BARFen von Welpen: 80% Fleisch, 20% Gemüse ab der 8ten Woche [12|21]

#MehrWissenaufPetdoctors: Ernährung, Hund, Welpe, BARF, biologisch artgerecht, Energiebedarf, Kalzium, Phosphor
(c) Photo: buchsammy auf Pixabay
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Ernährung, Welpe, BARF, biologisch artgerecht, Energiebedarf, Kalzium, Phosphor - Update [12|12|21]

  • Welpen müssen anders als erwachsene Hunde ernährt werden
  • Welpen haben einen höheren Energiebedarf
  • Welpen benötigen mehr Kalzium und Phosphor, um gesunde Knochen, Gelenke und Zähne zu entwickeln
  • Eine biologisch artgerechte Rohfütterung von Welpen muss das berücksichtigen  

Welpen benötigen für ihr Wachstum mehr Energie und mehr Kalzium und Phosphor als erwachsene Hunde. Nur so können sie gesunde Knochen, Gelenke und Zähne entwickeln. Ihr Futter soll ausschließlich aus natürlichen Zutaten bestehen und keine Konservierungsmittel und künstlichen Aromastoffe enthalten. 

1. Entwicklungs- und Ernährungsphasen von Welpen:

  • In den ersten Wochen wird der Welpe über die Muttermilch ernährt. Das Kolostrum liefert Antikörper und unterstützt den Aufbau eines eigenen Immunsystems. Die energiereiche Muttermilch deckt alle Nährstoffbedürfnisse optimal ab.
  • Mit drei bis vier Wochen öffnen die kleinen Hunde die Augen und beginnen mit der Erkundung ihrer Umgebung.
  • Ab der vierten Lebenswoche kann mit der Zufütterung fester Nahrung begonnen werden. Anfangs ist das noch keine richtige BARF Mahlzeit, sondern ein Brei aus Gemüse und Haferflocken.
  • Ab der fünften Lebenswoche darf die erste Fleischmahlzeit gefüttert werden. Dafür eignen sich magere Fleischsorten, wie Rind oder Huhn.
  • #PetdoctorsTipp: Damit die kleinen Hunde keine Probleme beim Schlucken haben, sollten die Fleischbrocken klein gewolft werden. Um den Kalziumbedarf zu decken, können gemahlene Eierschalen unter das Futter gemischt werden.
  • Mit sieben Wochen sind die Milchzähne fast vollständig durchgebrochen. Die Welpen können an Hühner- oder Entenhälsen nagen, oder ihr Kaubedürfnis an großen Fleischknochen befriedigen. Kleinere Fleischbrocken können bereits gekaut werden.

2. Ab der 8ten Woche: 80% Fleischanteil und 20% Gemüse:

Der 80 %-ige Fleischanteil (4–8 % des Körpergewichts)

  • Jetzt kann das Futter auch Pansen, Euter, Leber, Niere, Herzmuskelfleisch und Schlund enthalten.
  • Mit Fischöl wird der Bedarf an ungesättigten Fettsäuren gedeckt.
  • #MehrWissen: Als Ersatz für Fischöl können auch andere kaltgepresste Öle verwendet werden. ACHTUNG: Leinöl ist für Welpen noch nicht geeignet.

Für den 20 % -igen Gemüseanteil eignen sich

Ein Teil des Gemüses, bis zu 5 %, kann durch Obst ersetzt werden. Am besten verträglich sind

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3. Anzahl der benötigten Mahlzeiten:

Pro Tag werden 4–5 BARF Mahlzeiten benötigt, Welpen größerer Rassen müssen öfter gefüttert werden, als Welpen kleiner Rassen. Bei Zwergrassen ist meistens eine zweimalige Fütterung pro Tag ausreichend.

Nicht jede BARF-Mahlzeit muss zu 100 % ausgewogen sein. Kleine Unterschiede können innerhalb weniger Tage ausgeglichen werden. 

4. WICHTIG IST:

Der Welpe muss ausgewogen, abwechslungsreich und ausreichend oft gefüttert werden, um den erhöhten Nährstoffbedarf zu decken. Dann steht einer artgerechten und natürlichen Fütterung im Welpenalter nichts im Weg.