Durch eine Mutation der Coronaviren in der Katze kann die FIP ausgelöst werden, ca. 10% der infizierten Katzen zeigen Krankheitssymptome.
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FIP: Feline Infektiöse Peritonitis tritt ausschließlich bei Katzen auf

feliner Coronavirus/Infektionskrankheit/Blutuntersuchung/Titer Wert - News am 10. September 2020

  • Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)  ist eine durch das feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit,
  • FIP tritt ausschließlich bei Katzen auf. 
  • ca. 10% der infizierten Katzen zeigen Krankheitssymptome.

1. Ursachen  

Coronaviren werden durch Kot über den Nasen-, Rachenraum übertragen. Meist verursachen die Viren nur leichten Durchfall. Durch eine Mutation der Coronaviren in der Katze kann die FIP ausgelöst werden, ca. 10% der infizierten Katzen zeigen Krankheitssymptome.

2. Formen und Symptome

Feuchte Form:

Flüssigkeitsansammlungen in Brust- und Bauchraum, die zu einer deutlichen Umfangsvermehrung und Atemnot führen. Bei der Punktion erhält man eine dickflüssige, fadenziehende , gelbliche Flüssigkeit, die sehr eiweißreich ist.

Trockene Form:

Knotige Veränderungen in Brust- und Bauchraum. Es können auch andere Organe - Gehirn, Augen und Haut- betroffen sein.
Zeigen sich erste klinische Symptome (aufgetriebener Bauch, Schweratmigkeit, leichtes Fieber, Mattigkeit, Gewichtsverlust) verläuft die Erkrankung meist tödlich. Die durchschnittliche Überlebenszeit bei Jungtieren beträgt 9 Tage, 95% der erkrankten Tiere sterben innerhalb eines Jahres.

3. Diagnose

Röntgen, Punktion und Bluttest

Ein Coronavirus positiver Titer von 1:10 bedeutet, dass die Katze irgendwann in ihrem Leben Kontakt mit Coronaviren hatte. Erst durch Auftreten der typischen Flüssigkeit bei Punktion der Brust- oder Bauchhöhle und Vorliegen weiterer Krankheitssymptome, kann die Diagnose FIP gestellt werden.

Ab einem Titer von 1:100 gilt die Katze als verdächtig.

4. Vorbeugung:

Die Impfung gegen FIP wird oft diskutiert. Es wird versucht, eine lokale Immunantwort auf Zellebene im Bereich des Nasen- Rachenraumes zu erzeugen. Der Impfstamm kann sich nur bei einer Temperatur von 31°Celsius vermehren. Dadurch versucht man zu vermeiden, dass sich das Impfvirus mit einem Feld- Coronavirus vermischt und die FIP ausgelöst wird.

Bei bereits Coronavirus-positiven Tieren ist die Impfung in Frage zu stellen.

5. Behandlung:

Einige Behandlungsschemata vermögen es, eine vorübergehende Verbesserung der Symptome und des Krankheitsbildes zu schaffen. Bei wenigen Patienten kann eine kurzzeitige Besserung der Krankheit auftreten, jedoch endet diese Erkrankung, wenn sie als FIP ausgebrochen ist, tödlich.
Eine Euthanasie sollte nach Beratung durch einen Tierarzt in Betracht gezogen werden.

Weiterführende Information zum Thema Coronavirus: 

Übertragung von Covid19 von Menschen auf Katzen

Corona Virus bei Hund und Katze