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Bissverletzungen bei Katzen

Freigänger sind besonders gefährdet, aber auch bei einem Mehr-Katzen Haushalt sollte man ein wachsames Auge haben.

Freigänger sind immer wieder in Revierkämpfe verwickelt, aus denen sie Bisswunden oder Kratzer davontragen können. Aber auch bei gemeinsam lebenden Wohnungskatzen sind Streitigkeiten nicht ganz zu vermeiden.

 

Oberflächliche Wunden heilen meistens von selbst ab und können durch den Tierhalter versorgt werden. Tiefe Wunden sollten immer von einem Tierarzt untersucht werden, damit keine schlecht heilenden, eitrigen Entzündungen entstehen.

Was bei einer Bissverletzung passiert

Die Zähne durchtrennen die Haut und dringen in die Tiefe des Gewebes ein. Achtung: Eckzähne können tief eindringen, hinterlassen aber nur eine kleine, oberflächliche Wunde, die sich schnell verschließt.

Die Zähne tragen Schmutz Bakterien, wie ein Stempel, in die Tiefe des Gewebes. Unter Sauerstoffabschluss vermehren sich vor allem Eitererreger (Staphylokokken, Streptokokken, Pseudomonaden) besonders gut. Obwohl die Wunde an der Oberfläche abheilt, entsteht in der Tiefe eine Entzündung.

Weiße Blutkörperchen und Makrophagen bekämpfen die eingedrungenen Bakterien, ein Abszess bildet sich. Tage nach der Bissverletzung wird oft erst eine Rötung und Schwellung bemerkt. Gelangen die Keime auch in die Blutbahn, entsteht eine lebensbedrohliche Sepsis (Blutvergiftung). Sehr tiefe Verletzungen können auch Entzündungen der Knochenhaut (Osteomyelitis) oder der Gelenke (Arthritis) verursachen.

Symptome

Die Verletzung ist schmerzhaft, eventuell sind Blutungen sichtbar. Ist die Verletzung älter, kann eine Kruste ertastet werden. Hat sich bereits ein Abszess gebildet, ist die betroffene Stelle heiß, gerötet und geschwollen. Die Bewegungen sind eingeschränkt. Die Haare sind gesträubt. Bei einer Sepsis tritt hohes Fieber auf. Die Katze ist müde und frisst nicht mehr.

Behandlung durch den Tierarzt

Ist die Verletzung nur oberflächlich, muss nicht unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Aber Vorsicht: Kleine Verletzungen wirken oft harmlos und können weit in die Tiefe reichen. Bei den ersten Anzeichen von Schwellungen oder Rötungen muss immer ein Tierarzt aufgesucht werden. Die Bisswunde sollte so schnell wie möglich mit klarem Wasser gereinigt und anschließend mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden.

Bitte keine Salben auf die frischen Wunden auftragen. Salben bilden mit Gewebeflüssigkeit einen dichten Schorf. Die Bakterien können sich dann unter der Kruste stark vermehren.

Am besten wird die Verletzung zuerst mit Octenisept Spray desinfiziert und anschließend zweimal täglich mit Bepanthen plus Spray behandelt.

Achten Sie darauf, dass die obere Öffnung nicht verschlossen ist, damit Wundsekret abfließen und die Wunde von innen heraus abheilen kann. Suchen Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt auf, wenn Schwellungen auftreten.


Homöopathie

Arnica D3 Globuli unterstützen die Wundheilung. Sind bereits Schwellungen des Gewebes vorhanden, kann Lachesis D 12 eingesetzt werden.