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Pech, das heilende Gold des Waldes

Baumharz als universelles Heilmittel

Aus Baumharz gewonnene Pechsalben werden seit Jahrtausenden als Bestandteil von Heilmitteln eingesetzt. Pechbalsam, Pechseife und Räucherharz tun auch unseren Haustieren gut.
 


Pechbalsam für die Pfoten ...

Die Pfoten der Hunde und Stubentiger werden zu jeder Jahreszeit stark beansprucht. Im Winter reizt Streusalz die empfindlichen Pfotenballen. Im Sommer beschädigt der heiße Asphalt das empfindliche Ballenhorn. Risse, Austrocknung und schmerzhafte Entzündungen sind die Folge. Pechbalsam pflegt die Pfotenballen und macht die Hornschicht geschmeidig und widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse.
Pechbalsam kann auch bei oberflächlichen Wunden eingesetzt werden, um Infektionen vorzubeugen und die Heilung durch Förderung der Durchblutung zu beschleunigen. Der Pechbalsam besteht aus Maiskeimöl, Bienenwachs und Schwarzföhrenharz. Der 100 % natürliche Pechbalsam ist vollständig biologisch abbaubar und auch für Katzen ungiftig.
Achtung: Die Anwendung von Pechbalsam ersetzt nicht den Besuch bei einem Tierarzt. Wunden sollten immer von einem Tierarzt untersucht werden, um Tiefe und eventuell bereits vorhandene bakterielle Infektionen zu beurteilen.


 
... und gegen Liegeschwielen

Liegeschwielen entstehen an Körperstellen, an denen der Knochen nahe an der Haut liegt und nicht durch Unterhautfett geschützt wird. Durch Druck bildet die oberflächliche Hautschicht vermehrt verhornte Zellen. Werden Liegeschwielen nicht ausreichend gepflegt, kann die Haut rissig werden und sich entzünden. In der Folge erhöht sich bei einigen Rassen das Risiko für die Entstehung eines Tumors im Bereich der Liegeschwielen. Durch tägliche Pflege mit Pechbalsam bleibt die Haut geschmeidig. Risse und chronische Entzündungen werden vermieden. Das Risiko für die Bildung eines Tumors sinkt deutlich.


 
Räucherharze erleichtern die Atmung

Räucherharze reinigen die Luft, die Atmung bei Erkältungen und Katzenschnupfen wird erleichtert. Durch die Abgabe der ätherischen Öle an die Raumluft verbreitet sich ein angenehmer Duft nach Kiefernharz. Das Räucherharz wird aus der Rinde und den Nadeln der Schwarzföhre gewonnen. Füllen Sie eine Räucherschale mit Räuchersand und Räucherkohle. Sobald die Kohle nur noch glimmt, können Sie das Räucherwerk einlegen. Achten Sie darauf, die Räucherschale immer an für Ihr Tier unerreichbaren Orten aufzustellen, damit nicht die Gefahr von Verbrennungen besteht.


 
Pechseife

Teerseife wurde früher in der Tiermedizin oft als Heilmittel gegen Parasiten und chronische Hautentzündungen eingesetzt. Ein kirschgroßes Stück, aufgelöst in lauwarmem Wasser, genügt, um einen mittelgroßen Hund zu baden. Befeuchten Sie das Fell Ihres Hundes mit Wasser und waschen Sie dieses anschließend mit der Pechseife-Lösung. Nach einer Einwirkungszeit von drei bis vier Minuten gut mit klarem Wasser ausspülen. Die Durchblutung der Haut und die Erneuerung der Hautzellen werden gefördert. Das Fell zeigt einen schönen Glanz.


 
Allergien gegen Pech sind möglich

Auch Tiere können unter einer Allergie gegen Kolophonium leiden. Bei der ersten Anwendung sollte daher nur eine geringe Menge der Pechsalbe aufgetragen werden. Beobachten Sie die Reaktion Ihres Tieres über die nächste Stunde. Tritt Juckreiz auf, sollte die behandelte Stelle mit klarem Wasser abgewaschen werden. Eine Kreuzallergie mit Perubalsam ist möglich.
 


Pecherei Robert Rendl:

Pechbalsam und Co. gibt es beispielsweise im Shop der Pecherei Rendl im niederösterreichischen Piestingtal zu kaufen. Robert Rendl ist der einzige österreichische Pecher, der das uralte Handwerk hauptberuflich betreibt.