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Hot Dogs, die tödliche Gefahr

Wien warnt per Plakat vor überhitzten Autos als Falle für den Hund

 
„Hot Dogs bitte nur am Würstelstand!“ – Darauf werden AutolenkerInnen in Wien heuer an verschiedenen Parkplätzen im Stadtgebiet von Wien aufmerksam gemacht. Es geht dabei nicht um der Wiener liebste Würstel, sondern um den Hund.


Tierschutz-Stadträtin Ulli Sima und die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy anläßlich der Präsentation der Plakate: Bereits ab einer Außentemperatur von 20 Grad kann das Auto zur tödlichen Falle für Hunde werden. Da kommt es rasch zu Temperaturen wie in einem Backofen. Da Hunde nicht schwitzen können, droht ihnen ganz schnell ein Herz-Kreislauf-Versagen“.


Als Partner für die Aktion der Stadt Wien konnten die Wipark Garagen GmbH sowie die Contipark Parkgaragengesellschaft mbH gewonnen werden. Beide Betreiber haben die Plakate an ihren oberirdischen Parkplätzen im Stadtgebiet angebracht.


Was tun, wenn die Gefahr der Überhitzung droht?


Wenn der Hund stark hechelt, apathisch da liegt und nicht oder kaum auf Klopfen und Bewegungen an der Scheibe reagiert, dann


Ø Sofort die Polizei unter 133 rufen und Autokennzeichen durchgeben
Ø Den Wagen öffnen (lassen) und das Tier befreien
Ø Erste Hilfe leisten: Den Hund in den Schatten bringen und mit frischem, lauwarmem Wasser versorgen. Bitte kein kaltes Wasser geben oder über den Hund gießen – das belastet den Kreislauf zusätzlich!
Ø Den Hund umgehend medizinisch versorgen lassen


Wenn der Hund ansprechbar ist, dann


Ø LenkerIn ausrufen lassen, wenn möglich (z.B. im Supermarkt, Shopping-Center)
Ø Am Wagen bleiben und Zustand des Hundes beobachten
Ø Wenn sich der Zustand des Tieres verschlechtert, dann Polizei rufen, Autokennzeichen durchgeben, Wagen öffnen (lassen), Hund im Schatten mit Trinkwasser versorgen und ggf. veterinärmedizinisch behandeln lassen


Strafen für verantwortungslose HundehalterInnen


Personen, die ein Tier einer solchen Situation aussetzen, können für ihr Verhalten laut Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen werden – mit einer Geldstrafe von bis zu 3.750 Euro (im Wiederholungsfall bis zu 7.500 Euro). Außerdem droht eine Anzeige nach dem Strafgesetzbuch (§222).

 

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