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FORL- feline odontoklastische resorptive Läsion

Früher wurde FORL als Neck Lesions oder Katzenzahnkaries bezeichnet.

 

Bei der felinen odontoklastische resorptiven Läsion (FORL) wir durch körpereigene Abwehrzellen wirdKalzium aus den Zähnen herausgelöst. Die Zähne werden geschädigt. Meistens tritt die Kalziumresorption im Bereich des Zahnhalses auf, aber auch Zahnkrone und Zahnwurzel können betroffen sein.

Welche Katzen betroffen sind

FORL tritt ab einem Alter von drei Jahren häufig bei Perser- und Siamkatzen auf. Ältere Katzen sind zu 50% von FORL betroffen.

Formen von FORL

Typ 1: Die Zahndefekte bleiben wegen eines stark entzündeten, geschwollenen, roten Zahnfleisches unbemerkt. Meistens wird Typ 1 durch eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates verursacht.

Typ 2: Das Zahnfleisch ist unauffällig, Anzeichen einer Entzündung fehlen. Das resorbierte Material wird durch Knochengewebe ersetzt, der Zahnhalteapparat versteift. Die Zähne brechen aufgrund der fehlenden Elastizität auf Höhe des Zahnfleisches ab.

Typ 3: Typ 1 und Typ 2 treten gemeinsam auf.

Wie FORL entsteht

Ausgehend vom Wurzelzement an der Schmelz- Zement- Grenze in der Nähe des Zahnhalses breitet sich die Auflösung der harten Zahnsubstanz in das Dentin (Zahnbein) aus. Erfolgt der Durchbruch in die Pulpa, löst die Entzündung des Nervs Schmerzen aus.

Ursachen

Die genauen Ursachen sind nicht geklärt. Vermutet wird, dass eine Kastration, eine erhöhte Zufuhr von Vitamin D3 und der Alterungsprozess FORL begünstigen. Zahnstein und Entzündungen können FORL fördern.

Symptome

Die Katze leidet unter Zahnschmerzen und vermeidet es, Trockenfutter zu essen. Sie kaut einseitig und schreit manchmal beim Fressen auf. Futterbröckchen werden nicht gekaut, sondern fallen gelassen, Mundgeruch tritt auf. Die Katze hält den Kopf schief, knirscht mit den Zähnen und sondert vermehrt Speichel ab.

Das Zahnfleisch kann durch die Entzündung gerötet und geschwollen sein. Mit der Zeit magert die Katze ab.

Manche Katzen reagieren durch die Schmerzen auch aggressiv auf Berührungen.

Diagnose

Durch Einzelzahnröntgen werden die Abbauprozesse und die Verkalkungen sichtbar. Das Dentin zeigt eine verminderte Dichte. Die Dentalfurche kann nicht sondiert werden.

Therapie

Die betroffenen Zähne müssen unter Narkose gezogen werden. Ein Auffüllen der Defekte ist sinnlos, da die Demineralisierung an der Wurzel nicht aufgehalten werden kann. Liegen bereits Verkalkungen des Zahnhalteapparates vor, muss der Kieferknochen eröffnet werden, um alle Wurzelreste sorgfältig zu entfernen. Bei starken Zahnfleischentzündungen werden ihrer Katze Antibiotika verabreicht.

Anders als bei der Karies des Menschen kann der Prozess der Zahnauflösung bei Katzen nicht gestoppt werden.

Was Sie für ihre Katze tun können

Lassen Sie regelmäßig eine Nachsorge durchführen. Bei an FORL erkrankten Katzen sollte alle sechs Monate ein Zahnröntgen durchgeführt werden.

Verwenden sie hochwertiges, artgerechtes Futter. Wenn Sie Ihre Katze barfen, achten sie auf den Gehalt von Vitamin D und Magnesium im Futter.

Sind noch Zähne erhalten geblieben, putzen sie diese wenigstens zweimal pro Woche.

Wie kann eine Katze ohne Zähne fressen?

Das Futter wird hinuntergeschlungen, oder am Gaumen zerrieben. Gehört Ihre Katze zu den Schlingern, sollten Sie das Futter kleiner schneiden, oder grob wolfen, damit ihre Katze die Nahrung nicht sofort wieder erbricht.

FORL ist eine Autoimmunerkrankung, bei der eine Demineralisation Schäden an Zahnhals und Zahnwurzel verursacht. 50% der alten Katzen sind von FORL betroffen.

Achten sie auf den Gehalt an Vitamin A und D im Futter und sorgen sie für eine gute Zahnhygiene durch Reinigung der Zähne mit einer Bürste. Bei Früherkennung kann die TierärztIn wahrscheinlich die noch gesunden Zähne ihres Tieres erhalten.