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Tödliche Gefahr für Hunde in Norwegen

Schwere Gastroenteritis, schon 30 Tiere tot

 

In Norwegen ist in den letzten Wochen eine schwere, bei einigen Hunden tödlich verlaufende, Erkrankung aufgetreten. Bereits 30 Hunde sind an einer akuten hämorrhagischen Gastroenteritis verstorben. Das Krankheitsbild ist durch Erbrechen und starke blutige Durchfälle gekennzeichnet. Die genaue Ursache konnte noch nicht eruiert werden.

Bei den verstorbenen Hunden wurden im Verdauungstrakt folgende Bakterien nachgewiesen: Providencia alcalifaciens und Clostridium perfringens. Derzeit laufen noch Untersuchungen, ob diese Keime auch im Darmtrakt gesunder Hunde vertreten sind. Vergiftungen, Salmonellen, Campylobacter und Tularämie konnte bereits ausgeschlossen werden. Die Resultate der viralen Untersuchungen stehen noch nicht zur Verfügung. Auch eine nichtinfektiöse Ursache kann noch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das norwegische Veterinärinstitut arbeiten eng zusammen, um die Ursache der Erkrankung möglichst schnell abzuklären.

Da oft bei der Haltung mehrerer Hunde in einem Haushalt nur ein Tier erkrankt, besteht die Annahme, dass nur ein geringes Übertragungsrisiko von Hund zu Hund besteht. Eine Übertragung auf den Menschen ist derzeit nicht bekannt.

Weiters muss durch das norwegische Veterinärinstitut noch festgestellt werden, ob es sich um einen Krankheitsausbruch oder um einzelne Episoden handelt, die jedes Jahr auftreten. Aus den Nachbarländern liegen noch keine Meldungen über ähnliche Krankheitsfälle bei Hunden und Menschen vor.

Ratschläge für Reisen nach Norwegen

Halten Sie Ihren Hund an der Leine und vermeiden Sie engen Kontakt zu anderen Hunden

  1. Lassen Sie Ihren Hund während des Spaziergangs nicht an anderen Hunden schnüffeln
  2. Lassen Sie Ihren Hund kein Wasser trinken, aus dem andere Hunde schon getrunken haben
  3. Lassen Sie Ihren Hund kein Futter essen, das andere Hunde berührt haben
  4. Wenden Sie sich bei sprudelndem blutigem Durchfall, Erbrechen oder einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens Ihres Hundes sofort an einen Tierarzt
  5. Rufen Sie den Tierarzt an, bevor Sie Ihren Hund in die Klinik bringen
  6. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Tierarztes, vor allem in Bezug auf Impfstoffe

 

Quelle: Homepage der norwegischen Lebensmittelbehörde: https://www.mattilsynet.no/language/english/serious_illness_in_dogs.36035

 

Sobald weitere Fakten bekannt sind, wird Sie petdoctors & pettrainers sofort informieren.