Kater Moritz hat Angst

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Der Konflikt der negativen Konditionierung

Von Petra Ott

 

Christa und ihr Mann leben in einer wunderschönen Wohnung in Schwechat. Glücklich in Pension und zusammen mit ihren zwei British-Kurzhaar,  Katze Maxi und Kater Moritz.  Moritz ist vier und Maxi fünf Jahre alt. Irgendwann verändert sich Moritzs Verhalten. Nicht plötzlich von heute auf morgen, sondern schleichend, so dass es erst aufgefallen ist, als bereits Feuer am Dach war.

Moritz ist schreckhaft. Er fürchtet sich. Obwohl ihm zu Hause und von seinen Katzeneltern sicher nie etwas widerfahren ist, erschrickt er immer wieder und flüchtet über die Stiege in den 1. Stock. Versteckt sich hinter dem Vorhang und ist erst durch viel gutes Zureden und ebenso viele Leckerlis dazu zu bewegen, wieder hervorzukommen. 

Auch die Katzeneltern sind schon nervös

Besonders schlimm ist es, wenn die Türglocke läutet oder das Handy klingelt. Dann ist Moritz weg wie der Blitz. „Wir sind selber schon ganz nervös deswegen“ berichten Christa und ihr Mann, als Katzencoach Petra Ott wie vereinbart in die Wohnung kommt. „Wir haben schon alle unsere Freunde gebeten nicht mehr zu läuten, aber wenn die Glocke oder das Handy anschlagen, zucken wir beide zusammen, weil wir ja wissen wie sich Moritz fürchtet und wir mit ihm mitleiden.“ 

Warum Moritz diese Ängste entwickelt hat, lässt sich nicht nachvollziehen, aber wie sich die Angst durch negative Konditionierung immer weiter verstärkt, das sieht Katzencoach Ott auf den ersten Blick. Glocke läutet, Moritz erschrickt, läuft davon. Katzenmama oder Katzenpapa hinterher. Mit tröstenden Worten und Leckerlis.

Dauernd im Alarmzustand

Was schließt Moritz daraus? Ganz einfach. Schrecken und Angst sind super, weil ich da Aufmerksamkeit und Leckerlis kriege. Aber Schrecken und Angst sind natürlich die Zustände, die Katze und Kater gar nicht wollen. Bei sich nicht und auch nicht bei Katzenmama und Katzenpapa, wenn die schon beim Läuten des Handys zusammenzucken. Dauernd Alarmzustand bei Moritz hält ihn davon ab, zu entspannen Und aus diesem Konflikt der negativen Konditionierung findet Moritz natürlich nicht mehr hinaus.

Also stellen wir als Sofortmaßnahme jetzt einmal die Glocke ab und geben dem Handy einen anderen Klingelton, ist Otts erste Empfehlung. Der Maßnahmenplan sieht auch eine Futterumstellung vor, da Zucker und Getreide im Futter von Moritz noch dazu aufputschen.

Menschentraining und Katzenprogramm

Und für einen dauerhaften Frieden der schreckhaften Katzenseele erarbeiten Katzencoach und Katzeneltern ein Beschäftigungs- und Spielprogramm, das Moritz ablenkt, zum richtigen Zeitpunkt beruhigt und ihn neu konditioniert. Ott: „In solchen Fällen geht es oft mehr um das Menschentraining als um das Katzenprogramm. Aber wenn alle gut mitarbeiten, ist der Erfolg sehr wahrscheinlich.“

Otts wichtigster Rat: „Achten Sie auf die Körpersprache der Katze. Sie verrät alles und das sehr früh.“

 

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www.petraott.com  - Katzencoach Petra Ott übersetzt, was die Katze Ihnen sagen will.

 
 
 
 
 
 

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