Kaninchen passen Schlafrhythmus ihrem Umfeld an. Können sie auch träumen? [02|23]

Verhalten, Schlafen, Schlafrhythmus, Schlafpositionen, Tiefschlafphase, Lebensqualität, Immunsystem, Träume - Petdoctors [22|02|23]
(c) Photo: Engin Akyurt auf Pixabay
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Verhalten, Schlafen, Schlafrhythmus, Schlafpositionen, Tiefschlafphase, Lebensqualität, Immunsystem, Träume - News [22|02|23]

  • Kaninchen können mit offenen und geschlossenen Augen schlafen
  • Wenn sie träumen, bewegen sie Beine und Nase
  • In den REM Phasen sind schnelle Augenbewegungen bei geschlossenen Augen sichtbar (Rapid Eye Movement)
  • Träume treten ausschließlich in der Tiefschlafphase auf
  • Hauskaninchen haben einen anderen  Schlafrhythmus als Wildkaninchen

1. Über den Schlafrhythmus von Kaninchen:

  1. Wildkaninchen sind am Morgen und Abend in der Dämmerung besonders aktiv, um Futter zu finden und ihre sozialen Aktivitäten auszuleben.
  2. Der Schlafrhythmus ist bei freilebenden Kaninchen an ihre Fressfeinde angepasst: Eulen sind nachtaktiv, Raubvögel stellen am Tag eine Gefahr dar.
  3. In den Übergangsstunden, in der Dämmerung,  befinden sich die Kaninchen in Sicherheit und können ohne Stress Nahrung aufnehmen.
  4. Die gefährlichen Stunden, wenn die Fressfeinde aktiv sind, werden von den Kaninchen zum Dösen und Schlafen im Bau genutzt.
  5. Bei Hauskaninchen in Käfighaltung ist der Schlafrhythmus von den Lichtverhältnissen in der Wohnung abhängig. Die Kaninchen richten sich nach dem Menschen.

2. Können Kaninchen träumen?

Alle Säugetiere, die eine Tiefschlafphase besitzen, sind auch in der Lage, zu träumen:

  • Bei unseren Kaninchen findet die Tiefschlafphase vor allem in der Mittagszeit und während der Nacht statt.
  • Welche Inhalte die Träume von Kaninchen haben, ist derzeit noch unbekannt.
  • Da die Nager ein gutes Erinnerungsvermögen besitzen, wird vermutet, dass in den Träumen die Erinnerungen verarbeitet werden.
  • Vor allem nach Stresssituationen wie einem Tierarztbesuch, einer Auseinandersetzung mit einem anderen Kaninchen oder Kontakt mit unbekannten Personen träumen die Kaninchen besonders heftig.

Die Träume entstehen aber nicht nur direkt nach der stressigen Situation. Wird bei einem Kaninchen die Erinnerung, zum Beispiel durch einen bestimmten Geruch, geweckt, kann diese Erinnerung ebenso der Auslöser für einen Traum sein.

3. Wie oft Kaninchen träumen und warum:

  • Im Traum werden neue Erfahrungen verarbeitet. Je mehr unbekannten Situationen ein Kaninchen ausgesetzt ist, umso öfter und heftiger träumt es.
  • Junge Kaninchen, die erst ihre Umgebung und Artgenossen kennenlernen müssen, träumen wesentlich häufiger als alte, erfahrene Kaninchen.
  • Häufige Träume können auch bei Kaninchen beobachtet werden, die in einer schlechten Haltung aufwuchsen und nur wenigen Umweltreizen ausgesetzt waren. Wenn sie in eine andere Umgebung kommen, müssen diese Tiere viele neue Umweltreize verarbeiten und träumen deshalb häufiger.
  • Ob der Inhalt der Träume schön oder schlecht ist, ist derzeit noch nicht bekannt.

Sind Kaninchen in der Lage, ein sicheres und entspanntes Leben ohne Stress zu führen, haben die Tiere sicher auch schöne Träume.

4. Dürfen Kaninchen während sie träumen geweckt werden?

Kaninchen benötigen ebenso wie andere Tiere einen ungestörten Schlaf. Wird der Schlafrhythmus immer wieder durch Aufwecken unterbrochen, ist das Kaninchen Stress ausgesetzt. Stress beeinträchtigt die Lebensqualität, schädigt das Immunsystem und kann chronische Krankheiten auslösen. Kaninchen sollten an ihrem Rückzugsort also nicht gestört werden, damit sie die Erlebnisse des Tages ungestört verarbeiten können.

5. Wie man erkennt, das Kaninchen träumen:

  • Kaninchen nehmen eine entspannte Schlafposition ein
  • Die Tiere liegen seitlich oder auf dem Rücken und strecken die Beine aus
  • REM Phase: schnelle Augenbewegungen bei geschlossenen Augen
  • Die Beine zucken
  • Die Nase zuckt
  • Das Kaninchen schnuppert
  • Die Ohren bewegen sich

5. Wie Sie Ihrem Kaninchen angenehme Träume schenken:

  1. Artgerechte Haltung
  2. Soziale Kontakte mit Artgenossen
  3. Ausreichend Bewegung
  4. Artgerecht ausgestattetes Gehege
  5. Vermeidung von Stress
  6. Spiel und Abwechslung
  7. Gesundes und artgerechtes Futter

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