Kirschen: nur kleine Mengen, aber bitte ohne Stiel und Kern [06|22]

Gesunde Früchte, Fruchtfleisch, Kern, Blausäure - Petdoctors [22|06|22]
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Gesunde Früchte, Fruchtfleisch, Kern, Blausäure - Update [22|06|22]

  • Hunde vertragen Kirschen in kleinen Mengen sehr gut.
  • Größere Mengen können Durchfall und Blähungen verursachen
  • Ihre Fellnase kann problemlos bis zu 5 Kirschen am Tag essen
  • Stiele, Stielansätze und Kerne sollten immer entfernt werden, da sie Blausäure enthalten.

Die Kirschen sind bereits seit der Jungsteinzeit bekannt und verbreiteten sich mit den römischen Eroberern über ganz Europa. Heute können veredelte Kirschen in allen gemäßigten Klimazonen geerntet werden.

Auch für Hunde sind die süßen Früchte eine Versuchung. Ihr Hund kann problemlos bis zu 5 Kirschen am Tag essen, größere Mengen können Durchfall und Blähungen verursachen. Überreife Früchte werden vorsichtig mit Wasser gewaschen, um Schadstoffe zu entfernen. Kern, Stiel und Stielansatz sollten entfernt werden. 

1. Gesundes Fruchtfleisch:

  1. Das rote Fruchtfleisch ist reich an Melatonin, das ihrem Hund hilft, Stress besser zu bewältigen und sich auf Übungen leichter zu konzentrieren.
  2. Antioxidantien schützen vor negativen Umwelteinflüssen und verhindern das Entstehen von Entzündungen. Die Abwehrkräfte werden gestärkt. 
  3. Quercetin unterstützt die Kontraktionen des Herzmuskels, der Blutdruck wird stabilisiert. 
  4. Ballaststoffe regulieren die Darmbewegungen und beugen Verstopfungen vor.
  5. Kirschen fördern die Ausscheidungstätigkeit der Nieren, sie wirken entwässernd, der Harnsäurespiegel sinkt, Stoffwechselnebenprodukte werden schneller ausgeschieden.
  6. Mineralstoffe sorgen für gesunde Knochen und Zähne, Vitamine unterstützen die Funktion von Gehirn und Nerven.
  7. Anthocayne, sekundäre Pflanzenstoffe, wirken schmerzstillend und entzündungshemmend. Sie lindern Verspannungen und Arthrosen. Je dunkler die Farbe einer Kirsche ist, umso mehr Anthocyane sind in der Frucht enthalten.

2. Giftige Kerne:

In Kirschkernen ist Amygdalin und Prunasin enthalten. Werden Kirschkerne zerbissen und verdaut, bildet sich aus diesen Stoffen giftige Blausäure, die die Zellatmung behindert. Werden Kerne im Ganzen geschluckt, werden sie unverdaut mit dem Kot ausgeschieden.

Sobald die Kerne zerkaut werden, reagiert das in den Kernen enthaltene Cyan mit körpereigenen Cyanogenen, giftige Blausäure entsteht.

3. Symptome einer Blausäurevergiftung:

  • Die Atemluft riecht nach Bittermandeln, der Hund speichelt und erbricht.
  • Die Schleimhäute sind gerötet und bläulich verfärbt.
  • Die Atmung ist angestrengt.
  • Die Pupillen des Hundes sind geweitet, eventuell tritt der Tod durch einen Schock ein.

Sollte ihr Hund Kirschkerne gefressen haben, lassen Sie ihn bitte von Ihrer Tierärztin, Ihrem Tierarzt behandeln

4. Frisches Obst und Gemüse im Sommer: