Alle Katzen sind wasserscheu: 3 Ausnahmen bestätigen die Regel [08|21]

Katzen könnten sehr gut schwimmen, vorausgesetzt sie wollen
(c) Photo Debby Lane auf Pixels.com

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Verhalten, Schwimmen, Wasserscheu - News [15|08|21]

  • Katzen könnten sehr gut schwimmen, vorausgesetzt sie wollen
  • Die meisten Stubentiger sind wasserscheu
  • 3 Ausnahmen bestätigen diese Regel:
  • die Maine Coon, die Sibirische Katze und die Norwegische Waldkatze schwimmen gerne 
  • Aber warum sind Katzen eigentlich wasserscheu?

Katzen haben neun Leben. Mutig stellen sie sich den größten Herausforderungen. Doch wenn Wasser in Sicht ist und die Pfoten nass werden könnten, wird auf einmal ein Rückzieher gemacht. Dabei können Katzen eigentlich sehr gut schwimmen. Sie halten ihren Kopf über Wasser und paddeln mit den Füßen. Schnell ist das Ufer erreicht und der Zimmertiger bemüht sich, dem Wasser zu entkommen.

1. Warum die meisten Katzen Wasser geradezu verabscheuen:

  1. Die Herkunft der Katzen liegt in der Türkei und in Ägypten. Hier lebten die Tiere vor allem in wüstenähnlichen Gebieten. Die Fähigkeit zu Schwimmen wurde nicht benötigt.
  2. Hat sich das Fell der Katze mit Wasser vollgesaugt, kann sie sich nicht mehr an der Wasseroberfläche halten
  3. Ein nasses Fell fühlt sich für die Katze unangenehm an. Die Haare kleben zusammen, Luftpolster im Fell sind keine mehr vorhanden. Dadurch verliert das Fell seine temperaturregulierende Funktion
  4. Durch das Wasser wird der Eigengeruch der Katze überdeckt. Die olfaktorische Kommunikation mit Artgenossen ist nicht möglich.
  5. Damit wieder ein normaler Körpergeruch vorhanden ist, muss sich die Katze nach dem Bad lange putzen und Speichel auf ihrem Fell verteilen
  6. Viele Katzen haben mit Wasser schon schlechte Erfahrungen gemacht, weil sie gezwungen wurden ein Bad zu nehmen

2. Kann Wasser für Katzen auch gefährlich werden?

Unter Umständen ja. Fällt die Katze in eine große Wanne oder ein Swimmingpool mit glattem Rand, kann sie nicht aus eigener Kraft entkommen. Die Pfoten finden keinen Halt. Der Zimmertiger rutscht immer wieder in das Wasser zurück. Das Fell wird immer schwerer. Hat die Katze keine Kraft mehr, geht sie unter und ertrinkt.

3. Notausstieg für Swimmingpools und Gartenteiche:

Was Menschen lieben, kann für Ihre Katzen tödlich sein. Katzen sind von Natur aus neugierig. Gerne balancieren sie am Beckenrand von Schwimmteichen und Swimmingpools. Sie "brazeln" nach schwimmenden Gegenständen, Blättern und Insekten, rutschen sie dabei aus kann das für den Stubentiger gefährlich werden. denn der Ausstieg ist in der Regel für Menschen gemacht ...

Die Gefahr kann einfach gebannt werden: ein in das Wasser gestelltes Brett hilft der Katze, aus dem Wasser zu klettern. An der rauen Oberfläche finden die Pfoten leichter Halt. Die Katze ist nicht auf Hilfe angewiesen.

4. Gibt es auch Katzen, die schwimmen lernen müssen?

Eigentlich können Katzen ja schon von Natur aus schwimmen. Sie wissen genau, wie sie sich bewegen müssen, um nicht unterzugehen.

TIPP: Damit die Katze später gerne badet, kann sie schon als Welpe ohne Zwang an das erfrischende Nass gewöhnt werden. Stellen Sie eine kleine Wanne mit niederem Rand auf. Gerade so hoch, dass Ihre Katze gut hinein sehen kann. Die Wanne sollte nicht kippen, wenn sich Ihr Kätzchen mit den Pfoten auf den Rand stellt oder versucht hinein zu springen. Legen Sie eine rutschfeste Unterlage hinein. Füllen Sie die Wanne bodendeckend mit Wasser. Nur soviel, dass Sie Spielzeug darin schwimmen lassen können. So wecken sie die natürliche Neugierde ihrer Katze und sie kann sich spielerisch an das kühle Nass gewöhnen. Die Grundregel ist, zwingen sie Ihre Katze nicht dazu! Lassen Sie ihr Zeit die für sie neue Welt zu entdecken. Ob ihre Katze die Liebe zum Wasser entdeckt, müssen Sie ausschließlich ihr überlassen.

Natürlich bestehen hier große individuelle Unterschiede. Einige Katzen entdecken die Liebe zum Wasser nie und verweigern beharrlich den Kontakt mit dem nassen Element. 

5. Katzenrassen die von Natur aus das Wasser lieben:

Es gibt auch unter unseren Samtpfoten Rassen, die gerne schwimmen. Dazu zählen:

  • Maine Coon
  • Sibirische Katze
  • Norwegische Waldkatze

6. Mehrwissen auf petdoctors.at: 

Bei starken Verschmutzungen des Fells oder Parasitenbefall ist es unbedingt nötig, die Katzen einem Bad zu unterziehen. Die Badewanne sollte man dabei meiden, da Katzen Angst vor tieferem Wasser haben, obwohl sie schwimmen können  ....

5 TIPPS wie Sie Ihrer Katze ein Bad angenehmer machen können finden Sie HIER