Katzen sind keine Allesfresser: Was nicht in den Futternapf gehört!

Was Katzen keinesfalls fressen sollten: z.B. Getreide, Zucker, Schokolade, Hülsenfrüchte, Avocados ...
(c) Photo: sweetlouise auf Pixabay
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Ernährung, Gesundes, Ungesundes - update: 03/04/20

  • Die Ernährung in freier Wildbahn: Mäuse, Ratten und Beuteltiere.
  • Gesunde Katzennahrung enthält keinen Zucker oder Getreide.
  • Was Katzen keinesfalls fressen sollten: z.B. Getreide, Zucker, Schokolade, Hülsenfrüchte, Avocados ... 

1. Was die Katze in der freien Wildbahn frisst:

In der Natur macht sich die Katze, vor allem in der Dämmerung, auf die Jagd nach Beutetieren. Bevorzugt erlegt sie Mäuse, Ratten und kleine Beuteltiere.  Auch Insekten können auf dem Speiseplan für eine willkommene Abwechslung sorgen. Kohlenhydrate und Pflanzen werden nicht direkt gefressen, sondern vorverdaut über den Darminhalt der Beute aufgenommen. So kann die Katze in ihrem Verdauungstrakt auch pflanzliche Fasern gut verwerten. Über den Darminhalt wird die Katze auch mit ausreichend Taurin, einer essentiellen Aminosäure, versorgt.

2. Woraus gesunde Katzennahrung bestehen sollte:

Gesunde Katzenernährung besteht vor allem aus hochwertigem Fleisch. Obst und Gemüse schaden nicht, sind aber für die Versorgung mit Nährstoffen nicht notwendig.

Wer seiner Katze ein absolutes Geschmackserlebnis bieten möchte, füttert rohes Fleisch von Hühnern, Puten, Rind und Fisch. Schweinefleisch sollte weder roh noch gekocht gefüttert werden, da es für Katzen nur sehr schwer verdaulich ist.

Hochwertiges Katzenfutter erkennt man unter anderem am Fleisch- und Innereiengehalt. der sollte mindestens 60% sein.

3. Was grundsätzlich NICHT in den Napf gehört:

  1. Sehr schwer verdaulich sind Getreide und Zucker. Sie können Verdauungsprobleme, wie Durchfall und Erbrechen verursachen. Um Futter billiger zu produzieren und zu strecken, werden oft Getreide und Zucker zugesetzt. Der Zucker dient hauptsächlich dazu, dem Futter eine angenehme Farbe für das menschliche Auge zu verleihen. Katzen können Zucker nicht direkt schmecken, da sie auf der Zunge keine Geschmacksknospen für „süß“ besitzen. Für den Geschmack des Futters ist hauptsächlich der Eiweißgehalt verantwortlich. 
  2. Knoblauch, Zwiebeln und Schnittlauch werden von Katzen meistens abgelehnt. Die darin enthaltenen Sulfide können Vergiftungserscheinungen auslösen und eine Zerstörung der roten Blutkörperchen bewirken. 
  3. Schokolade ist für Katzen genau so giftig wie für Hunde. Theobromin löst schon in geringen Mengen Erbrechen und Krämpfe aus. 
  4. Hülsenfrüchte, Avocados, Kohl und Pfirsiche sind ebenfalls nicht gut verträglich. 
  5. Thunfisch aus der Dose ohne Öl: Kleinere Portionen Thunfisch ohne Öl werden meist vertragen. Bei größeren Portionen kann eine Vergiftung durch den hohen Gehalt von Quecksilber im Fisch entstehen. Meistens werden von der Fischindustrie junge Thunfische verwendet, bei denen der Gehalt an Quecksilber noch nicht so hoch ist. 
  6. Brot: Die meisten Katzen lehnen Weißbrot und Vollkornbrot ab, da es ihnen einfach nicht schmeckt. Frisst die Katze dennoch ein Stück Brot, können Durchfälle auftreten, da Getreide im Darm nicht gut aufgespalten werden kann. Wird Schimmelbildung auf dem Brot übersehen, reagiert die Katze mit Erbrechen, Muskelzittern und Aggressivität. Herzfrequenz und Atmung sind erhöht, manchmal treten Krämpfe auf. In diesem Fall sollte die Katze von einer Tierärztin oder einem Tierarzt behandelt werden.

4. petdoctors Empfehlung:

Bieten Sie Ihrer Katze artgerechte, eiweißreiche, schmackhafte Nahrung, die an Alter und Lebensweise Ihres Stubentigers angepasst ist. Der Genuss menschlicher Speisen ist für Katzen manchmal gefährlich, schwere Vergiftungen treten aber nur selten auf. Nur eine gut und gesund ernährte Katze ist auch eine glückliche Katze.

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