Krebs rechtzeitig erkennen: 11 Warnsignale bei Hund & Katze [11|21]

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(c) Photo: StockSnap auf Pixabay

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FAQ, Krebs, appetitlos, müde, steif, Schwellung, Blutungen, Verhaltensveränderung - News [11|11|21]

  • Krebs kann nicht immer von außen erkannt werden
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, Krebs frühzeitig zu erkennen. [petdoctors.at MehrWissen: Vorsorgeuntersuchung]
  • Bei ersten Warnzeichen sollte immer sofort eine Tierärzt*in aufgesucht werden

Krebs ist eine heimtückisch verlaufende Erkrankung, die nicht immer von außen leicht erkannt werden kann. Umso wichtiger ist es, Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen und das Verhalten des Vierbeiners zu beobachten.

11. Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten

1. Umfangsvermehrungen, die immer größer werden:

Durch die Entartung der Zellen, beginnen diese sich schnell zu teilen. Es entsteht ein Knoten, der von außen sichtbar sein kann. Während die Schwellungen nach Verletzungen nach einiger Zeit wieder verschwinden, wachsen Tumorknoten ständig weiter. Mit einer Biopsie kann eine genaue Diagnose gestellt werden.

2. Wunden, die nicht heilen:

Hautkrebs wie zum Beispiel ein Plattenepithelkarzinom kann wie eine schlecht heilende Verletzung aussehen. [MehrWissen: Plattenepithelkarzinom bei der Katze] Bei Katzen sind Risse an den Ohren, der Nase oder in der Umgebung der Augen sichtbar. Mit einer Biopsie wird festgestellt, ob es sich um Verletzungen durch Revierkämpfe oder ein beginnendes Plattenepithelkarzinom handelt. Bei weißen Hunden sind diese „Wunden“ vor allem im Bauchbereich sichtbar.

3. Abmagerung, trotz gutem Appetit:

Die Vierbeiner fressen oft sogar größere Portionen als früher und verlieren trotzdem ständig an Gewicht. Hier könnte ein Krebs der inneren Organe, vor allem der Leber, vorliegen.

4. Inappetenz: kein Appetit mehr

Durch Schmerzen oder Veränderungen im Verdauungstrakt fressen die Tiere kaum mehr. [MehrWissen: 10 Gründe für Futterverweigerung bei Katzen] [MehrWissen: was tun, wenn Seniorkatzen nicht mehr fressen wollen]

5. Blutungen aus Körperöffnungen:

Bei einigen Tumorarten tritt spontan immer wieder Nasenbluten auf. Erbrechen oder blutiger Durchfall, der nicht auf die Behandlung anspricht, können ebenfalls Anzeichen für einen Tumor sein. [MehrWissen: Durchfall & Sommerhitze eine gefährliche Kombination]

6. Ihr Tier riecht anders:

Ein Tumor besteht zum Teil auch aus absterbendem nekrotischem Gewebe, das von Bakterien besiedelt wird. Es bildet sich ein unangenehmer Körpergeruch.

7. Das Tier kann nicht mehr fressen:

Wenn die Speiseröhre durch Tumore zusammengedrückt wird, ist normales Essen und Trinken nicht mehr möglich.

8. Ihr Tier ist nicht mehr leistungsfähig:

Die Atmung ist vor allem bei schnellem Laufen erschwert. Die Vierbeiner werden schnell müde und wollen nicht mehr spielen.

9. Die Bewegungen wirken steif:

Durch große Tumoren kann die Beweglichkeit mechanisch eingeschränkt werden. Die Hunde und Katzen hinken aufgrund der Schmerzen.

10. Harn und Kot können nicht mehr normal abgesetzt werden:

Befindet sich ein Tumor in den Harnwegen oder im Enddarm, ist ein normaler Absatz von Kot und Urin nicht möglich.

11. Das Verhalten verändert sich:

Aufgrund der ständigen Schmerzen reagieren die Vierbeiner ungeduldig und teilweise aggressiv. [MehrWissen: die 10 häufigsten Schmerzsignale bei Hunden] Sie ziehen sich zurück und vermeiden Interaktionen, da die Schmerzen durch Berührungen verstärkt werden.
 
Wenn Sie eines dieser Warnsignale beobachten, sollten Sie Ihr Tier immer von einer Tierärztin, einem Tierarzt untersuchen lassen.