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Achtung auf Parovirose beim Hund: impfen schützt Ihre Fellnase.

  • Die Parvovirose ist eine weit verbreitete Viruserkrankung,
  • die bei Welpen und ungeimpften Hunden einen tödlichen Verlauf nehmen kann.
  • Das Virus wird mit Kot, Speichel und Erbrochenem ausgeschieden.
  • Bei einer Infektion dringen dir Krankheitserreger über die Nasen- und Mundschleimhaut in den Körper ein.

1. Ursache

Das canine Parvovirus 2 ist ein Virus, das keine Hülle besitzt. Für die Vermehrung benötigt es lebende Zellen. Das Virus ist stabil gegen Umwelteinflüsse, bei Raumtemperatur kann es monatelang überleben. Gegenüber den meisten Desinfektionsmitteln ist das Parvovirus unempfindlich, eine Inaktivierung kann vor allem mit Formaldehyd erfolgen.

2. Wie die Infektion abläuft:

  1. Das Virus wird mit Kot, Speichel und Erbrochenem ausgeschieden.
  2. Bei einer Infektion dringen dir Krankheitserreger über die Nasen- und Mundschleimhaut in den Körper ein.
  3. Das Virus befällt vor allem Zellen, die eine hohe Zellteilungsrate aufweisen (Darmepithel, Knochenmark, Lymphknoten, Herzmuskel)
  4. Eine indirekte Übertragung über verunreinigte Gegenstände ist möglich.

3. Welche Hunde besonders betroffen sind:

Welpen können ab einem Alter von 4 Wochen erkranken. Lässt der Schutz durch die Antikörper in der Muttermilch nach und erfolgt keine Frühimmunisierung, sind die jungen Hunde besonders anfällig für die Ansteckung mit Parvoviren. Überleben die Welpen die Akutphase der Viruserkrankung, leiden sie oft zusätzlich an einer Herzmuskelentzündung, die einige Wochen später tödlich verläuft.

4. Symptome:

  • 7 Tage nach der Ansteckung tritt hohes Fieber, über 40°Celsius, auf.
  • Der Hund frisst nicht, erbricht und leidet an hochgradigen, wässrig- blutigen Durchfällen.
  • Durch die Flüssigkeitsverluste trocknen die Welpen schnell aus.
  • Blutvergiftung und Schock durch Toxine führen zum Tod der Tiere.
  • In schweren Fällen besiedelt das Parvovirus den
  • Herzmuskel und verursacht eine Herzmuskelentzündung.
  • Atemnot, Lungenödeme und Herzrhythmusstörungen treten auf.
  • Ist die Mutterhündin geimpft, treten schwere Verlaufsformen nicht auf.

Siedelt sich das Virus im Knochenmark an, wird die Immunabwehr unterdrückt, es werden zu wenig weiße Blutkörperchen gebildet.

Nur ungefähr 10% der Hunde zeigen sichtbare, klinische Symptome. Die anderen Tiere scheiden das Virus mit dem Kot aus, ohne selbst zu erkranken.

5. Diagnose:

Bei einer Kotuntersuchung wird das Virus mit immunologischen Untersuchungsverfahren nachgewiesen. Im Blut finden sich Antikörper gegen das canine Parvovirus 2. Durch einen Schnelltest kann das Virus am Anfang der Erkrankung im Durchfallkot nachgewiesen werden. Ein negatives Testergebnis ist nicht beweisend.

6. Therapie:

Mit Infusionen wird der Flüssigkeitshaushalt stabilisiert. Da der Hund durch die Schwächung des Immunsystems anfälliger für Infektionen ist, werden zusätzlich Antibiotika verabreicht. Das Parvovirus wird durch Gaben von Interferon und Serum- Antikörpern (Gamma- Globuline) bekämpft. Bei starkem Erbrechen kann eine künstliche Ernährung über Infusionen durchgeführt werden. Manchmal sind Bluttransfusionen nötig.

7. Wie Sie vorbeugen können:

Die Impfung gegen Parvovirose gehört zu den Core- Impfungen (Muss- Impfungen). Die erste Impfung sollte bereits in der vierten Lebenswoche erfolgen. Die vollständige Grundimmunisierung erfolgt mit 8, 12 und 16 Wochen. Anschließend ist, abhängig vom Impfstoff, eine Auffrischung im Abstand von 1- 3 Jahren nötig.

8. Muss ein erkrankter Hund zum Tierarzt?

Die Heilungschancen werden wesentlich von dem rechtzeitigen Einsetzen der Behandlung beeinflusst. Das Virus kann zu Beginn der Erkrankung leichter nachgewiesen werden.

9. Zusammenfassung

Die Parvovirose ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die bei jungen Hunden schnell tödlich verlaufen kann. Die Ansteckung erfolgt über Kot, infiziertes Futter und Wasser, und über Gegenstände. Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht möglich. Die Ansteckung von Hunden erfolgt nur durch direkten Kontakt oder über verunreinigte Gegenstände. Eine Übertragung auf Katzen, andere Tiere oder Menschen ist nicht möglich.

Schützen Sie Ihren Hund rechtzeitig durch eine Impfung.