Blühendes Gift: Amaryllis eine beliebte aber gefährliche Weihnachtsdekoration

Alle Teile sind giftig. Die höchste Konzentration an Giftstoffen findet sich in der Zwiebel.
(c) Photo: Stux auf Pixabay

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Pflanze/Ritterstern/giftig - update 06/11/20

  • Die Giftstoffe sind in allen Teilen der Amaryllis enthalten.
  • Die höchste Konzentration an Giftstoffen findet sich in der Zwiebel   
  • Nicht nur für Haustiere eine blühende sondern auch für Kinder  
  • Vergiftungssymptome bei Hunden, Katzen, Kaninchen, Hasen, Hamstern, Meerschweinchen und Vögeln
  • Bei einem Verdacht, dass Ihr Tier an der Amaryllis geknabbert hat, entfernen Sie alle noch sichtbaren Reste der Pflanze aus dem Mund des Tieres.
  • Bringen Sie Ihr Tier unverzüglich in eine Tierarzt-Ordination. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Notfall.

Die wunderschönen Trichterblüten der Amaryllis, die in den verschiedensten Farben strahlend leuchten, sind eine beliebte Weihnachtsdekoration. Für Haustiere und Kinder stellt die Pflanze, die in der Blüte, in Blättern und er Zwiebel giftige Stoffe enthält, eine große Gefahr dar.

1. Zur Amaryllis:

Die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, stammt ursprünglich aus  den Anden Perus und besteht aus

  • einer Zwiebel, die nur teilweise mit Erde bedeckt ist,
  • spitzen grünen Blättern,
  • einem dicken Stiel und
  • mehreren weißen, rosafarbenen oder roten Trichterblüten.

2. Giftige Teile der Pflanze sind:

Die Giftstoffe sind in allen Teilen der Amaryllis enthalten. Die höchste Konzentration an Giftstoffen befindet sich in der großen Zwiebel.

3. Enthaltene Gifte und Wirkung:

In der Amaryllis sind verschiedene Alkaloide enthalten, die schon in kleinsten Mengen für Tiere giftig sind.

  1. Lycorin und Amellin wirken auf das Nervensystem.
  2. Caranin, Acetylcaranin und Undulatin verursachen Verätzungen und Verdauungsstörungen.
  3. Bereits zwei Gramm der Zwiebelschale genügen, um schwere Vergiftungserscheinungen auszulösen.

4. Für welche Tiere die Amaryllis giftig ist:

Der Ritterstern verursacht Vergiftungssymptome bei

5. Symptome, die bei einer Vergifung auftreten:

Die Tiere leiden an

  1. Übelkeit und
  2. starker Speichelfluss tritt auf.
  3. Erbrechen, Koliken und Durchfall führen zu einem starken Flüssigkeitsverlust.
  4. Die Tiere sind benommen. 
  5. Hautreizungen und Lähmungen werden sichtbar.
  6. Durch die Giftstoffe wird die Niere geschädigt.
  7. Die Tiere leiden unter starken Krämpfen und Herzrhythmusstörungen.
  8. Der Tod tritt durch einen Herzstillstand ein.

Schnelles Handeln kann Leben retten: Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Tier an der Amaryllis geknabbert hat, entfernen Sie alle noch sichtbaren Reste der Pflanze aus dem Mund des Tieres. Kontaktieren Sie Ihren Tierarzt und bringen Sie das Tier unverzüglich in die Ordination. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Notfall.

6. Therapie:

  • Die Haut- und Schleimhautreizungen werden gespült.
  • Infusionen gleichen den Flüssigkeitsverlust aus und unterstützen den Kreislauf des Tieres.
  • Krampflösende Medikamente lindern die starken Muskelkrämpfe.
  • Gleichzeitig mit den Infusionen werden Medikamente, die die Leber und die Nieren schützen, verabreicht.

7. Wie Sie einer Vergiftung vorbeugen können:

  1. Am besten ist es, keine giftige Pflanzen in der Wohnung aufzustellen. Auch der Weihnachtssten und der Weihnachtskaktus enthalten Giftstoffe.
  2. Bringen Sie Dekorationen mit Giftpflanzen stets nur außer der Reichweite Ihrer Tiere an.
  3. Bieten Sie Katzen immer frisches Katzengras an, damit diese ihr natürliches Kaubedürfnis befriedigen können.

8. Zusammenfassung

Die Amaryllis ist eine schöne, aber hochgiftige Pflanze. Schon die Aufnahme kleiner Pflanzenmengen kann zum Tod des Tieres durch Herzstillstand führen.

Kontaktieren Sie bei dem Verdacht einer Vergiftung immer sofort eine Tierärztin oder einen Tierarzt. Rasche Hilfe kann das Leben Ihres Tieres retten.

9. Lesen Sie hier gleich weiter: giftige Indoor & Outdoor Pflanzen: