Hunde haben bis zu 20 Träume pro Nacht

Teilen

Hund, Verhalten, Schlafphasen, Träumen - update: 17/12/20

  • Hunde träumen, um Erlebnisse zu verarbeiten.
  • Ungestörter Schlaf ist wichtig für ein gesundes Hunde-Leben.
  • Wie wir durchlaufen unsere Hunde die REM Phasen.
  • Bis zu 20 Träume pro Nacht haben unsere Fellnasen. Auf jeden Traum folgt eine Wachphase.

Unsere Fellnasen verfügen über eine gute Wahrnehmung ihrer Umgebung. Sie sind sich des Lebens und ihres „Ichs“ bewusst und haben aktive Erinnerungen. Sie  können Gefühle ausdrücken. 

Beobachten wir unsere Vierbeiner beim Schlafen, sehen wir Pfoten und Ohren zucken, Beine laufen und kauende Gebisse. Träumen unsere felligen Freunde  wie wir?

1.  Schlafphasen

Der Schlaf wird durch Botenstoffe im Gehirn gesteuert. Dabei können verschiedene Gehirnwellen gemessen werden:

  • Phase 1: Leichtschlafphase. Die Spannung der Muskeln ist verringert. Das Gehirn beginnt mit der Verarbeitung der Erlebnisse während des Tages. 
  • Phase 2: Tiefschlafphase. Non-Rem Phase. Die Puls- und Atemfrequenz und die Körpertemperatur sinken. Die Erholungsphase beginnt. Bewegungsabläufe und Gehirnaktivität sind stark verringert. Die Tiefe des Schlafes ändert sich während dieser Schlafphase.
  • Phase 3: Traumschlafphase. Rem Phase (rapid eye movement) Die Muskulatur ist vollständig erschlafft. Die Augen bewegen sich rasch hinter den geschlossenen Lidern. Das Gehirn ist sehr aktiv, intensive Träume finden statt. Die Muskeln entspannen sich, die Atmung wird flach. Kann der Rem- Schlaf längere Zeit nicht stattfinden, treten körperliche Schäden auf.

2.  Wie Sie erkennen, ob Ihr Hund träumt

Gerade noch vor sich in gedöst, beginnt ihr Vierbeiner zu winseln, zu krurren, zu bellen und zuckt mit den Beinen. Auch Kaugeräusche können hörbar sein. Hunde träumen laut und leise.

3.  Wie Hunde schlafen: die Kleinen träumen mehr als die Großen 

Kleine Rassen träumen häufiger als große Hunde. Auf jeden Traum (bis zu 20 Träume pro Nacht) folgt eine kurze Wachphase. In den ersten beiden Lebensjahren träumen Hunde besonders intensiv von ihrer Welpenzeit, sie strampeln (Milchtritt) und produzieren Schmatzgeräusche (saugen von Milch)

4. Was passiert während Ihr Hund träumt

Im wachen Zustand müssen Hunde viele Sinneseindrücke aus ihrer Umgebung aufnehmen. Die dabei verbrauchte Energie wird während der Schlafphasen wieder aufgetankt. Wird ein Vierbeiner aus der Tiefschlafphase geweckt, muss diese nachgeholt werden, damit sich der Körper ausreichend erholen kann.

Träume sind bei allen höheren Wirbeltieren eine normale Funktion des Gehirns. Sie dauern bis zu 20 Minuten und unterstützen die Nervenzellen bei ihrer Regeneration.

5. Lassen Sie Ihren Hund schlafen. Bitte nicht wecken!

Auch Knurren ist kein Alarmzeichen. Hat Ihr Tier Alpträume, sind diese für die Verarbeitung von schlechten Erfahrungen nützlich. Verlegen Sie die Streicheleinheiten auf eine Zeit, in der Ihr Hund wach ist. Nach genügend langer Erholung ist Ihre Fellnase sicher wieder zu neuen Aktivitäten bereit. 

Unsere Haustiere schlafen tiefer und entspannter als Ihre wilden Artgenossen, die ständig in Bereitschaft waren, um auf Bedrohungen reagieren zu können. Aber wen wundert das bei einem weichen, warmen Bett und einer immer gut gefüllten Futterschüssel.