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VetMed-Studie widerlegt die Rasselisten

Hundebiss-Statistik und standardisierte Risikoanalyse

Es gibt keine gefährlichen oder ungefährlichen Hunderassen. Ob ein Hund gefährlich ist oder nicht hängt davon ab, wie er aufwächst, sozialisiert und erzogen wird. Das ist Ergebnis einer Studie der veterinärmedizinischen Universität Wien, die Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein beim runden Tisch zum Thema Listenhund vorlegte.


 
Hartinger-Klein will als Konsequenz daraus die Rasselisten abschaffen und Hunde individuell hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit beurteilen lassen. Vorgesehen ist eine flächendeckende Hundebissstatistik und eine standardisierte Risikoanalyse. Wer für die Dokumentation der bundesweit anfallenden Hundebisse zuständig sein wird, ist noch nicht klar. Auch muss geklärt werden, was unter einem „Biss“ zu verstehen ist.
Die Kompetenz das Tierschutzgesetz liegt bei den Bundesländern. Diese haben sich laut Hartinger-Klein zur Zusammenarbeit bereiterklärt. Allerdings hat die Wener Stadträtin Ulli Sima bereits angekündigt, dass die Regeln für Listenhunde in Wien nicht verändert würden.
 
Bisher differieren die Pflichten für Hundebesitzer österreichweit. Wien und Niederösterreich schreiben für bestimmte Hunderassen verpflichtend einen Hundeführschein vor. In Oberösterreich reichen ein allgemeiner Sachkundenachweis für das Halten von Hunden und ein erweiterter Nachweis für auffällige Hunde.
 
In der Studie der VetMed wurden mehr als 13.000 Hunde aus 31 unterschiedlichen Rassen untersucht. Daraus lasse sich keine Beurteilung als Listen- oder Kampfhund nach Rasse ableiten, im Gegenteil, es seien innerhalb der Rassen sehr große Verhaltens- und Wesensunterschiede festgestellt worden. Hartinger-Klein: „Listenhunde per se gibt es nicht. Hunde sind überwiegend ein Produkt ihrer Umwelt. Der Hundehalter steht im Vordergrund.“
 

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