Gestörter Säure-Basen Haushalt macht auch Hunde krank [09|21]

Hund, Säure, Basen,, Übersäuerung, Stress, Gastritis, Gelenke, Wirbelsäule
(c) Photo: Alberto Garcia auf Pixabay

Teilen

Säure, Basen, Übersäuerung, Stress, Gastritis, Gelenke, Wirbelsäule - News [18|09|21]

  • Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist auch für Hunde sehr wichtig.
  • Verschiebt sich das Verhältnis von Säuren zu Basen, sind gesundheitliche Probleme die Folge.
  • Anzeichen: Erbrechen, Durchfall, Aufstoßen, Gras fressen, zwanghaftes Lecken etc.
  • Therapie zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts

Wie für uns Menschen ist auch für unsere Hunde ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt wichtig. Übersäureung verursacht eine Reihe von Folgeerkrankungen wie Gelenk- und Wirbelsäulenprobleme aber auch ständigen Juckreiz, Durchfall, Erbrechen und vieles mehr.

Eine Übersäuerung kann die Folge von Erkrankungen der inneren Organe aber auch falscher Ernährung oder Stress bzw. ein Kombination davon sein.

1. Ursachen einer Übersäuerung:

  • Erkrankung von Leber, Niere, Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse
  • Medikamente
  • Gastritis
  • Fressen von Schnee
  • Zu hoher Eiweißgehalt im Futter
  • Futterunverträglichkeiten
  • Stress

2. Symptome einer Übersäuerung:

3. Maßnahmen zum Ausgleich des Säure-Basen Haushalts:

  1. Aufbau der Darmschleimhaut durch eine Darmkur
  2. Präbiotika
  3. Mehrere Mahlzeiten pro Tag, um den Magen nicht zu überlasten
  4. Umstellung auf gesundes, tiergerechtes Futter
  5. Reduktion von Stress
  6. Ruhe während des Fressens
  7. Infusionen
  8. Ulmenrinde

4. Richtige Ernährung bei Übersäuerung:

Welche Lebensmittel helfen den Säure basenhaushalt wieder auszugleichen: 

  • Fettarmes Muskelfleisch
  • Blattsalat als Säurepuffer
  • Geeignetes Gemüse: Karotten, Gurken, Spinat, Zucchini, Kartoffeln, Kürbis
  • Geeignetes Obst: Banane, Apfel, Erdbeeren, Himbeeren, Birnen, Pflaumen
  • Futtermittel mit einem hohen Gehalt an Bitterstoffen

ACHTUNG: keine blähenden Gemüsesorten wie Kohl.

5. Mehrwissen zum Säure-Basenhaushalt:

5.1 Wie Säuren im Körper entstehen:

Bei der Verdauung wird Eiweiß in seine Bestandteile zerlegt. Dabei entstehen Säuren. Bei einem zu hohen Eiweißgehalt des Futters werden große Mengen an Säuren gebildet. Ist die Darmwandmuskulatur kräftig, kann der Hund die Säuren mit dem Kot ausscheiden.

5.2 Warum es zu einem Ungelichgewicht kommen kann:

Bei einer gestörten Schutzschicht der Darmschleimhaut gelangen die Säuren in die Blutgefäße und verteilen sich im ganzen Körper. Können die Säuren in der Lunge, der Haut und den Nieren nicht mehr abgepuffert werden, versagen die Regulationsmechanismen. Der Hund wird krank.

5.3 Was Säuren im Körper verursachen:

Die Säuren, die nicht mit dem Harn ausgeschieden werden, gelangen in das Gewebe. Durch die Schädigung der Niere steigt die Gefahr einer Azidose, Übersäuerung, noch weiter an. Körpereigene Proteine werden abgebaut, es entstehen noch größere Mengen an Säuren. Damit der Blut pH-Wert konstant unter 7,36 bleibt, werden verschiedene Mineralstoffe aus den Knochen gelöst. Die Knochen werden brüchig.

Darum ist es wichtig rechtzeitig einer Übersäuerung durch artgerechte, hochwertige Ernährung ausreichend Bewegung und einem stressfreien Laben vorzubeugen.