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Warum Katzen träumen

Nicht wecken, streicheln ist später

Katzen träumen, um Erlebnisse verarbeiten zu können. Ungestörter Schlaf ist wichtig für ein gesundes Leben.


Tiere verfügen über eine gute Wahrnehmung ihrer Umgebung. Sie sind sich des Lebens und ihres „Ichs“ bewusst, verfügen über aktive Erinnerungen und können Gefühle ausdrücken. Beobachten wir unsere Vierbeiner beim Schlafen, sehen wir Pfoten und Ohren zucken, Beine laufen, ihr Tier kaut. Aber können unsere felligen Freunde auch wie wir träumen?


Schlafphasen


Der Schlafzyklus ist in mehrere Phasen unterteilt, die mit einem EEG (Elektroencephalogramm) dargestellt werden können. Während des Schlafens sind Körper und Gehirn weiter aktiv, um Tageserlebnisse zu verarbeiten.


1. Rem- Schlaf: Im Rem- Schlaf (rapid eye movement) ist das Gehirn sehr aktiv, intensive Träume finden statt. Die Muskeln entspannen sich, die Atmung wird flach. Kann der Rem- Schlaf längere Zeit nicht stattfinden, treten körperliche Schäden auf.


2. Non- Rem- Schlaf: Bewegungsabläufe und Gehirnaktivität sind stark verringert. Die Tiefe des Schlafes ändert sich während der Schlafphase.


Wie erkennen sie, ob ihre Katze träumt


Gerade noch vor sich in gedöst, beginnt ihr Vierbeiner mit den Beinen zu zucken, bei Katzen bewegen sich die Schnurrhaare und Schwanz. auch Kaugeräusche können hörbar sein.


Wie die Katze schläft


Katzen schlafen bis zu 18 Stunden täglich oder dösen gemütlich vor sich hin. Pro 30 Minuten Schlafzyklus findet eine Rem- Phase von ungefähr 7 Minuten statt. Tiefschlaf und leichterer Schlaf wechseln sich ab.

Was während eines Traums passiert


Im wachen Zustand müssen Katzen viele Sinneseindrücke aus ihrer Umgebung aufnehmen. Die dabei verbrauchte Energie wird während der Schlafphasen wieder aufgetankt. Wird ein Vierbeiner aus der Tiefschlafphase geweckt, muss diese nachgeholt werden, damit sich der Körper ausreichend erholen kann.


Träume sind bei allen höheren Wirbeltieren eine normale Funktion des Gehirns. Sie dauern bis zu 20 Minuten und unterstützen die Nervenzellen bei ihrer Regeneration.


Wie können sie reagieren


Wecken sie ihre  Katze nicht auf. Auch Knurren und Fauchen ist kein Alarmzeichen. Hat ihr Tier Alpträume, sind diese für die Verarbeitung von schlechten Erfahrungen nützlich. Verlegen sie die Streicheleinheiten auf eine Zeit, in der ihr Tier wach ist. Nach genügend langer Erholung ist ihr Fellchen sicher wieder zu neuen Aktivitäten bereit.
 
Unsere Haustiere schlafen tiefer und entspannter als ihre wilden Artgenossen, die ständig in Bereitschaft waren, um auf Bedrohungen reagieren zu können. Aber wen wundert das bei einem weichen, warmen Bett und einer gut gefüllten Futterschüssel.