Golden Retriever

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Er zählt derzeit zu den beliebtesten Hunderassen Europas

Er kann sowohl als Jagdhund, als auch als Familien- und Begleithund eingesetzt werden. Wichtig ist ein enger Kontakt zum Halter, ausreichende geistige Herausforderungen und viel Bewegung.

Steckbrief

Herkunft: Großbritannien
FCI Standard: Gruppe 8, Sektion 1
Größe: 56 – 61 cm
Gewicht: 25 – 40 kg
Körperbau: kräftig, robust, die Ohren fallen nach unten
Fell: lang mit dichter Unterwolle, wasserabweisend, schmutzabweisend
Farbe: goldfarben, creme, wellig oder glatt, haart das ganze Jahr
Charakter: freundlich, gelehrig, arbeitet gerne
Lebenserwartung: 10 – 14 Jahre

Geschichte

Der Golden Retriever stammt ursprünglich aus Schottland. Zuchtbücher aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts überliefern, dass der Hund zu diesem Zeitpunkt in Adelskreisen für die Entenjagd gezüchtet wurde. 1913 wurde die Hunderasse vom Kennel Club in England als eigene Rasse anerkannt. 1920 erfolgte die Gründung des Rasseclubs für Golden Retriever. Durch Werbung und Spielfilme setzte sich der Golden Retriever in allen europäischen Ländern durch. Auch heute erfreut sich der Apportierhund größter Beliebtheit.

Körperbau

Der mittelgroße Hund ist kräftig gebaut. Sein Haarkleid mit der dichten Unterwolle weist Schmutz und Wasser gut ab. Die Haare sind lang, glatt oder wellig. An der Rute und an den Beinen ist eine lange Befiederung vorhanden. Die Haare im Kopfbereich sind kurz. Dadurch ist der Gesichtsausdruck deutlich erkennbar. Die großen Augen sind nach vorne ausgerichtet. Die Fähigkeit zu räumlichem Sehen ist überdurchschnittlich groß. Die Ohren sind auf der Höhe der Augen angesetzt und hängen nach unten. Der Fang ist kräftig ausgebildet und gut für das Apportieren von Beutetieren geeignet. Die Beine sind muskulös und kräftig.  

Charakter

Die Hunderasse gilt als freundlich, lebhaft und verfügt in der Regel über ein ausgeglichenes Temperament. Der anpassungsfähige Hund schließt sich eng an seine Familie an. Er ist liebenswürdig, bemüht seinem Besitzer zu gefallen und immer bereit, sich unterzuordnen. Dadurch ist die Hunderasse auch für Anfänger gut geeignet. Da der Golden Retriever zu übermäßigem Fressen neigt, muss er mit Konsequenz erzogen werden, damit er nicht ständig bettelt. Gegenüber Kindern und anderen Tieren ist der Hund umgänglich und freundlich. Aggressivität und Schärfe fehlen vollständig.

Fell

Der Golden Retriever ist aufgrund seines Fells gut für die Entenjagd geeignet. Die dichte Unterwolle lässt das Wasser nicht bis zur Haut durchdringen und schützt vor Kälte. Im Sommer wird die Unterwolle bei hohen Temperaturen zur Belastung. Der Hund haart das ganze Jahr über. Besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst fallen die Haare büschelweise aus. Als Farbe sind helle bis dunkle Goldtöne und creme im Rassestandard anerkannt.

Haltung und Pflege

Der Golden Retriever kann auf dem Land und in der Stadt gehalten werden. Er benötigt allerdings ausführliche Spaziergänge und genügend Freilauf. Wird er nicht jagdlich geführt, sollte der Hund mit Apportier-Spielen und Agility gefordert werden. Der Apportiertrieb ist angeboren. Im Alter von vier bis fünf Monaten beginnen die Hunde nach der Hand oder anderen Gegenständen spielerisch zu fassen. Zu diesem Zeitpunkt sollte bereits mit einem Apportiertraining begonnen werden.

Golden Retriever schwimmen sehr gerne. Kein Wasser ist vor ihnen sicher. Auch ein ausgedehntes Schlammbad wird der Hund nicht auslassen. Daher sollte auf Ausgängen immer ein Handtuch mitgenommen werden. Ist das Fell stark verschmutzt, können die trockenen Verunreinigungen einfach ausgebürstet werden.

Für die Pflege des Fells ist tägliches Bürsten absolut notwendig. Die losen Haare müssen aus dem Fell entfernt werden, um Hautentzündungen zu vermeiden. Auch die Zähne und Ohren sollten regelmäßig gereinigt werden.

Damit der Golden Retriever kein Übergewicht entwickelt, benötigt er tiergerechtes, hochwertiges Futter. Der Hund kann gebarft oder mit Fertigfutter ernährt werden. Ideal ist ein hoher Anteil an Fleisch.

Der intelligente Hund benötigt auch geistige Herausforderungen. Leckerchen- Suchspiele oder Intelligenzspielzeug sind genau richtig für ihn.

Rassetypische Erkrankungen

Durch Übergewicht können Diabetes und Funktionsstörungen der Leber entstehen. Die übermäßige Belastung der Gelenke führt zu der Ausbildung von Arthrosen.

Hüftgelenksdysplasie und Ellbogendysplasie werden genetisch innerhalb der Rasse vererbt.

Im Alter tritt oft grauer Star durch Trübung der Linse auf. PRA (progressive Retinaatrophie) kann durch Ablösung der Netzhaut zum Verlust der Sehfähigkeit führen.

In den ersten drei Lebensjahren können epileptische Anfälle auftreten.

Häufig erkranken die Hunde im fortgeschrittenen Alter an Mastzelltumoren.

Zusammenfassung

Der als zutraulich beschriebene Golden Retriever ist ein guter Gefährte für die Niederwildjagd. Auch als Familienhund eignen sich die freundlichen und umgänglichen Retriever. Wichtig ist ein enger Kontakt zum Halter und darüber hinaus ausreichende geistige Herausforderungen und Bewegung. Der angeborene Apportiertrieb kann für sportliche Spiele gut genutzt werden.

 

Lesen Sie weiter über das Zusammeleben mit einem Retriever unter "Mensch & Hund" über Karin, Uli & Shiva