Alles vermeiden, was den Hund verleitet Schnee zu fressen: Schneeballwerfen und Suchspiele
(c) Photo: werner22brigitte auf Pixabay

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Schnee fressen mit Folgen: von Husten, Halsweh bis zur Streusalz-Gastritis

Hals, Magen, Darm - update 04/12/20

  • Zuviel Schnee ist nicht gesund 
  • Husten, Halsweh und Gastritis
  • Salz, Streusplitt & Co machen Hunde krank.
  • Kochsalz und Vergällungsstoffe verätzen und reizen Magen und Darm 

Der Winter ist da und eine glitzernde weiße Schneedecke legt sich über die Landschaft. Die Hunde haben Spaß daran, im Schnee herumzutollen und Schneebälle zu fangen. Doch ist das auch gesund?

1. Was passiert, wenn ihr Hund Schnee frisst:

Ist der Schnee frei von Streusalz oder Split, vertragen Hunde geringe Mengen sehr gut. Bei Vierbeinern mit einem empfindlichen Verdauungssystem kann der kalte Schnee eine Entzündung der Magen- und Darmschleimhaut verursachen. Aber auch Halsweh und Co können die Folge von zu viel Schneegenuss sein.

  • Streusplit und Streusalz, das aus Kochsalz und Vergällungsstoffen besteht, reizen die Schleimhaut und verursachen schmerzhafte Entzündungen.
  • Eine Schnee- oder Streusalz-Gastritis entsteht.
  • Streusalz kann auch giftiges Frostschutzmittel enthalten, durch den süßen Geschmack wird ihr Hund dazu verleitet, noch mehr Schnee zu fressen.
  • In Großstädten enthält der Schnee zusätzlich Verunreinigungen und Schadstoffe aus der Luft, die weitere Reizungen verursachen können.

2. Symptome für Erkältungen und Schnee-Gastritis:

Hat Ihr Hund gierig große Schneemengen verschlungen, kann er

  1. zu husten beginnen. Seine Mandeln vergrößern sich durch die Abwehrreaktion.
  2. Ihr Hund beginnt zu würgen.
  3. Kehlkopf und Rachenraum sind gerötet und entzündet.
  4. Die Magen- und Darmschleimhaut quillt auf, kleine Blutungen werden sichtbar.
  5. Durch die verstärkte Gasbildung leidet ihr Hund unter Koliken und Bauchschmerzen.
  6. Vermehrter Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall treten auf.
  7. In schweren Fällen ist der Durchfall blutig,
  8. Ihr Hund leidet unter Fieber.

Beachten Sie  Streusalz entzieht auch den Pfotenballen Flüssigkeit und verursacht schmerzhafte Entzündungen.

  1. Durch Ablecken der Pfoten wird das Salz aufgenommen,
  2. eine Streusalz-Gastritis entsteht.
  3. Reinigen sie die Pfoten ihres Hundes nach dem Spaziergang immer mit klarem Wasser.

3. Therapie bei Erbrechen und Durchfall:

  • Bei starkem Erbrechen und Durchfall benötigt Ihr Vierbeiner Infusionen, um den Elektrolythaushalt und den Kreislauf zu stabilisieren.
  • Gekochte Hühnersuppe im Trinkwasser fördert die Wasseraufnahme.
  • Die Ernährung sollte auf leichte Schonkost umgestellt werden.
  • Hält das Erbrechen länger an, muss ihr Hund Medikamente erhalten, die den Brechreiz unterdrücken.
  • Krampflösende Mittel verringern die Gasbildung und die Bauchschmerzen.
  • Fencheltee unterstützt die Wiederherstellung der normalen Darmfunktion.

4. Wie Sie verhindern können, dass Ihr Hund Schnee frisst:

  • Auf gestreuten Wegen ist es oft besser, den Hund mit Leine und Maulkorb zu führen, damit er kein Streusalz aufschlecken kann.
  • Neigt ihr Hund dazu, Schnee zu fressen, sollten Sie mit ihm keine Schneeballschlachten veranstalten. Durch das Wurfspiel wird die Fellnase zum Fressen von Schnee aufgefordert.
  • Auch Suchspiele im Schnee fördern die Aufnahme der kalten Kristalle.

Trainieren sie rechtzeitig Abbruchsignale, damit Ihr Hund auf Zuruf das Fressen von Schnee beendet.  Am besten Sie lasssen sich von einer TiertrainerIn beraten, wie Sie die Abbruchsignale richtig aufbauen und üben.