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Schutz von Operationswunden

Tierfreundliche Alternativen zum Trichter

Für den Schutz von Operationswunden gibt es tierfreundliche Alternativen zum Trichter aus Hartplastik. Aufsicht ist trotzdem vonnöten.

Nach einer Operation oder Verletzung muss die Wunde oft vor weiteren Irritationen geschützt werden, da Katzen und Hunde immer wieder daran lecken oder so lange an den Nähten nagen und ziehen, bis diese reißen und die Wundränder auseinanderklaffen. Hier besteht eine große Infektionsgefahr. Meistens ist das neuerliche Nähen der Wunde mit einer weiteren Narkose verbunden, die ein nicht unbeträchtliches Risiko für ihr Tier darstellt.

 

Welche Schutzmöglichkeiten es gibt:

1. Hartplastiktrichter:

Auch wenn diese niedlich mit bunten Pfötchen verziert sein können, stellen sie für die Katze und den Hund einen großen Stressfaktor dar. Das Sichtfeld ist eingeschränkt, die Tasthaare stoßen ständig gegen die Innenwand des Trichters und versetzen die Katze in Alarmbereitschaft. Anfangs stoßen die Tiere gegen Möbelstücke oder Türrahmen und werden so in ihrer Bewegung stark eingeschränkt. Auch die Futter- und Wasseraufnahme ist erschwert.

Da die Katze oder der Hund nicht 24 Stunden beaufsichtigt werden kann, ist es nötig, die Wunde zu schützen. Dies kann aber auch durch tierfreundliche Alternativen geschehen. 

2. Mondkragen:

Der Mondkragen ist ein mit einem Klettverschluss zu schließender Ring, der aufgeblasen wird und sich so individuell an den Hals ihrer Katze und ihres Hundes anpasst. Das weiche Material ist hautfreundlich und stört kaum beim Laufen oder Fressen. Auch das Sichtfeld wird nicht eingeschränkt.

Schlafen ist durch das weiche Material ungestört möglich, der Kragen wirkt wie ein Polster.

3. Zen- Collar:

Ähnlich wie der Mondkragen besteht der Zen- Collar aus einem äußeren, waschbaren Material mit einem weichen, hautfreundlichen Innenteil. Auch dieser Kragen kann durch Aufblasen individuell angepasst werden.

4. Comfy- Cone:

Beim Comfy- Cone handelt es sich um einen flexiblen Nylontrichter, der durch Klettverschlüsse an die Halsweite des Vierbeiners angepasst werden kann. Da er nach hinten umgestülpt werden kann, ist Essen und Trinken problemlos möglich. Beim Schlafen faltet sich der Comfy- Cone zusammen, bequeme Liegepositionen sind problemlos möglich.

5. Hunde- und Katzenbody:

Fertige Hunde- und Katzenbodys bedecken Operationswunden nach Kastrationen und hindern das Tier, an der Wunde zu kratzen. Sie sind aus hautfreundlichem, atmungsaktivem Material gefertigt und werden meistens gut toleriert. Bodys müssen anliegend sitzen, ohne einzuschnüren.

6. Schlauchverbände:

Schlauchverbände, die vom Tierarzt angelegt werden, schützen Operationswunden. Leider sind Katzen sehr beweglich und streifen diese Schlauchverbände oft ab.
 
Auch wenn die Operationswunde durch verschiedene Hilfsmittel gut geschützt scheint, ist es nötig, den Hund und die Katze die ersten Tage nach der Kastration gut zu beaufsichtigen. Eine tierfreundliche Plastiktrichteralternative wird von ihrem Vierbeiner sicher besser toleriert werden als ein unbequemes Plastikzelt um den Hals, das eine massive Beeinträchtigung darstellt.