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Gefährliches Spiel mit Stock und Stein

Wurfspielzeug ermöglicht fangen ohne Verletzungsgefahr

 

Jetzt ist die richtige Jahreszeit für einen entspannenden Hundespaziergang über Wiesen und Felder. Da fehlt nur noch ein lustiges Spiel. Stöckchen oder kleinere Äste lassen sich überall finden. Werfen, fangen, herumtragen, apportieren. Viel Spaß, aber die Gefahren sollten nicht unterschätzt werden. Sicherer sind Alternativen wie Ringe, Seile oder Gummispielzeug. Für Apportier-Übungen eignet sich ein Futter-Dummy. Frisbees für Hunde sollten weich sein und nicht zum Splittern neigen. Steine sind sowieso verboten. Jeder Tierzahnarzt kann ein Lied davon singen.

Welche Verletzungen entstehen

Werden die Stöckchen in der Luft gefangen, können sich spitze Teile in den Mund des Hundes bohren. Prallt das Holz auf dem Boden auf und das spitze Ende steht nach oben besteht ebenfalls Verletzungsgefahr. Kleine blutende Wunden im Mundbereich heilen zwar rasch ab, aber wenn Holzsplitter und Bakterien tiefer in das Gewebe eindringen, bilden sich eitrige Entzündungen.

Verkeilt sich ein Splitter zwischen den Zähnen, entstehen am Zahnfleisch Druckstellen. Die Durchblutung des Gewebes ist gestört. Wird das Holz nicht entfernt, entstehen Nekrosen. Die Zahnwurzeln werden geschädigt.

Sticht das Holz in den weichen Gaumen oder den Hals sind auch schwere Verletzungen möglich. Es  können große Gefäße und Nerven verletzt werden. Auch Verletzungen der Speiseröhre und Luftröhre sind möglich.

Ganz schlecht sind geworfene Steine. Ist der Hund rechtzeitig dort, kann der abprallende Brocken schwere Verletzungen verursachen und den Biss auf den Stein  hält kein Zahn aus.

Wie man mit Verletzungen umgeht

Versuchen Sie nie, tief im  Gewebe steckende Splitter herauszuziehen. Sie könnten schwere Verletzungen verursachen. Suchen Sie in diesem Fall sofort einen Tierarzt auf. Dieser kann mit Hilfe eines Röntgenbildes feststellen, wie tief das Holz eingedrungen ist und es unter Narkose kontrolliert entfernen.