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Katzen sind besonders wetterfühlig

Durch Hoch und Tief und Blitz und Donner

Tiere spüren einen Wechsel des Wetters oft schon einige Zeit vorher. Als besonders wetterfühlig gelten Katzen, Hunde und Pferde. Es bestehen allerdings große individuelle Unterschiede.

 

Katzen und Hunde können Schwankungen des Luftdrucks besser wahrnehmen als Menschen. Die Haare, vor allem bei der Katze, reagieren wie Sensoren auf Veränderungen in der Atmosphäre. So kann rechtzeitig vor Regengüssen Schutz gesucht werden.

Wie sich Wetterfühligkeit zeigt

Starke Temperaturschwankungen verursachen Schwankungen des Blutdrucks. Ihr Haustier wird unruhig, verkriecht sich. Bei hohen Temperaturen werden kühle Liegeplätze aufgesucht.

Katzen und Hunde haben einen besseren Gehörsinn als Menschen. Sie können Gewitterdonner schon wahrnehmen, bevor ein Mensch das Herannahen des Gewitters bemerkt. Die Tiere verkriechen sich ängstlich, ohne einen für den Besitzer wahrnehmbaren Grund.

Ist der Morgen kalt, zu Mittag herrschen aber wieder warme Temperaturen, ist das Immunsystem ihres Tieres überfordert. Die Anfälligkeit für Erkältungen durch Schnupfenviren und andere Erkrankungen steigt.

Bei feucht kaltem Wetter spüren auch alte Tiere verstärkt Schmerzen, die von Abnützungserscheinungen der Gelenke (Arthrosen) verursacht werden.

Bei Hochdruckwetter und niedriger Luftfeuchtigkeit lädt sich das Fell ihrer Katze bei der Berührung von Gegenständen elektrostatisch auf. Durch Belecken des Fells verringert ihre Katze die Leitfähigkeit des Fells, die unangenehme elektrische Ladung kann abfließen. Deshalb putzen sich Katzen oft ausführlich einige Stunden vor einem Gewitter. Ist die Luftfeuchtigkeit bei Niedrigdruckwetter hoch, findet keine Aufladung des Fells statt.

Wetterfühligkeit kann körperliche Auswirkungen haben.

Vermehrte Schmerzen und Anspannung können Stress verursachen, der negative Auswirkungen auf ihren Hund und ihre Katze haben kann. Nimmt ihr Tier auf Grund von Schmerzen entlastende Körperhaltungen ein, kann sich das auf die gesamten Bewegungsabläufe auswirken, Gelenksprobleme können verschlimmert werden.

Was Sie für Ihre Katze tun können:

Sorgen sie für Ablenkung und ausreichend Verstecke, in denen ihr Tier Zuflucht suchen kann. Dunkeln sie bei Gewitter eventuell das Zimmer ab. Schalten sie das Radio oder den Fernseher ein, um Gewittergeräusche zu überdecken.

Welche Heilpflanzen bei Wetterfühligkeit helfen:

Lavendel: beruhigt die Nerven, entspannt und baut Stress ab.

Weißdorn: verbessert die Durchblutung der Herzkranzgefäße und verhindert Beklemmungsgefühle.

Schlüsselblumenblüten: lindern Gelenkschwellungen und Herzbeschwerden bei Wetterwechsel. Sie lösen Schleim in den Atemwegen und helfen, diesen auszuhusten. Durch dieharntreibende Wirkung entlasten sie den Kreislauf.

Johanniskraut: verringert nervöse Unruhe und hilft bei Erschöpfung. Die Stimmungslage wird verbessert.

Schafgarbe: aktiviert durch Bitterstoffe den Stoffwechsel und stärkt Herz und Nerven.

Melisse: wirkt beruhigend und verbessert die Hirnaktivität.

Lassen sie sich von einer Tierärztin, einem Tierarzt beraten, bevor sie eine Teemischung aus diesen Pflanzen anwenden.

Pflanzen können immer auch Nebenwirkungen verursachen und für die Gesundheit ihres Tieres nicht förderlich sein.

Homöopathie bei Wetterfühligkeit

Aconitum D12: bei plötzlich einsetzender, trockener Kälte und Sturm.

Rhus toxicodendron C30: bei Gelenkschmerzen, die durch feuchtes, kaltes Wetter verursacht werden.

Phosphor C30: bei hochsensiblen Tieren, die auf jeden Wetterwechsel mit Angst reagieren.

Cocculus D12: bei Kreislaufschwäche und Herzbeschwerden.

Silicea C30: bei hochsensiblen Tieren, die vor allem auf Mondphasen, wie Vollmond oder Neumond, mit starker Unruhe reagieren.

In der Apotheke sind auch Mischpräparate gegen Wetterfühligkeit erhältlich. Achten sie darauf, diese zu verdünnen, da sie meistens Alkohol enthalten.

Zeigt ihr Vierbeiner starke psychische Reaktionen auf einen Wetterwechsel, sollte zusätzlich eine Verhaltenstherapie durchgeführt werden.