Wie sich Dauer-Stress auf das Gehirn von Hunden und Katzen auswirkt [01|22]

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(c) Photo: Vik M auf Pixabay
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Wissenschaft, Stress, Gehirn, Müdigkeit, Aggression, Angst - News [13|01|22]

  • Dauernder Stress schädigt das Gehirn
  • Der Hund befindet sich ständig im Fluchtmodus
  • Die Verbindungen zwischen den Neuronen werden abgebaut
  • Die graue Substanz bildet sich zurück
  • Stress kann sich noch Monate später auf das Gehirn auswirken
  • Gestresste Hunde brauchen Unterstützung
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Lang anhaltender Stress hat nicht nur auf den Körper des Hundes Auswirkungen. Auch das Gehirn ist von dem Übermaß an Stresshormonen betroffen. Ist anfangs noch die Leistungsfähigkeit gesteigert, tritt nach kurzer Zeit eine Überlastung des Gehirns ein.

1. Wie sich anhaltender Stress auf das Gehirn auswirkt:

  • Im Hippocampus entstehen weniger neue Gehirnzellen
  • Der Hippocampus schrumpft
  • Anstelle der Gehirnzellen werden verstärkt Hüllzellen gebildet
  • Die große Menge der Hüllzellen verhindert die Bildung von neuen Verknüpfungen zwischen den Neuronen
  • Die Gedächtnisleistung sinkt stark
  • Der Hund kann nicht mehr lernen
  • Bereits Erlerntes scheint wieder vergessen zu werden

2. Wie sich anhaltender Stress auf das Verhalten von Hunden & Katzen auswirkt:

  • Fehlende Konzentration
  • Gesteigerte Müdigkeit
  • Aggression
  • Verstärkte Ängstlichkeit
  • Leistungsschwäche

Die Symptome können auch dann noch anhalten, wenn der Stress-Auslöser bereits verschwunden ist und kein Grund für das veränderte Verhalten erkennbar ist.

3. Versuch mit Ratten zeigt lebenslange Auswirkungen:

Die Ratten wurden täglich für drei Stunden in einen engen Behälter gesetzt. Da keine freie Bewegung möglich war, wurden verstärkt Stresshormone gebildet.
Bei der anschließenden Untersuchung des Gehirns konnte festgestellt werden, dass die Anzahl der neugebildeten Hirnzellen stark abgenommen hatte und verstärkt Hüllzellen gebildet wurden.

Nachdem der Stress verschwunden war, startete die Produktion der Neuronen wieder, bis das ursprüngliche Niveau erreicht war. Die Produktion von Hüllzellen wurde aber nicht verringert. Die gebildete Menge entsprach dauerhaft der Anzahl der Hüllzellen, die unter der Stressreaktion gebildet wurden.