petdoctors Tipp: stressfrei Urinprobe vom Hund sammeln [11|21]

(c) Photo: Pezibaer auf Pixabay

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Urinprobe, Harn, Training, Diagnose - News [04|11|21]

1. Wie Sie eine Urinprobe nehmen:

  1. Wenn Ihr Hund Urin absetzen will, schnüffelt er kurz und dreht sich.
  2. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Achtung ziehen Sie jetzt nicht an der Leine! Nähern Sie sich langsam Ihrem Hund.
  3. Halten Sie ein sauberes Gefäß (Anm: es muss nicht steril sein) zum Auffangen des Harns bereit.
  4. Sobald Ihr Hund Urin absetzt, fangen Sie den Strahl auf und verschließen das Gefäß anschließend. Gut eignen sich Gläser mit einem Schraubverschluss (Tipps: zum Schutz des Behälters noch ein Säckchen mitnehmen, weiters Einmalhandschuhe oder Desinfektionstücher)
  5. Am besten ist es für die Diganose durch die Tierärzt*in, die Harnprobe beim Morgenspaziergang zu nehmen. 
  6. Wenn Sie den Harn am Vortag nehmen, dann muss dieser gekühlt werden. (Über Nacht Kühlschrank aufbewahren)

Dieser Vorgang sollte aber vorher Schritt für Schritt geübt werden. Sonst wird Ihr Hund durch die Annäherung irritiert und unterbricht den Harnabsatz.

2. Wie Sie Harn abnehmen für den Ernstfall trainieren:

Achtung übereilen Sie nichts. Sonst wird Ihr Vierbeiner misstrauisch. Je langsamer Sie die Übung aufbauen, desto stressfreier für Sie und Ihren Hund.

  1. Schritt 1: Gehen Sie nahe zu Ihrem Hund, wenn dieser Harn absetzt.
  2. Belohnen Sie Ihren Vierbeiner nach diesem Vorgang immer mit einem Leckerchen.
  3. Erst wenn Ihr Hund von Ihrer  Annäherung nicht mehr irritiert ist und Sie beim urinieren ignoriert, dann machen Sie den nächsten Schritt.
  4. Schritt 2: Führen Sie den Sammelbehälter immer näher an Ihren Hund heran, bis Sie ihn damit sogar berühren können.
  5. Schritt 3: Der Hund nimmt das Gefäß mit der Zeit als etwas Normales wahr und ist nicht mehr beunruhigt. Erst dann können Sie den Harn auffangen.

Bleiben Sie geduldig, bleiben Sie ruhig und gelassen. Ihr Hund spürt ganz genau, wenn Sie aufgeregt oder hektisch sind. 

3. Mehr zum Thema Hundeharn:

Die Farben des Hundeharns geben wichtige Hinweise auf mögliche Erkrankungen. Normalerweise ist der Harn dunkelgelb und klar. 

Ist er trüb, braun oder rot stinkt er? Dann sollten Sie Ihre Tierärzt*in aufsuchen. Am besten gleich mit einer Urinprobe vom Morgenharn.  

[Mehrwissen auf petdoctors zu den Farben des Hundeharns und was sie bedeuten.]