Krebs Therapien: Übersicht zu möglichen Behandlungs Formen [11|21]

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(c) Photo: reyk zepper auf Pixabay

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FAQ, Krebs, Tumor, Behandlung, Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Ganzheitliche Krebstherapie - News [17|11|212]

  • Krebs ist heute nicht immer ein Todesurteil, sondern eine chronische Erkrankung. [MehrWissen auf petdoctors.at: Krebs rechtzeitig erkennen: 11 Warnsignale]
  • Krebsbehandlungen bei Tieren sollen die Lebensqualität erhöhen
  • Die Nebenwirkungen können durch Medikamente minimiert werden
  • Bei einer Krebserkrankung stehen vielfältige Behandlungen zur Auswahl:
  • Chirurgischer Eingriff, Chemotherapie, Kryotherapie, Strahlentherapie, Ganzheitliche Krebstherapie,

Bei Tieren wird eine Behandlung von Krebs vor allem für eine Verbesserung der Lebensqualität durchgeführt. Die Verlängerung der Lebenszeit steht nicht an erster Stelle. Behandlungen, die einen längeren Aufenthalt in einer Klinik und damit eine traumatische Trennung von den Bezugspersonen bedeuten, sollten nicht angewendet werden. Heute ist es nicht mehr notwendig, sich für einer Krebsbehandlung zu fürchten. Übelkeit, Schmerzen und andere Nebenwirkungen können gut durch Medikamente verringert werden.

1. Chirurgie:

  • Kurative Chirurgie
  • Zytoreduktive Chirurgie

Bei der kurativen Chirurgie wird der Tumor vollständig entfernt. Eventuell ist dazu eine Entfernung von Teilen des Körpers notwendig. Die Krebserkrankung ist durch diese Methode meistens geheilt. Bei der zytoreduktiven Chirurgie wird die Größe des Tumors reduziert, damit das Tier eine bessere Lebensqualität hat. Bei beiden Methoden sind die Heilungschancen am besten, wenn die Diagnose früh gestellt wird.

ACHTUNG: Warten Sie bei Umfangsvermehrungen nie ab, sondern kontaktieren Sie möglichst schnell Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

2. Chemotherapie:

Chemotherapien werden nach Operationen oder als alleinige Therapie zum Beispiel bei Lymphomen [MehrWissen: Milztumor bei HundenLymphosarkome bei Katzen, Lymphome bei jungen Kaninchen] durchgeführt. Die Dosierung der Chemotherapeutika wird immer an den gesundheitlichen Zustand des Tieres und an die aktuellen Blutwerte angepasst. Durch niedrige Dosierungen treten weniger Nebenwirkungen auf, die durch Medikamente noch weiter reduziert werden können.

Bei den meisten Hunden verstärkt eine Chemotherapie nur während des Fellwechsels den Ausfall der Haare. Hunderassen, die ein langes Fell aus ständig wachsenden Haaren besitzen, verlieren ihr Fell durch die Chemotherapie vollständig. Nach Abschluss der Behandlung wächst das Fell wieder nach. Zu diesen Rassen gehören Pudel, Havaneser oder Shi Tzu.

3. Metronomische Chemotherapie:

Meist besteht eine lange Anwendungszeit. Die Gefäße und das Stützgewebe im Tumor werden zerstört. Das Wachstum des Tumors verlangsamt sich. Bei der lebenslangen Therapie treten kaum Nebenwirkungen auf.

4. Kryotherapie:

Die Kryotherapie wird vor allem bei kleinen Tumoren der Haut angewendet.

  • Der Tumor wird mit flüssigem Stickstoff gefroren und stirbt ab.
  • Damit das Tier bei der Behandlung keine Schmerzen empfindet, wird die Haut lokal anästhesiert.
  • Nach dem Absterben des Tumors entsteht eine Narbe, die nicht unter Spannung steht.
  • Diese Methode ist auch gut geeignet, um einen kleinen Tumor im Bereich der Augen zu entfernen.

5. Strahlentherapie:

Die Strahlentherapie wird vor allem eingesetzt, wenn der Tumor sich im Knochen oder Bindegewebe ausbreitet. Meistens wird die Behandlung mit Chemotherapie oder Chirurgie kombiniert.

  • Kurative Bestrahlung
  • Palliative Bestrahlung

Bei der kurativen Bestrahlung werden 15 – 20 Tage lang jeden Tag Bestrahlungen durchgeführt. Durch die intensive Behandlung entstehen Schädigungen und Reizungen der Haut und der Schleimhäute.

Durch die palliative Bestrahlung werden Schmerzen verringert. Der Tumor wächst langsamer, die Lebensqualität des Tieres steigt.

6. Ganzheitliche Krebstherapie:

Die Schulmedizin und die komplementäre Medizin arbeiten hier Hand in Hand, um dem Tier ein besseres Leben zu ermöglich. Während der Chemotherapie wird der Körper entgiftet. Das Immunsystem wird unterstützt. Bei Hunden ist das zum Beispiel durch eine dendritische Zelltherapie möglich.
 
Durch die vielen zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten ist Krebs heute nicht immer ein Todesurteil, sondern eine chronische Erkrankung.