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Wie Hund und Katz muss nicht sein

Der Stubentiger und die neuen Hausgenossen

 

Von Petra Ott


 
Katzen brauchen Kontakt, eine Bezugsperson und /oder ein Bezugstier nach der oder dem sie sich richten können, in guten und auch in schlechten Zeiten. Das Problem, wenn ein neues Familienmitglied dazu kommt: Wer teilt schon gern. Also müssen wir unseren Stubentigern die neue Situation schmackhaft machen.


Katze und Katze


Oft sagen meine Kunden zu mir: „Ich wollt doch nur einen Spielgefährten mit nach Hause bringen!“ oder „Sie ist so einsam, die Partnerkatze ist verstorben“. Oder „Sie ist schon so alt, wenn ihr etwas passiert… da habe ich jetzt eine junge Katze dazu geholt!“ und vieles mehr…


Das mag schon alles sein und ich bin auch für „zweisam ist besser als einsam!“. Dennoch müssen wir beachten, wie wir den neuen WG-Bewohner behutsam eingewöhnen. Denn es kann gut gehen, dass wir alle Beteiligten sofort zusammen lassen, doch in den Fällen wo ich zum Einsatz gerufen werde, sieht es leider anderes aus. Da bekriegen sich die Stubentiger untereinander. Das geht vom Katzenmobbing bis hin zu starken Bisswunden.


Katze und Hund


Nicht immer ist es gesagt, dass sich Katze und Hund verstehen, denn sie haben komplett unterschiedliche Körpersprachen und auch von ihrer Verhaltensbiologie her sind sie anders. Sprich, wenn eine Katze oder ein Hund nicht von Welpenalter miteinander aufgewachsen sind, können der eine nicht  „katzisch“ und die andere nicht „hundisch“. Es ist aber immer wieder festzustellen, dass gewisse Charaktereigenschaften von Katzen besser zu Hunden passen als zu Katzen. Also kann hier sehr wohl eine tiefe Freundschaft entstehen.


Katze und Baby


Eine harte Nervenprobe für alle. Nicht nur, dass viele neue Gerüche mit einziehen, geht die ungeteilte Aufmerksamkeit, die Stubentiger-Prinzessin oder Stubentiger-Prinz vorher hatten, nun auf das Baby über. Und dann noch diese befremdliche Lautstärke, die miteingezogen ist. Eine Katze hat nicht wirklich viel vom Baby am Anfang. Aber wenn man richtig vorbereitet und vorsichtig vergesellschaftet, kann das eine innige Mensch & Tier Beziehung werden.


Katze und neuer Partner


Hier gilt genauso, die Ressource Mensch muss geteilt werden. Und häufig wird die Katze auch noch bedrängt von dem Neuankömmling, weil dieser oder diese zeigen möchte, wie katzenaffin sie sind. Auch hier gilt, weniger ist mehr.
Vergesellschaftung


In allen diesen Fällen, tun Sie Gutes und vergesellschaften Sie langsam. Ihre Katze gibt das Tempo vor. Arbeiten sie mit Geruchsaustausch. Beobachten sie die Reaktionen auf die Gerüche. Studieren sie die Körpersprache ihrer Katze. Greifen sie ein, wenn es notwendig wird und beachten sie eines: „Ihre Katze war zuerst da!“ Dementsprechend behandeln Sie sie, sonst Haben wir möglicherweise Verhaltensauffälligkeiten.


 
Körpersprache der Katze


Als Katzenfreund und Katzenfamilie sollte man die Körpersprache der Katze beherrschen.Hier kann man schon all den Druck voraussehen und so schneller eingreifen. Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, was uns die eigene Katze gerade mitteilt. Auch umgekehrt, sprechen Sie mit ihrer Katze „Katz“. Zwinkern sie ihre Katze mit beiden Augen zweimal langsam zu und teilen sie ihr so mit, „alles ok!“ Oder wenn ihre Katze sie mit einem Auge anzwinkert, dann lächelt sie Sie gerade an. Lächeln sie zurück, aber zeigen sie dabei nicht ihre Zähne, sondern kneifen sie ein Auge zu. Und so gibt es viele Kommunikationsmöglichkeiten, die genutzt werden sollten, in Zeiten wie diesen, wo wir unsere Katzen als Familienmitglieder sehen.
 
 
 

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www.petraott.com - Katzencoach Petra Ott übersetzt, was die Katze Ihnen sagen will.