Leopard auf ruht auf Baum

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12 Ursachen warum die Katze erbricht

Krankheit/Vergiftung/Fremdkörper/Stress - update: 25/03/20

  • Erbrechen tritt bei den meisten Katzen immer wieder auf.
  • Aber warum erbrechen Katzen immer wieder?
  • Handelt es sich um ein besorgniserregendes Krankheitssymptom oder eine normale, natürliche Körperfunktion?

 

Erbrechen erfüllt für die Katze eine wichtige Schutzfunktion. Der Stubentiger besitzt im Gehirn ein besonders empfindlichen Brechzentrum. Schadstoffe oder Krankheitserreger können durch diesen Schutzmechanismus schnell aus dem Körper ausgeschieden werden. Erbrechen tritt aber auch als Begleitsymptom von Erkrankungen auf. Vor allem wenn das Erbrochene dunkel gefärbt ist oder einen kotartigen Geruch verbreitet, sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden.

1. Warum die Katze erbricht

Erbrechen kann durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst werden.

  1. Gastritis: die Magenschleimhaut der Katze ist entzündet. Durch den zu hohen Gehalt an Magensäure und zu wenige schützende Schleimstoffe wird die Reizung noch verstärkt.
  2. Haarballen: beim Putzen des Fells verschluckt die Katze ständig Haare. Diese ballen sich im Magen zu Bezoaren zusammen. Rutscht ein Haarball in den Darm, droht ein lebensbedrohlicher Darmverschluss.
  3. Magengeschwür: bei lang andauernder Gastritis oder Verabreichung von Medikamenten, kann die Magenschleimhaut geschädigt werden. Ohne Behandlung entsteht ein tödlicher Magendurchbruch.
  4. Funktionsstörungen der Niere: Ist die Nierenfunktion eingeschränkt, sammeln sich Harnstoff und andere Stoffwechselabbauprodukte im Blutkreislauf an. Eine Gastritis entsteht.
  5. Funktionsstörungen der Leber: Ist die Leber nicht mehr in der Lage, schädliche Stoffe abzubauen, wird auch der Magen in Mitleidenschaft gezogen.
  6. Endoparasiten: Würmer wandern vom Darm in den Magen.
  7. Vergiftungen: reizende Stoffe (Reinigungsmittel, Insektizide, Pflanzen, Frostschutzmittel) lösen erbrechen aus.
  8. Hyperthyreose: bei einer Überfunktion der Schilddrüse erbricht die Katze regelmäßig,
  9. Traumata: bei Stürzen oder Autounfällen können der Magen und andere innere Organe gequetscht werden.
  10. Fremdkörper
  11. Stress
  12. Pankreatitis: Entzündung der Bauchspeicheldrüse

2. Wie eine Katze erbricht

Der Kopf wird abgesenkt, die Katze gibt hustende Geräusche von sich. Die Bauchmuskulatur beginnt sich ruckartig zusammenzuziehen. Der Mageninhalt wird herausgewürgt.

3. Wie sieht das Erbrochene aus?

  • Weißer Schaum: Magensaft
  • Gelblicher Schaum: der Magensaft ist mit Galle aus dem Dünndarm vermischt
  • Zusammengeballte Haare
  • Rot: der Magensaft ist mit Blut vermischt.
  • Bröckchen: unverdaute Futterbestandteile

4. Wie eine Diagnose gestellt wird

Um dem Tierarzt die Diagnose zu erleichtern, sollten Sie

  1. Erbrochenes fotografieren oder in die Ordination mitnehmen.
  2. Schreiben Sie auf, wie häufig und wann die Katze erbricht.
  3. Haben Sie zusätzlich noch andere Symptome, wie Fieber oder Veränderungen des Verhaltens bemerkt?

Der Tierarzt wird die Katze untersuchen und im Bedarfsfall eine Blutuntersuchung, Röntgen oder Ultraschall durchführen. Eventuell ist auch eine Endoskopie (Spiegelung des Magens) erforderlich.

5. Wie die Therapie erfolgt 

In erster Linie muss die Grunderkrankung, die das Erbrechen auslöst, behandelt werden. Zusätzlich erhält Ihre Katze Infusionen mit Elektrolytlösungen, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Durch Fütterung von Schonkost wird der Magen entlastet. Als Schonkost eignet sich fertiges Diätfutter oder gekochtes Hühnerfleisch mit Reis und Karotten. Eventuell vorhandene Haare werden durch Malzpasten umhüllt und mit dem Kot ausgeschieden. Antiemetika sollten nur nach einer Untersuchung durch einen Tierarzt verabreicht werden.

6. Wie Sie Erbrechen vorbeugen können 

Bürsten Sie Ihre Katze regelmäßig, um abgestorbene Haare zu entfernen. Füttern Sie zweimal bis dreimal pro Woche eine Malzpaste. Stellen Sie Ihrer Katze immer frisches Katzengras zur Verfügung. Verwenden Sie nur tiergerechtes, hochwertiges Futter, um einer Übersäuerung des Magens vorzubeugen. Vermeiden Sie Stress. Stellen Sie giftige Pflanzen nur außerhalb der Reichweite Ihrer Katze auf.

7. Wann Ihre Katze zum Tierarzt muss

Tritt das Erbrechen nur manchmal auf, handelt es sich um einen physiologischen Vorgang, mit dem die Katze den Magen reinigt. Bei regelmäßigem oder mehrmals täglichem Erbrechen sollte Ihre Katze unbedingt von einem Tierarzt untersucht werden, um die Ursache abzuklären.

8. Zusammenfassung

Erbrechen ist keine eigenständige Erkrankung. Das Symptom tritt als Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen auf. Durch physiologisches Erbrechen reinigt die Katze den Magen von Haaren und anderen schädlichen Stoffen.

 

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