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Amaryllis, das blühende Gift

Gefahr für Kinder und Haustiere

 

Die wunderschönen Trichterblüten der Amaryllis, die in den verschiedensten Farben strahlend leuchten, sind fast ein Muss bei der weihnachtlichen Dekoration der Wohnung. Für Haustiere und Kinder stellt die Pflanze, die giftige Stoffe enthält, eine große Gefahr dar.

Der Ritterstern besteht aus einer Zwiebel, die nur teilweise mit Erde bedeckt ist, spitzen grünen Blättern, einem dicken Stiel und mehreren weißen, rosafarbenen oder roten Trichterblüten. Ursprünglich stammt die Pflanze aus den Anden Perus.

Welche Teile der Pflanze giftig sind

Die Giftstoffe sind in allen Teilen der Amaryllis enthalten. Die höchste Konzentration an Giftstoffen befindet sich in der großen Zwiebel.

Welche Gifte enthalten sind

In der Amaryllis sind verschiedene Alkaloide enthalten, die schon in kleinsten Mengen für Tiere giftig sind.

Lycorin und Amellin wirken auf das Nervensystem. Caranin, Acetylcaranin und Undulatin verursachen Verätzungen und Verdauungsstörungen. Bereits zwei Gramm der Zwiebelschale genügen, um schwere Vergiftungserscheinungen auszulösen.

Für welche Tiere die Amaryllis giftig ist

Der Ritterstern verursacht Vergiftungssymptome bei Hunden, Katzen, Kaninchen, Hasen, Hamstern, Meerschweinchen und Vögeln.

Welche Symptome auftreten

Die Tiere leiden an Übelkeit. Starker Speichelfluss tritt auf. Erbrechen, Koliken und Durchfall führen zu einem starken Flüssigkeitsverlust. Die Tiere sind benommen.  Hautreizungen und Lähmungen werden sichtbar. Durch die Giftstoffe wird die Niere geschädigt. Die Tiere leiden unter starken Krämpfen und Herzrhythmusstörungen. Der Tod tritt durch einen Herzstillstand ein.

Schnelles Handeln kann Leben retten

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Tier an der Amaryllis geknabbert hat, entfernen Sie alle noch sichtbaren Reste der Pflanze aus dem Mund des Tieres. Kontaktieren Sie Ihren Tierarzt und bringen Sie das Tier unverzüglich in die Ordination. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Notfall.

Welche Therapie durchgeführt wird

Die Haut- und Schleimhautreizungen werden gespült. Infusionen gleichen den Flüssigkeitsverlust aus und unterstützen den Kreislauf des Tieres. Krampflösende Medikamente lindern die starken Muskelkrämpfe. Gleichzeitig mit den Infusionen werden Medikamente, die die Leber und die Nieren schützen, verabreicht.

Wie Sie einer Vergiftung vorbeugen können

Vermeiden Sie das Aufstellen giftiger Pflanzen in der Wohnung. Bringen Sie Dekorationen mit Giftpflanzen stets nur außer der Reichweite Ihrer Tiere an. Bieten Sie Katzen immer frisches Katzengras an, damit diese ihr natürliches Kaubedürfnis befriedigen können.

Zusammenfassung

Die Amaryllis ist eine schöne, aber hochgiftige Pflanze. Schon die Aufnahme kleiner Pflanzenmengen kann zum Tod des Tieres durch Herzstillstand führen.

Kontaktieren Sie bei dem Verdacht einer Vergiftung immer sofort einen Tierarzt. Rasche Hilfe kann das Leben Ihres Tieres retten.