Sie ist auch auch als Katzenseuche, Katzenpest oder Katzenstaupe bekannt.
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Panleukopenie: auch als Katzenseuche, Katzenpest oder Katzenstaupe bekannt.

Viruserkrankung/Katzenseuche/Parvovirose/Erbrechen/Durchfall - News am 4. Oktober 2020

  • Panleukopenie ist eine ansteckende Viruserkrankung bei Katzen.
  • Vor allem Jungtiere, die über keinen ausreichenden Schutz durch Antikörper verfügen, sind betroffen
  • Bei älteren Katzen verläuft die Erkrankung mit milderen Symptomen 
  • Die Virenausscheidung erfolgt bereits vor Auftreten der ersten Symptome. 
  • Der wirksamste Schutz besteht in einer Impfung ihrer Katze

Die feline Panleukopenie ist eine ansteckende Viruserkrankung, die vor allem bei jungen Katzen für viele Todesfälle verantwortlich ist. Die Krankheit wird auch mit den Namen Katzenseuche, Katzenpest oder Katzenstaupe bezeichnet.

1. Symptome:

  • Die Katzen sind müde und fressen nicht.
  • Nach 4- 6 Tagen treten Fieber über 40° Celsius,Erbrechen und starker, wässriger Durchfall auf.
  • Die Katze trocknet durch den Flüssigkeitsverlust aus.
  • Werden die Katzenwelpen schon vor der Geburt infiziert, verursacht das Virus Hirnschäden (Hypoplasie des Kleinhirns) und einen Verlust des Sehvermögens durch eine Veränderung des Gewebes der Netzhaut.
  • Befällt das Parvovirus das Knochenmark, wird die Katze anämisch. Das Immunsystem ist durch den Mangel an weißen Blutkörperchen geschwächt.
  • Sekundärinfektionen mit Bakterien verursachen schwere Organschäden. Im Dünndarm werden die befallenen Zellen zerstört, durch die Freisetzung von Toxinen kann ein tödlicher Schock verursacht werden. 
  • Eine Entzündung des Herzmuskels kann zum Tod durch Herzversagen führen.

2. Ursache

Das feline Panleukopenievirus ist mit dem caninen Parvovirus zu 99% identisch. Die Vermehrung des hüllenlosen Virus findet während der Zellteilung der befallenen Zelle statt. Der Erreger ist gegenüber äußeren Einflüssen unempfindlich, er kann in der Umwelt monatelang überleben. Eine Inaktivierung mit im Handel erhältlichen Desinfektionsmitteln ist nicht möglich. Für eine wirksame Desinfektion sollte Formaldehyd verwendet werden.

3. Besonders gefährdet sind: 

Jungtiere, die über keinen ausreichenden Schutz durch Antikörper verfügen, können an der Panleukopenie erkranken. Bei älteren Katzen verläuft die Erkrankung mit milderen

4. Zum Verlauf der Infektion:

Eine große Anzahl Viren wird

  1. mit dem Kot ausgeschieden
  2. und durch Kot, verschmutzte Gegenstände, Futter und Wasser übertragen.

Das Virus befällt zuerst die Lymphknoten und Mandeln im Rachenraum.Von dort breitet es sich, nach einer ersten Vermehrungsphase, über Thymusdrüse und Darm in den Körper aus. Eine Virenausscheidung erfolgt bereits vor Auftreten der ersten Symptome. 

5. Diagnose

Das Parvovirus kann direkt im Kot nachgewiesen werden. Wird ein Schnelltest durchgeführt, ist nur ein positives Ergebnis beweisend.
Im Blut können Antikörper gegen das feline Parvovirus nachgewiesen werden.

6. Therapie

  1. Die Katze erhält Infusionen, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.
  2. Antiemetika unterdrücken das Erbrechen.
  3. Bei Sekundärinfektionen durch Bakterien werden zusätzlich Antibiotika verabreicht. 
  4. Interferone hemmen die Vermehrung des Parvovirus.
  5. Eventuell sind Bluttransfusionen nötig.

Treten erste Symptome auf, sollte ihre Katze, so schnell wie möglich, von einer Tierärztin/einem Tierarzt behandelt werden. Eine rechtzeitig einsetzende Behandlung erhöht die Heilungschancen.

7. Wie Sie vorbeugen können

Die wirksamste Vorbeugung besteht in einer Impfung ihrer Katze. Die Panleukopenie- Impfung gehört zu den Core-Impfungen (Muss-Impfungen).

Die erste Impfung erfolgt in der sechsten bis achten Lebenswoche. Anschließend werden für die Grundimmunisierung noch zwei weitere Impfungen im Abstand von 2 bis 3 Wochen durchgeführt. Abhängig vom Impfstoff muss eine Auffrischung der Impfung alle 1 bis 3 Jahre erfolgen.

Lassen Sie auch Wohnungskatzen impfen. Das Virus kann mit Kleidung und Schuhen in die Wohnung eingeschleppt werden.

Die feline Panleukopenie ist eine oft tödlich verlaufende Viruserkrankung, von der vor allem junge Katzen betroffen sind. Je älter eine Katze bei der Ansteckung ist, umso höher sind die Überlebenschancen. Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht möglich.

Schützen Sie Ihre Katze durch regelmäßige Impfungen.