie mit Ihrem Tierarzt über eine Euthanasie sprechen.

5. Wie Sie Ihrem Hund helfen können, wenn er an einer Neuropathie erkrankt ist?

  1. Durch eine gesunde Lebensweise kann das Fortschreiten der Symptome verlangsamt werden.
  2. Füttern Sie nur hochwertiges, tiergerechtes Hundefutter. (Warum Sie Ihrem Hund kein "Gammelfleisch füttern sollten lesen Sie hier, mehr über den Geschmacksinn Ihres Hundes finden Sie hier.)
  3. Sorgen Sie für Bewegung, die an den körperlichen Zustand Ihres Hundes angepasst ist
  4. Stellen Sie immer frisches Wasser zur Verfügung (Wie Sie erkennen, ob Ihr Hund genug trinkt lesen Sie hier.)
  5. Fördern Sie die geistigen und motorischen Leistungen Ihres Hundes

6. Zusammenfassung

Die Axonopathie ist eine Neuropathie, die vor allem bei Labrador Hunden und mittelgroßen Hunderassen auftritt. Auch drei Prozent der Menschen sind an einer Axonopathie erkrankt. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Der Verlauf kann allerdings durch ein tiergerechtes, gesundes Leben verlangsamt werden.