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Fliegende Zecken: Die Hirschlausfliegen breiten sich aus

Durch das wärmere Klima breiten sich auch in Österreich und Deutschland die Hirschlausfliegen immer weiter aus. Die lästigen Insekten befallen Hunde, Pferde und auch Menschen.

 

Die Hirschlausfliege

Die Hirschlausfliege, Lipoptena cervi, wird bis zu 6 mm groß. Früher ernährte sich das Insekt durch saugen von Blut an Hirschen, Dachsen und Wildschweinen. In letzter Zeit werden aber immer mehr Hund und Menschen Opfer der kleinen Vampire. Ist der Wirt einmal angeflogen, krallt sich die Fliege fest und bricht ihre Flügel ab. Die Tierchen saugen Blut und bringen nach der Paarung lebende Larven, die sich direkt verpuppen können, zur Welt. Die Larven fallen zu Boden und verpuppen sich, Neue Generationen schlüpfen Oktober bis November und machen sich sofort wieder auf die Suche nach geeigneten Wirtstieren.


Wie man eine Hirschlausfliege erkennt

Die Hirschlausfliege hat ein ähnliches Aussehen wie eine Stubenfliege. An den sechs Beinen befinden sich starke Haken, der Stechrüssel ist spitz. Bevorzugt hält sich die Hirschlausfliege an Waldrändern und in feuchten Waldgebieten auf. Die Verbreitung wird durch die hohen Temperaturen gefördert.


Warum die Hirschlausfliege gefährlich ist

Das Opfer wird zunächst umschwirrt. Bevorzugt befallen werden Nacken und haarlose Stellen. Sobald die Fliege gelandet ist, verliert sie ihre Flügel und krabbelt schnell über die Haut. Bei Hunden setzt sie sich bevorzugt  an Bauch, Innenschenkeln und im Bereich um den After fest. Der Stich der Hirschlausfliege führt zu panischen Reaktionen. Ihr Hund ist unruhig und nervös. Er kratzt und beißt an der Einstichstelle.


Symptome eines Hirschlausfliegen Stichs

An der Einstichstelle entsteht eine blaue, schmerzhafte Schwellung. Juckreiz, Pusteln, Ekzem und eitrige Hautentzündungen bilden sich. Es dauert mehrere Tage, bis das von der Hirschlausfliege abgesonderte Gift über die Lymphdrüsen abgebaut wird.


Übertragen Hirschlausfliegen Krankheiten?

Die Fliegen tragen ein Bakterium, Bartonella schoenbuchensis in sich, das durch den Stich übertragen wird. Tiere und Menschen erkranken an Fieber und Entzündungen des Herzmuskels.


Wie Sie Hirschlausfliegen entfernen können

Die Fliegen krabbeln viel schneller als Zecken. Eventuell hilft ein Nissenkann, diese aus dem Fell zu entfernen.

Ist bereits ein starker Befall vorhanden, muss die Fliege mit Wasserstrahlen aus dem Fell gespritzt werden. Als

Erste Hilfe werden die Bissstellen gekühlt. Der Tierarzt verabreicht ein Antiphlogistikum.


Wie Sie am besten vorbeugen

Werden Hirschlausfliegen in bestimmten Waldgebieten gesichtet, sollten Sie die Stellen in den nächsten Wochen meiden.

Schützen Sie Ihr Tier mit einem Mittel gegen Insekten (Spot- on oder Spray)

Die beste Vorbeugung ist, den Parasiten in den Monaten August bis Oktober möglichst großräumig auszuweichen.