Amyloidose: 6 Ursachen für gefährliche Proteinablagerungen beim Hund

Bei der Amyloidose sind der Abbau und der Abtransport von Proteinen gestört.
(c) Photo: Amyloidose SGracheva_2610 auf Pixabay

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Leber, Niere, Erbkrankheit, Folgeerkrankung - news 06702/21

  • Am häufigsten tritt bei Hunden die sekundäre Amyloidose auf.
  • Das Amyloid, eine wachsartige Substanz, lagert sich zwischen den Zellen ab.
  • Das faserige Protein beeinträchtigt die Organfunktion.
  • Meistens ist die Niere betroffen
  • Beim Shar Pei lagert sich das Protein vor allem in der Leber ab
  • Eine Heilung ist nicht möglich

Bei der Amyloidose sind der Abbau und der Abtransport von Proteinen gestört. Das Amyloid, ein faseriges Protein mit wachsartiger Substanz, lagert sich zwischen den Zellen ab und beeinträchtigt die Organfunktion. 

Vier Formen der Amyloidose:

  1. Primäre Amyloidose: tritt plötzlich auf, eine Vorerkrankung ist nicht bekannt
  2. Familiäre Amyloidose: genetisch bedingt
  3. Sekundäre Amyloidose: tritt nach Erkrankungen auf, zum Beispiel nach Diabetes mellitus, chronischer Niereninsuffizienz, Leberentzündung
  4. Altersamyloidose: entwickelt sich bei Seniorhunden

Am häufigsten tritt bei Hunden die sekundäre Amyloidose auf.

1. Betroffene Hunderassen:

  • Beagle
  • Pointer
  • Shar Pei
  • Englisch Foxhound
  • Akita Inu
  • Collie

Bei anderen Rassen tritt die Amyloidose seltener auf.

2. Ursachen: genetisch, Folgekrankheit, Alter

  1. Genmutation
  2. Diabetes mellitus
  3. Chronische Entzündungen
  4. Niereninsuffizienz
  5. Leberentzündung
  6. Bakterielle Endokarditis (Herzklappenentzündung)

2. Symptome:

  • Blasse Schleimhäute
  • Gelb verfärbte Schleimhäute durch die Einlagerung von Gallenfarbstoffen
  • Vermehrter Durst
  • Vermehrtes Absetzen von Harn
  • Austrocknung
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Inappetenz
  • Fieber
  • Geschwollene Gelenke
  • Schmerzen
  • Schwäche

3. Diagnose:

  • Blutuntersuchung: großes Blutbild, biochemische Parameter, Gerinnungsprofil
  • Harnuntersuchung
  • Röntgen
  • Ultraschall
  • Gentest bei der erblichen Form

Meistens wird die Amyloidose erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium diagnostiziert.

4. Therapie:

  1. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und richtet sich nach der Grunderkrankung des Hundes.
  2. Zusätzlich muss eine Futterumstellung erfolgen. 
  3. Bei Blutungen in die Bauchhöhle muss eine Bluttransfusion durchgeführt werden. 

5. Vorbeugung:

Hunde, bei denen eine Amyloidose festgestellt wurde, sollten nicht für die Zucht eingesetzt werden.