Futterkohle

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Das alte Hausmittel wird durch Verkohlen verschiedener Pflanzenteile gewonnen. Abhängig von den verwendeten Pflanzen besitzen die Kohlemischungen unterschiedliche Wirkungsspektren.

 

Die regelmäßige Fütterung von Futterkohle erhöht die Vitalität von Hunden und Katzen. Die Verdauung wird reguliert, schädliche Stoffe werden gebunden und direkt ausgeschieden. Der Zusatz von Futterkohle kann die Lebensqualität von Hund und Katze steigern und für rundum Wohlbefinden sorgen.

Nicht verwendet darf Futterkohle werden:

Während der Verabreichung von Medikamenten darf Pflanzenkohle nicht gefüttert werden. Die Wirkstoffe der Arzneien werden durch die Pflanzenkohle teilweise gebunden und neutralisiert.

Herstellung:

1. Traditionell in Kohlemeilern
Pflanzenkohle wurde bereits in der Eisenzeit durch Verkohlen von Holz und Stroh unter Luftabschluss bei 275 – 1000 °Celsius hergestellt.  Die dabei entstehenden Gase werden ungefiltert an die Luft abgegeben. Die Kohleausbeute ist relativ gering.

2. Herstellung durch Pyrolyse
Mit der technischen Pyrolyse können Pflanzenausgangsstoffe, die noch einen Restfeuchtigkeitsgehalt von bis zu 50 % besitzen, verarbeitet werden. Die dabei entstehenden Gase werden für die Stromerzeugung eingesetzt. Eine feinkörnige Kohle entsteht.

3.  Hydrothermale Carbonisierung
Bei Temperaturen von 180° Celsius und 20 Bar wird unter Zusetzen von Wasser aus Biomasse Kohle hergestellt. Die Verkohlung kann auch unter Dampfathmosphäre durchgeführt werden.

Eigenschaften der Pflanzenkohle:

Pflanzenkohle ist porös. Die Oberfläche beträgt bis zu 300 m² / Gramm. Schadstoffe werden in der schwammigen Struktur gebunden.
Der Nährstoffgehalt liegt bei bis zu 950 g / kg
Abhängig von dem verwendeten Ausgangsstoff variiert der Kohlenstoffgehalt zwischen 25 und 95 %.
Der pH- Wert liegt zwischen 6 und 10
Wofür Pflanzenkohle verwendet wird:
In der Landwirtschaft wird aktivierte Pflanzenkohle als Nährstoffträger für Mikroorganismen zur Verbesserung der Bodenqualität eingesetzt.
In der Medizin gilt Pflanzenkohle als bewährtes Hausmittel, das sowohl bei Menschen als auch bei Tieren eingesetzt wird.

Wie Futterkohle wirkt:

  • Bindung von Schadstoffen und Giftstoffen im Magen- Darmtrakt. Die Gesundheit der Darmschleimhaut wird gefördert.
  • ACHTUNG: bei akuten Vergiftungen ist die Verabreichung von Pflanzenkohle nicht ausreichend. Lassen sie ihr Tier immer von einem Tierarzt behandeln.
  • Förderung der gesunden Darmflora
  • Milderung von Durchfallerkrankungen durch die Bindung von Flüssigkeit
  • Durch die Bindung von Schadstoffen wird die Gasbildung im Darm verringert, Blähungen werden reduziert.
  • Die erhöhte Zufuhr von Nährstoffen wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Haut und Fell aus.
  • Leber und Niere werden entlastet
  • Der abgesetzte Kot ist gut geformt und riecht nicht.
  • Durch den hohen Gehalt an Kalzium und Phosphor werden die Knochen und Zähne gestärkt.

Dosierung von Futterkohle:

Pflanzenkohle sollte täglich unter das Futter gemischt werden:
Katzen:  1 – 2 g Pflanzenkohle pro Tag
Hunde unter 20 kg:  2 g Pflanzenkohle pro Tag
Hunde bis 40 kg:  4 g Pflanzenkohle pro Tag
Hunde über 40 kg:  8 g Pflanzenkohle pro Tag

Wird Trockenfutter gefüttert, kann die Pflanzenkohle in Form von gepressten Pellets zugefüttert werden.

Werden Hunde oder Katzen mit Nassfutter gefüttert, oder gebarft, kann das Kohlemehl direkt unter das Futter gemischt werden. Das Pflanzenkohlemehl ist staubfrei. Durch den Zusatz von Lachsöl wird ihr Vierbeiner zusätzlich mit ungesättigten Fettsäuren versorgt.

Nicht füttern während Eingabe von Medikamenten: 

Weil die Wirkstoffe von Arzneien durch die Pflanzenkohle teilweise gebunden und neutralisiert werden, darf Futterkohle nicht  der Verabreichungen von Medikamenten gegeben werden.