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Erkrankungen der Gebärmutter bei der Katze

Bei nicht kastrierten Katzen können immer wieder Erkrankungen der Gebärmutter auftreten, die ohne sofortige Notoperation zum Tod des Tieres führen können.

 

Der Aufbau der Gebärmutter (Uterus)

Die Gebärmutter der Katze besteht aus einem kleinen Körper, der durch den Muttermund von der Scheide getrennt wird. Der wie ein Ring geformte Muttermund (Cervix) verschließt die Öffnung vollständig und ist nur während der Befruchtung und der Geburt geöffnet. Der Uteruskörper zweigt sich in zwei lange Hörner auf, in denen die Katzenwelpen während der Trächtigkeit aneinandergereiht liegen.

Die Eierstöcke sind über die Eileiter mit den Gebärmutterhörnern verbunden.

Ursachen für Erkrankungen

Bakterien wandern über die Scheide in die Gebärmutter und lösen Entzündungen aus.

Störungen im Sexualhormonhaushalt führen zu Veränderungen der Uterusschleimhaut und machen diese anfälliger für Entzündungen.

Formen der Uteruserkrankungen

1. Glandulär zystische Hyperplasie

Laufen mehrere Zyklen ohne Deckakt ab, beginnt die Schleimhaut des Uterus sich zu verdicken. Kleine, blasenartigen Hohlräume, Zysten, bilden sich.

2. Endometritis - Entzündung der Uterusschleimhaut

Die innere Schleimhaut, die den Uterus auskleidet, ist durch eingewanderte Bakterien entzündet. Der Uterus füllt sich mit Flüssigkeit. Endometritis kann durch ein hormonelles Ungleichgewicht, nach Fehlgeburten, oder als Folge einer Hyperplasie entstehen.

3. Pyometra - eitrige Gebärmutterentzündung

Meist entsteht eine Pyometra am Ende der Rolligkeit, wenn Bakterien durch den geöffneten Muttermund leicht eindringen können. Der Uterus füllt sich mit Eiter. Werden Hormone zur Unterdrückung der Rolligkeit verabreicht, schließt sich die Cervix schneller, Eiter kann nicht mehr abfließen, die Gebärmutter dehnt sich bis zum Platzen der Wand aus.

Symptome

Die Katze ist apathisch, fiebert, ist matt, sie trinkt ständig Wasser.

Ist der Muttermund noch leicht geöffnet, tritt stinkender, eitriger Ausfluss auf. Meist beleckt die Katze die Genitalregion ständig, der Ausfluss wird nicht bemerkt.

Diagnose

Röntgen: Darstellung der vergrößerten Gebärmutter.

Ultraschall: Mit Hilfe von Ultraschall kann eine Endometritis von einer Pyometra unterschieden werden.

Blutuntersuchung: Erhöhung der Blutsenkung und der Organwerte.

Therapie

Eine sofortige Notoperation ist nötig, um das Leben ihrer Katze zu retten.

Nachsorge nach der Operation

Die Katze muss nach der Operation mit Antibiotika und Schmerzmitteln versorgt werden. Ein Schutz der Operationswunde durch einen Trichter ist unbedingt erforderlich. In regelmäßigen Abständen sollten die Blutwerte der Katze überprüft werden, um Spätfolgen auszuschließen.

Nach ungefähr 10 Tagen werden die Wundnähte entfernt.

Wie kann ich vorbeugen

Ist eine Katze nicht für ein Zuchtprogramm vorgesehen, sollte sie in jungem Alter kastriert werden. Dieser chirurgische Eingriff ist weniger riskant, als die Operation einer Gebärmutter, deren Gewebe bereits durch die Entzündung geschädigt ist.