Erbsen

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Gesunde Proteinlieferanten, aber nicht zu viel davon

Erbsen sind proteinreiche Hülsenfrüchte. In gekochtem und püriertem Zustand sind sie gut verträglich und fördern die Gesundheit des Hundes. Sie sind ausgezeichnete Proteinlieferanten, sollten aber nicht täglich und in großen Mengen gefüttert werden.

Erbsen sind die ältesten bekannten kultivierten Hülsenfrüchte. Die Schmetterlingsblütler sind im Handel in vielen verschiedenen Formen (Ackererbsen, Palerbsen, Markerbsen, oder Zuckererbsen) erhältlich. Als Nahrung verwendet werden meistens nur die runden Samen, die in den Schoten enthalten sind. Bei Zuckererbsen werden auch die Schoten direkt verwertet.

Inhaltsstoffe

Erbsen sind Proteinbomben, die durch die spezielle Zusammensetzung der Aminosäuren den Aufbau von Muskelgewebe optimal fördern. Die Hülsenfrüchte enthalten außerdem Vitamin A, B6, K und C, sowie Spurenelemente Eisen, Magnesium, Kalium und Zink.

Phytoöstrogene (pflanzliche Östrogene) beeinflussen die Fruchtbarkeit der Hündinnen negativ. Wird ihr Hund zur Zucht verwendet, sollten sie darauf achten, dass das Futter nur geringe Mengen an Erbsenprotein enthält.

Phytate binden im Darm Mineralstoffe und Spurenelemente, diese können nicht mehr über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Lecithine sind klebrige Eiweiße, die ebenfalls nicht verwertet werden können. Sie verstopfen die Filteröffnungen der Darmschleimhaut und verringern die Resorption anderer Nährstoffe. Gerbstoffe, Tannine, können die Schleimhaut von Magen und Darm reizen.

Erbsen sind arm an Fett und Ballaststoffen, sie bestehen zu 70% aus Wasser.

Ausreichend kochen

Erbsen sind frisch, gefroren, oder aufgetaut erhältlich. Vermeiden sie Erbsen aus Dosen, die viel Salz enthalten. Um die Nährstoffe besser verwertbar zu machen, sollten Erbsen immer ausreichend gekocht werden. Erbsen sind auch in getrockneter Form als Erbsenflocken und Pellets, oder gemahlen als Erbsenmehl erhältlich.

Wie gesund sind Erbsen

Erbsenprotein fördert den Aufbau von Muskelzellen. Die schwer verdaulichen Anteile (pflanzliche Zellwände, Zellulose) werden im Dickdarm durch Bakterien aufgespalten. Die Darmbakterien werden bei ihrer Arbeit unterstützt, die Abwehrkräfte ihres Hundes gestärkt.

Erbsen haben nur wenige Kalorien, der glykämische Index ist niedrig, da sie die Verdauung und Resorption des Futterbreis verlangsamen und starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels verhindern.

Können Erbsen schädlich sein

Erbsen sind vollständig unbedenklich, da sie nicht, wie andere Hülsenfrüchte, Phasin enthalten. Die Gerbstoffe können die Schleimhaut des Magen-Darmtraktes reizen und Verstopfungen auslösen.

Sind im Dickdarm zu wenige Bakterien vorhanden, können Erbsen Blähungen verursachen. Erbsen sollten nicht in zu großer Menge an Hunde, die mit ihrem Halter Hundesport betreiben, verfüttert werden, da aus ihnen nur langsam Energie für den Körper zur Verfügung gestellt wird. Auch bei Zuchthündinnen ist durch den Gehalt an Phytoöstrogenen Vorsicht geboten.

Enthält das Hundefutter Erbsenprotein und Süßkartoffeln verringern sich die Abwehrkräfte der Schleimhaut, Infektionen der Harnwege treten häufiger auf. Werden Erbsen zu häufig gefüttert, wird die Umwandlung von Kohlenhydraten in Glukose durch eine Blockade der Leptin-Rezeptoren durch Lecithine verringert, Diabetes und Herzerkrankungen können entstehen.

Durch die Bindung von Kalzium, Magnesium und Eisen an Phytate, werden die Knochen und Krallen brüchig, Muskelkrämpfe treten auf.

Reagiert ihr Hund allergisch auf Soja, darf sein Futter keine Erbsen enthalten, da eine Kreuzallergie besteht.