Das 1. Grün ist für Meerschweinchen mit Vorsicht zu genießen

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Vorsicht beim 1. frischen Grün

Ernährungsumstellung/Gras/Verdauungsstörungen - news: 12/04/20

  • Meerschweinchen lieben Löwenzahn & frisches Gras
  • Nach der "Winterpause" muss die Nahrungsumstellung mit Vorsicht erfolgen
  • Im Frühling hat das junge Gras einen hohen Proteingehalt und einen geringen Rohfasergehalt.
  • Zu schnell, zu viel davon führt zu lebensbedrohlichen Verdauungsstörungen

 

Wenn das erste frische, saftige Grün im Frühling sprießt und man den Eindruck hat, dass die Natur gerade wieder mit neuem Leben explodiert, ist man leicht dazu verleitet, seinen Meerschweinchen möglichst viel von dem frischen Grün mit nach Hause zu bringen. Doch Achtung – denn zu viel des Guten kann dramatische Verdauungstörungen zur Folge haben!

1. Ernährungsumstellung auf frisches Grün

Meerschweinchen reagieren sehr empfindlich auf eine Umstellung in ihrer Ernährung. Da sie Löwenzahn und andere Wildkräuter sowie frisches Gras sehr gerne fressen, wird das erste frische Grün mit Heißhunger verzehrt und gleich wieder nach Mehr gebettelt. Doch gerade jetzt muss man sehr vorsichtig sind und darf zunächst nur kleine Mengen verfüttern: 

  • Im Frühling hat das junge Gras einen hohen Proteingehalt und einen geringen Rohfasergehalt.
  • Zu schnell zu viel davon führt zu schweren Verdauungsstörungen,
  • die sogar tödliche Folgen haben können.


Wenn man mit einigen kleinen Blättchen und Hälmchen beginnt und die Menge langsam steigert, kann man die Meerschweinchenverdauung schonend an das frische Grünfutter gewöhnen. Dabei muss man immer darauf achten, dass die Tiere keine Anzeichen von Durchfall oder Blähungen zeigen.

2. Erst ins Freigehege, wenn Umstellung abgeschlossen ist

Sehr wichtig ist auch, dass man Meerschweinchen aus Innenhaltung keinesfalls in ein Freigehege in die Wiese setzen darf, ohne sie vorher über einen Zeitraum von mehreren Wochen an dieses Futter gewöhnt zu haben.

3. Anleitung zur Futterumstellung

Grundsätzlich reagieren Meerschweinchen empfindlich auf jede Futterumstellung. Wenn sie längere Zeit eher einseitig ernährt wurden, darf man ihnen nicht plötzlich eine größere Menge eines anderen Saftfutters anbieten. Daher ist es wichtig, dass auch neue Gemüsesorten immer langsam und anfangs nur in kleinen Mengen angeboten werden.

 

Zur Autorin Dr. Marion Reich

Dr. Reich ist Initiatorin der Seite meerschweinchenberatung.at. Diese Plattform hat zum Ziel, Informationen zu Meerschweinchen, ihrer Haltung, ihrem Verhalten, Aspekte der Zucht und des Einsatzes von Meerschweinchen in tiergestützter Pädagogik und Therapie und anderen Themen rund ums Meerschweinchen zur Verfügung zu stellen.

 

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