Hundeschuhe schützen vor Nässe, Schnee, Salz, Streusplit, Hitze und bei Verletzungen
(c) Photo: wsanter auf Pixabay

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Hundeschuhe sind kein Modegag: woran Sie einen guten Schuh erkennen.

Pfotenschutz, Passform, Materialien - news 05/01/21

  • Hundeschuhe schützen vor Nässe, Schnee, Salz, Fremdkörpern
  • aber auch dem heißem Asphalt im Sommer
  • Beim Kauf auf Materialien und gute Passform achten.
  • Vorderpfoten und Hinterpfoten haben meist nicht die gleiche Schuhgröße und ein anatomisch andere Form.

1. Hundeschuhe müssen 100% passen:

Hundeschuhe wurden früher nur für Schlittenhunde verwendet, um die Pfoten auf langen Touren zu schützen. Der Schutz der Pfoten steht auch nach wie vor im Zentrum, bei der richtigen Wahl der Schuhe. 

Auch Stadthunde kämpfen mit Schnee und Eis, aber vor allem mit agressivem Salz kombiniert mit scharfem Rollsplitt. Die Folge sind Verletzungen an den Pfotenballen und Allergien auf diverse Chemikalien:

  1. Streusplit kombiniert mit Streusalz, das  in der Regel aus Kochsalz und Vergällungsstoffen besteht, ist nicht nur für die Ballen sondern auch für die empfindlichen Zehenzwischenräume eine Gefahr. Verletzungen und Verätzungen können die Folge sein. Aber auch allergische Reaktionen sind keine Seltenheit.
  2. Streusalz kann auch giftiges Frostschutzmittel enthalten, durch den süßen Geschmack wird Ihr Hund auch dazu verleitet, damit verunreinigten Schnee zu fressen. Schwere Magen-Darm Probleme können die Folge sein.
  3. In Großstädten enthält der Schnee zusätzlich Verunreinigungen und Schadstoffe aus der Luft, die weitere Reizungen verursachen können.

2. Hundeschuhe bieten Schutz im Winter und im Sommer:

Im Winter herrschen oft erschwerte Laufbedingungen. Schnee und Matsch verfangen sich zwischen den Pfotenballen und an den langen Haaren der Unterbeine, kleine Steine bohren sich in die empfindlichen Ballen und Streusalz verursacht Entzündungen. Auch im Sommer ist das Laufen auf stark erhitztem Asphalt kein Vergnügen. Bei Polizei- und Rettungshunden werden Schuhe auch als Schutz vor Glassplittern eingesetzt.

3. Hundeschuhe sind kein Modeaccsessoire, die Passform zählt:

  • Sitzen die Hundeschuhe nicht richtig, behindern Sie Ihren Hund beim Laufen und können an empfindlichen Stellen scheuern.
  • Sind die Schuhe nicht aus atmungsaktivem Material gefertigt, staut sich die Nässe an den Pfoten und fördert Pilzinfektionen und Entzündungen.
  • Ist die Sohle nicht rutschfest, kann sich Ihr Hund verletzen.

Tipp: Hundeschuhe sollten nützlich sein und nicht aus Modegründen getragen werden. Lassen Sie die Schuhe von einer Fachfrau, einem Fachmann anpassen, um optimalen Tragekomfort zu gewährleisten:

  • oft ist es der Fall, dass Ihr Hund an Vorder- und Hinterpfoten nicht nur unterschiedliche Größen, sondern auch auch verschiedene Passformen braucht.
  • Passen die Schuhe nicht richtig, dann können sich schmerzhafte Druck- und Scheuerstellen bilden und
  • Ihr Hund wird sich zurecht weigern, sich die Schuhe anziehen zu lassen.
  • Der Hundeschuh muss auch gut sitzen, damit er beim Laufen nicht abgestreift wird. 

4. Orthopädische Hundeschuhe

Hat Ihr Hund eine verletzte Pfote, schützen spezielle Hundeschuhe den Verband vor Feuchtigkeit. Bei Autoimmunerkrankungen, wie Pemphigus, bewahrt der Schuh den Pfotenballen vor tieferen Wunden.

5. Welche Materialen verwendet werden:

Hundeschuhe werden aus vielfältigen Materialien gefertigt:

  • Neopren,
  • biologisch abbaubarer Gummi,
  • Leder,
  • Vlies, alles ist möglich.

Tipp: Bei starker Nässe können Sie unter den Hundeschuhen wasserfeste, atmungsaktive Hundesocken anziehen.

5. Woran  Sie einen guten Hundeschuh erkennen:

  1. Der Schuh sollte gut sitzen und Ihren Vierbeiner nicht beim Laufen behindern.
  2. Das Material muss atmungsaktiv sein. Ihr Hund schwitzt an den Sohlenballen, die Feuchtigkeit sollte nach außen abgegeben werden können.
  3. Gleichzeitig muss der Schuh Feuchtigkeit von außen von der Pfote abhalten.
  4. Um Rutschen zu vermeiden, ist eine weiche, vergossene Gummisohle von Vorteil.
  5. Im oberen Bereich sollte ein Reißverschluss oder Klettverschluss für ausreichende Abdeckung sorgen.

Wichtig ist, dass Ihr Hund sich mit den Hundeschuhen gut bewegen kann und diese nicht als Fremdkörper empfindet.

6. Wie Sie die richtige Größe finden:

Am besten ist es, Sie gehen gleich zu einer ExpertIn. Wenn das nicht möglich ist:

  • Stellen Sie die Pfote Ihres Hundes auf ein Blatt Papier und zeichnen Sie die Umrisse nach. Bestimmen Sie den Durchmesser. So können Sie im Internet oder in Tierhandlungen schon eine Vorauswahl treffen und Ihrem Hund bleibt langes Anprobieren erspart.
  • Achten Sie darauf, dass der Schuh nicht zu eng sitzt, damit sich keine Druckstellen an der Daumenkralle bilden können.
  • Messen Sie immer alle 4 Pfoten aus, Vorder- und Hinterpfoten sind unterschiedlich groß.

7. Wie  Sie Ihren Hund an die Schuhe gewöhnen:

Lassen Sie Ihre Fellnase anfangs die Schuhe kurz in der Wohnung tragen. Belohnen sie Ihren Hund während des Anziehens und nachdem Sie die Schuhe wieder abgenommen haben. Hat sich Ihr Vierbeiner an das Laufen mit Schuhen gewöhnt, können diese auch draußen getragen werden.