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Vitamine: welche und wie viel für Ihre Katze richtig sind

Vitamin/C/B/D/A/E/K - Update am 1. November 2020

  • Wie beim Menschen beinflussen natürliche, in Lebensmitteln enthaltene Vitamine den Körper positiver, als chemisch hergestellte Ersatzsubstanzen. 
  • Vitamine sind organische Substanzen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, die wichtige Körperfunktionen beeinflussen.
  • Es werden fettlösliche (A,D,E) und wasserlösliche (C,B) Vitamine unterschieden.

1. Welche Vitamine für die Katze wichtig sind:

Vitamin C ist wichtig für Stoffwechsel und Immunsystem. Es kann von der Katze in der Leber selbst gebildet werden. Eine Zufütterung von Vitamin C ist bei gesunden Katzen daher nicht nötig.

Vitamin B-Gruppe ist verantwortlich für den Stoffwechsel und die Funktion der Haut

Vitamin D beeinflusst den Aufbau von Knochen und Zähnen. Der Bedarf wird über Beutetiere oder Katzenfutter gedeckt

Vitamin A-Vorstufen (Provitamine) können von Katzen nicht verwertet werden. Der Bedarf wird über die Leber von Beutetieren gedeckt. Vitamin A ist wichtig für die Augen und den Muskelaufbau.

Vitamin E ist ein Antioxidans und dient dem Zellschutz.

Vitamin K ist verantwortlich für die Blutgerinnung.

2. Warum eine zu große Menge an Vitaminen schädlich ist:

Wie überall, gilt auch bei Vitaminen "auf die Dosis kommt es an“. Wird eine zu große Menge an Vitaminen zusätzlich gefüttert, hat dies negative Auswirkungen auf die Körperfunktionen der Katze:

  1. Vitamin C: das überflüssige Vitamin C wird in Form von Oxalat über den Harn ausgeschieden. Nieren- und Blasensteine können entstehen.
  2. Vitamin A: rohe Rinderleber ist eine Vitamin A Bombe. Da Vitamin A zu den fettlöslichen Vitaminen gehört, kann es nicht über den Harn ausgeschieden werden, sondern wird in Leber und Niere gespeichert. Eine Überversorgung führt zu inneren Blutungen und Missbildungen der Knochen
  3. Vitamin D: eine Überdosierung verursacht einen höheren Kalziumgehalt im Serum. Kalzium wird an den Gefäßwänden und im Gewebe eingelagert.
  4. Vitamin B: roher Fisch enthält ein Enzym, das Vitamin B abbaut. Wird eine Katze oft mit rohem Fisch gefüttert, können Mangelerscheinungen (Gewichtsabnahme, schuppiges Fell) auftreten.
  5. Vitamin E: führt bei längerer Überdosierung zu einer Degeneration der Leber.

3.Zusätzliche Vitaminpasten oder Pulver nur in Ausnahmefällen:

In handelsüblichem Katzenfutter sind alle Vitamine in ausreichender Menge enthalten. Eine zusätzliche Fütterung von Vitaminen kann sich schädlich auswirken. Wird die Katze gebarft, sind einige Zusatzstoffe nötig.

Besprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt den Vitaminbedarf ihrer Katze, der von Alter, Ernährung und Gesundheitszustand abhängig ist.

Bedenken Sie, dass ebenso wie beim Menschen, natürliche, in Lebensmitteln enthaltene Vitamine den Körper positiver beeinflussen, als chemisch hergestellte Ersatzsubstanzen.

 

Was Sie zur Vorsorge für Ihren Stubentiger tun können: